Verein GRÜN 18

Umsetzung einer GRÜN im Jahr 2019 ist machbar (BILD)

Urs Berger (rechts), Präsident des Vereins GRÜN 18 und VR-Präsident Die Mobiliar, zusammen mit seinem Vizepräsident, Nationalrat Dr. Albert Rösti,vor dem Schlüsselbild der Machbarkeitsstudie. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.ch/pm/100057204 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. ...

Bern (ots) - Der Verein GRÜN 18 plant eine nationale Ausstellungsplattform rund um die prägenden Themen unserer Gegenwart und Zukunft: Klima und Energie, Ökologie und Technologie, Lebensraum und Mobilität, Ernährung und Landwirtschaft sowie Wald und Wasser. An fünf Standorten entlang der Aare sollen die Themenwelten als Generationenerlebnis publikumswirksam in Szene gesetzt werden. Die Trägerversammlung empfiehlt gestützt auf eine umfassende Machbarkeitsstudie das ambitionierte Projekt umzusetzen, unter der Voraussetzung, dass bis Ende April 2015 erste finanzielle Zusicherungen, die den Aufbau des operativen Betriebes ermöglichen, schriftlich vorliegen. Der Verein plant die Durchführung der Ausstellung im Jahr 2019.

Die soeben publizierte Machbarkeitsstudie des Trägervereins GRÜN 18 zeigt, dass eine nationale Ausstellung mit internationaler Ausstrahlung in der Schweiz sowohl technisch, logistisch und ökologisch verantwortungsvoll realisierbar ist wie auch von den potentiellen Standorten mitgetragen wird. «Wir haben alles daran gesetzt, die Machbarkeit möglichst breit zu klären, um Probleme frühzeitig zu erkennen und Fehler früherer, vergleichbarer Grossveranstaltungen zu vermeiden», erklärt der Präsident des Trägervereins Urs Berger, VR-Präsident der Mobiliar. Noch nicht restlos geklärt ist allerdings die Frage, ob eine solche Grossausstellung auch finanziert werden kann. Diesbezüglich liegen positive Signale aus Wirtschaft und Politik vor. Diese müssen sich nun in Form von schriftlichen Vereinbarungen konkretisieren, damit der Startschuss zur Vorprojektphase geben werden kann. Dazu müssen bis im April 2015 die ersten laufenden Verhandlungen mit den potentiellen Partnern aus der Wirtschaft abgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Trägerversammlung das ambitionierte Projekt umzusetzen, unter der Voraussetzung, dass bis Ende April 2015 erste finanzielle Zusicherungen, die den Aufbau des operativen Betriebes ermöglichen, schriftlich vorliegen. Die Machbarkeitsstudie weist zwar auf eine mögliche Durchführung der Ausstellung im Jahr 2018 hin. Die inhaltliche Themenaufbereitung einerseits und die notwendigen politischen Entscheide andererseits, insbesondere die Finanzierungsbeschlüsse von Bund und Kanton, werden aber von den Trägern als höchst anforderungsreich eingestuft. Die Trägerversammlung hat sich deshalb einstimmig für eine Durchführung im Jahr 2019 ausgesprochen.

Mehrjährige Plattform mit Ausstellungsfenster

«Die GRÜN 19, wie sie nun heisst, soll als zündende Idee jeden begeistern und inspirieren, der mit ihr in Berührung kommt - und damit einen offenen und undogmatischen Diskurs über Themen wie Energie, Klima, Ressourcen wie Wald und Wasser, Lebensraum und Mobilität oder Landwirtschaft und Ernährung ermöglichen. Themen, die unsere Gesellschaft auch in Zukunft beschäftigen werden», ist Urs Berger überzeugt. «Wir verstehen die GRÜN 19 allerdings nicht nur als einmalige Ausstellung, sondern als eine mehrjährige Plattform zu Gegenwarts- und Zukunftsthemen mit einem Ausstellungsfenster im Sommer 2019. Gleichzeitig soll sie eine Plattform des kreativen Gestaltens, Forschens und Planens sein. Ein Format für Junge, Auszubildende und Studierende, welche die Zukunft mitgestalten wollen.»

