Arbeitskreis besorgter Vermögensverwalter und Unternehmer gegen schädliche Finanzmarktregulierungen

Arbeitskreis ersucht FIDLEG/FINIG zu stoppen

Zürich (ots) - Anlässlich eines Mediengesprächs fordert der Arbeitskreis besorgter Vermögensverwalter und Unternehmer gegen schädliche Finanzmarktregulierungen, die Bundesratsvorlagen FIDLEG/FINIG zu stoppen. Anstelle neuer Regulierungen plädiert der Arbeitskreis für das freiwillige MiFiD Opt-in/Opt-out und die Fortführung der Selbstregulierung

Mit der Gesetzesvorlage FIDLEG/FINIG will der Bundesrat den Schweizer Finanzmarkt neu strukturieren. Ziele, wie etwa der verbesserte Kunden- und Anlegerschutz, sowie die angestrebte, gesteigerte Finanzmarktstabilität und -funktionalität, werden dabei jedoch verfehlt.

Die UVV-Experten wehren sich dagegen, dass inskünftig alle Finanzdienstleister gleich behandelt werden sollen, egal ob Grossbank oder Unabhängiger Vermögensverwalter. Denn mit einem "one size fits all"-Ansatz würden die kleinen UVV den gleichen institutionellen Anforderungen und Compliance-Verpflichtungen unterworfen wie die Grossbanken. Wirtschaftsanwalt Wolfram Kuoni warnt deshalb: "Ein erhöhter Administrationsaufwand (bei UVV und FINMA) und steigende Kosten schwächen bloss die Wettbewerbsfähigkeit unseres Finanzplatzes. Mit einer de minimis Regel analog dem KAG (Kollektivanlagengesetz) könnte dies gemildert werden".

Prof. Martin Janssen, Leiter der ECOFIN Group, kritisiert: "FIDLEG und FINIG sind industriepolitische Massnahmen der grossen Banken und der FINMA gegen die kleinen Banken und Vermögensverwalter". Dies hätte Negativfolgen für den gesamten Finanzplatz, weil die Unabhängigen Vermögensverwalter (UVV) mehr als 25% aller Privatkundengelder in der Schweiz verwalten. Prof. Janssen berechnete, dass dies einen jährlichen Wertschöpfungsverlust bzw. volkswirtschaftliche Kosten von 5 bis 10 Mrd. CHF zur Folge hätte, abgesehen von den Kosten für neue staatliche Kontrollen.

Die UVV-Experten sind sich deshalb einig, dass die freiwillige Übernahme der EU-Regeln MiFID I/II (Markets in Financial Instruments Directive) eine bessere und günstigere Alternative darstellt. UVV-Unternehmer Dominik Zehnder fordert deshalb die klare Stärkung der Selbstregulierung und der Wahlfreiheit der Konsumenten: "Eine freiwillige Unterstellung unter MiFiD würde es denjenigen Anbietern erlauben, sich unter EU Recht zu begeben, deren Geschäftsmodel dies erfordert. Eine Schweizer Regelung, die von einer Mehrheit der Kunden nicht gewollt ist, wird diese zur Abwanderung nach Hongkong, Singapur, London oder die USA bewegen."

Sobald der Bundesrat die FIDLEG/FINIG-Botschaft publiziert, wird der Arbeitskreis diese genau analysieren, damit die Standortattraktivität des Schweizer Finanzplatzes nicht unnötig verspielt wird.

Kontakt:

Prof. Dr. Martin Janssen (CEO ECOFIN Group): Tel. +41434993333;
martin.janssen@ecofin.ch

Dr. iur. Wolfram Kuoni (Wirtschaftsanwalt):Tel. +41434666060;
wolfram.kuoni@kuonilaw.ch

Dr. iur. Dominik Zehnder (Unternehmer/UVV): Tel. +41442221820;
dez@kehrlizehnder.com

Alfred Heer (SVP-Nationalrat): Tel. +41794169982; alfred.heer@parl.ch



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