Kunsthalle Wien

Kunsthalle Wien: Freier Eintritt als kulturpolitisches Statement

Besuch der Ausstellung "Politischer Populismus" (7. November 2015 bis 7. Februar 2016) ist kostenlos

Wien (ots) - Die Kunsthalle Wien thematisiert in ihrer Herbstausstellung "Politischer Populismus" populistische Strategien und setzt ihnen eine Vielfalt künstlerischer Positionen entgegen. Wichtiges Element der Ausstellung ist die Entscheidung, bei diesem Projekt auf Eintrittsgelder zu verzichten.

"Kunst und Kultur sind unverzichtbar für jede Gesellschaft und jeden einzelnen Menschen. Allen Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen, ist daher ein wichtiges kulturpolitisches Ziel. Es sind schließlich auch alle Menschen, die über ihre Steuern das Kulturangebot finanzieren", unterstreicht Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. "In den letzten Jahren ist viel dafür passiert: Wien ist heute in der glücklichen Lage, zahlreiche Kulturveranstaltungen gratis anbieten zu können".

Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien und Kurator der Ausstellung ergänzt: "Bei der Konzeption der Ausstellung habe ich von Anfang an "freien Eintritt für alle" mitgedacht - als sinnvolle Symbiose von kulturpolitischem Statement und populistischer Rhetorik. Vor allem aber als Versuch, Hemmschwellen zum Besuch unseres Hauses zu senken. Umso mehr freut es mich, dass die Stadt Wien als Träger der Institution diese Überlegung, dieses Zeichen unterstützt".

Die Kunsthalle Wien sieht es als ihre Aufgabe, das Spektrum und Potenzial einer kritischen wie inspirierenden Kunst unserer Zeit aufzuzeigen und die Potenziale von Kunst für eine sich wandelnde Gesellschaft herauszuarbeiten. Welchen Mehrwert bietet die Gegenwartskunst jenseits des Ästhetischen? Welche Funktionen kann und soll sie für unsere Gesellschaft übernehmen?

Im Spannungsfeld zwischen populistischer Verkürzung und künstlerischer Komplexität sind die Besucher/innen eingeladen, sich mit der alltäglichen Erfahrung von Populismus und den außergewöhnlichen Angeboten der Kunst auseinanderzusetzen. Der Verzicht auf Eintrittsgelder ist neben dem ambitionierten und diversen Begleit- und Vermittlungsprogramm zur Ausstellung, zentral für den Anspruch des Hauses als Institution der Stadt Wien, ein offenes Forum und Verhandlungsstätte aktueller Themen und zukünftiger Entwicklungen zu sein.

Zwt.: Gegenentwürfe zur populistischen Vereinnahmung

Die Ausstellung "Politischer Populismus" formuliert in thesenhaft gruppierten künstlerischen Positionen Gegenentwürfe zu einer populistischen Vereinnahmung wichtiger gesellschaftlicher Themen. Themen, die alle angehen, wie Migration, Asyl- und Flüchtlingspolitik, Überwachung und Spionage, Zensur, Renationalisierung, Gentrifizierung oder globale Finanzwirtschaft.

Teilnehmende Künstler/innen: Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme, Lawrence Abu Hamdan, Saâdane Afif, Darren Bader, Keren Cytter, Simon Denny, Christian Falsnaes, Evgeny Granilshchikov, Flaka Haliti, Rosemary Heather, Calla Henkel und Max Pitegoff, Anna Jermolaewa, Johanna Kandl, Minouk Lim, Goshka Macuga, Jumana Manna, Mián Mián, Marcel Odenbach, Ahmet Ögüt, Trevor Paglen, Hito Steyerl, Erik Van Lieshout, Jun Yang

Der Eintritt in die Ausstellung "Politischer Populismus" sowie zu den begleitenden Programmen ist kostenlos und gibt so allen Interessierten die Möglichkeit, sich kritisch in den Diskurs einzubringen.

Eröffnung: Politischer Populismus
 Datum:   6.11.2015, um 19:00 Uhr
 Ort:     Kunsthalle Wien Museumsquartier
          Museumsplatz 1, 1070 Wien
 Url:  www.kunsthallewien.at 
Pressekonferenz: Politischer Populismus
 Datum:   5.11.2015, um 10:00 Uhr
 Ort:     Kunsthalle Wien Museumsquartier
          Museumsplatz 1, 1070 Wien
 Url:  www.kunsthallewien.at 
Rückfragehinweis:
   Kunsthalle Wien
   Mag. Katharina Murschetz
   +43-1-52189-1221
presse@kunsthallewien.at
www.kunsthallewien.at 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4198/aom

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