La Nature se met en scène

Unter dem Motto «La nature se met en scène» soll die Natur quasi die künstlerische Leitung der GRÜN 19 übernehmen. «Fünf ausgewählte Natur- und Kulturlandschaften, von hochalpinen Gipfeln bis zum Jurafuss, sind Bühnenbild und Akteur zugleich,» erklärt Nationalrat Albert Rösti, Vizepräsident des Vereins. «Die Landschaftsbilder werden durch standortspezifische Szenerien ergänzt, die sich in ihrer Ausgestaltung mit dem Verhältnis zwischen den Menschen und ihrer Umwelt auseinandersetzen.» Die GRÜN 19 folgt mit ihren Inszenierungen dem Lauf der Aare, die als «blauer Faden» die einzelnen Standorte und Szenerien verbindet: Haslital, Thun, Bern, Seeland und Oberaargau.

Nationale Ausstellung mit internationaler Ausstrahlung

Entwickelt, geplant und getragen werden die inhaltlichen und gestalterischen Masterpläne - die «grossen Gesten» - durch interdisziplinär zusammengesetzte Teams mit nationalen und internationalen Koryphäen aus Landschaftsarchitektur, Szenografie, Architektur und Kunst. Gemeinsam mit den Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, NGOs, Bund, Kantonen und Standortgemeinden werden sie in den kommenden Monaten die zentralen Botschaften und Inhalte der GRÜN 19 entwickeln und in standortspezifischen Szenerien umsetzen. Die einzelnen Themenparks, Ausstellungsformate und Standortinszenierungen werden anschliessend im Rahmen offener, zweistufiger Wettbewerbe international ausgeschrieben.

Eine nachhaltige GRÜN 19

Mit dem Veranstaltungstitel GRÜN 19 wird die Nachhaltigkeit zur Grundvoraussetzung. Angedacht ist ein Nachhaltigkeitskonzept, das negative Auswirkungen verhindert, minimiert und wenn nötig kompensiert - und positive, nachhaltige Projekte frühzeitig einbindet. Die Nachhaltigkeit der GRÜN 19 betrachten wir umfassend betrachtet. Dazu gehören neben ökologischen, politisch-kommunikative, infrastrukturelle, soziale und ökonomische Fragen.»

3 Millionen Besucher

Über die ganze Ausstellungsdauer hinweg werden rund drei Millionen Besucher erwartet. Die GRÜN 19 ist ein Generationenereignis, das alle Bevölkerungsschichten ansprechen soll - ganz unabhängig von politischen Couleurs, Einkommen, Gesinnung, Herkunft und Bildung.

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19 Fragen - 19 Antworten

1. Was ist die GRÜN 19?

Die GRÜN 19 ist ein Fest der Sinne, das seine Besucher inspiriert, überrascht, verzaubert und bewegt. Ein Fest, an dem die Bewohner und Gäste der Schweiz unseren Lebensraum neu entdecken und damit den Reichtum und die Vielfalt der Natur näher kennenlernen - und noch besser verstehen. Die GRÜN 19 ist eine Plattform, die einer breiten Öffentlichkeit einen offenen und undogmatischen Diskurs über Themen wie Energie, Klima, Ressourcen wie Wald und Wasser, Lebensraum und Mobilität, Landwirtschaft und Ernährung ermöglicht.

2. Warum braucht es eine GRÜN 19?

Ressourcen, Mobilität, Ernährung, Innovation, Lebensräume und Nachhaltigkeit sind Themen, welche die ganze Welt genauso wie die Schweiz stark beschäftigen und auch unser Land in den nächsten Jahren prägen werden. Die GRÜN 19 hat sich zum Ziel gesetzt, diese Themenwelt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und publikumswirksam zu präsentieren.

3. Wer wird angesprochen?

Die GRÜN 19 ist ein Generationenereignis, das alle Bevölkerungsschichten ansprechen soll - ganz unabhängig von politischen Couleurs, Einkommen, Gesinnung, Herkunft und Bildung.

