Office of the Application to World Heritage for Hailongtun, Huichuan District, Zunyi

Schloss Hailongtun wird zum ersten Weltkulturerbe in Chinas Guizhou Provinz ernannt

-- Diese bisher unbekannte und unerforschte mittelalterliche Festung aus dem feudalen China öffnet ihre Tore für die Welt

Zunyi, China (ots/PRNewswire) - Die 39. Sitzung des Welterbe-Komitees fand am 28. Juni in Bonn, Deutschland, statt. Am 4. Juli wurde bekannt gegen, dass drei der chinesischen Tusi-Standorte für die Aufnahme in die Welterbe-Liste genehmigt wurden.

Foto - http://photos.prnewswire.com/prnh/20150706/230446 [http://photos.prnewswire.com/prnh/20150706/230446]

Bei den vorstehend genannten Standorten handelt es sich um die Ruinen des Schlosses Hailongtun in der Provinz Guizhou, Yongshun in der Provinz Hunan und Tangya im Bezirk Xinafeng der Provinz Hubei.

Das Schoss Hailongtun ist die älteste, größte und am besten erhaltene Tusi-Stadt in China. Sie diente als militärische Festung und als Regierungsstelle im feudalen China, und während des Besuches hochrangiger Beamte in der Region als temporärer kaiserlicher Palast.

Das Schloss Hailongtun befindet sich am höchsten Punkt des Longyan Berges in der Provinz Guizhou, ist im Norden, Osten und Süden von steilen Abgründen und Felswänden umgeben und liegt auf 1.350 Metern Seehöhe.

Die Festung Hailongtun wurde während der späten südlichen Song Dynastie (1257) gebaut. Es handelte sich um ein komplettes Verteidigungssystem, das aus massiven Felsbrocken errichtet und viele Generationen lang verwendet wurde, ganz besonders jedoch während der Wan Li Ära der Ming Dynastie (ca. 1595-1600) im Rahmen der großräumigen Expansion durch Yang Yinglong, des letzten Tusi von Bozhou. Ihre neun Tore sind breit genug für ein galoppierendes Pferd und werden durch eine 10 Kilometer lange Steinmauer verbunden. Eine Hängebrücke führt über tiefe Gräben außerhalb des Stadttores.

Das Schloss besteht aus einem gut eingerichteten Gebäudekomplex: Verwaltungsbüros, Unterkünften für den Tusi, Bereichen für Handwerker, Militäranlagen und Wasserbrunnen. Sein Design war nicht nur für militärische Zwecke gedacht, sondern auch als angenehme Unterkunft für den dort residierenden Tusi.

Das Schloss wurde währende der Pingbo-Schlacht im Jahr 1600 fast vollständig niedergebrannt. Die meisten der Holzbauten wurden zwar im Rahmen verschiedener Kriege vernichtet, aber die verbliebenen Strukturen aus Stein sind gut erhalten und werden nun als Weltkulturerbe anerkannt. Auch während der Tusi-Herrschaft war der Ort in der Außenwelt kaum bekannt, aber er ist jetzt das erste Weltkulturerbe in der Provinz Guizhou und das 48. in China. Diese Ernennung wird größeres Interesse für die Tusi-Kultur Chinas erwecken.

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