4. Wer sind die Partner der GRÜN 19?

Die Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung und Politik, die Standortgemeinden und die öffentliche Hand machen durch ihr Engagement die GRÜN 19 überhaupt erst möglich. Die globalen Fragen stellen die Partner vor neue Herausforderungen. Als Stakeholder am Denk- und Werkplatz Schweiz übernehmen sie Verantwortung in zukunftsrelevanten Fragen und bringen ihre Lösungsansätze und Strategien mit ein.

5. Wie wird die Jugend eingebunden?

Die GRÜN 19 ist insbesondere eine Plattform der jungen Wissenschaftler, Planer, Architekten, Kreativen und Künstler, des kreativen Gestaltens, Forschens und Planens. Ein Format für Junge, Auszubildende und Studierende, welche die Zukunft mitgestalten wollen.

6. Was will die GRÜN 19 bewirken?

Die GRÜN 19 will Innovationen aufzeigen, hervorbringen und diskutieren - und damit die Position der Schweiz als herausragendes Wirtschafts-, Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungsland stärken. Sie zeigt der Welt eine vorausdenkende, engagierte, kreative und innovative Schweiz und beeinflusst das Ansehen des Landes positiv. Die GRÜN 19 will die Besucher aber auch dazu einladen, die Natur in ihrem Umfeld neu zu entdecken: ihre Schönheit, ihre Vielseitigkeit, ihre Grosszügigkeit und ihre Kraft, aber auch ihre Allgewalt und Unerbittlichkeit. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Im ganz Kleinen genauso wie im grossen Ganzen.

7. Ist die GRÜN 19 eine zweite GRÜN 80?

Nein, die GRÜN 19 basiert zwar in Teilen auf den Erfolgsfaktoren inszenierter Kultur- und Naturlandschaft, geht aber inhaltlich bewusst weit darüber hinaus. Bei der GRÜN 19 stehen Ressourcen, Innovationen und nachhaltige Entwicklung im Vordergrund. «Die Natur setzt sich in Szene» - unter diesem Motto übernimmt die Natur die künstlerische Leitung der GRÜN 19.

8. Wo findet die GRÜN 19 statt?

Fünf ausgewählte Natur- und Kulturlandschaften stellen das Bühnenbild und bilden den Rahmen für verschiedene Szenerien, die sich in ihrer Ausgestaltung mit dem Verhältnis zwischen dem Menschen und seiner Umwelt auseinandersetzen: Haslital, Thun, Bern, Seeland und Oberaargau. Die GRÜN 19 folgt mit ihren Inszenierungen der Aare, die als «blauer Faden» die einzelnen Standorte verbindet.

9. Warum gerade an 5 Standorten?

Die fünf Standorte an der Aare - vom hochalpinen Gipfeln bis zum Jurafuss - bieten zusammen einen Fundus, den ein einzelner Standort niemals bieten könnte. Mit ihren unterschiedlichen, unverwechselbaren Natur- und Kulturlandschaften sowie einem grossen regionalen Potenzial im Bereich der Synergieprojekte sind sie für die Bedürfnisse einer GRÜN 19 die sinnvollste und nachhaltigste Lösung.

10. Ist die GRÜN 19 ein nationaler Anlass?

Ja, die GRÜN 19 ist ein nationaler Grossanlass mit regionaler Verankerung und internationaler Ausstrahlung.

11. Warum im Jahr 2019?

Die Studien unmittelbar nach der EXPO.02 und zehn Jahre danach haben gezeigt, dass in der Schweiz ein grosses Bedürfnis nach einem visionären Grossanlass besteht. Der Zeitpunkt der GRÜN 19 ist ideal - siebzehn Jahre nach der EXPO.02 und acht Jahre vor der geplanten Landesausstellung in der Ostschweiz.

12. Wer bestimmt die Inhalte?

Alle Partner und Mitglieder des Vereins GRÜN 19 (Standorte, Verbände, Unternehmen, Hochschulen, Interessengruppen, Bund, Kanton) können in einem Co-Kreationsprozess im Rahmen von Content Boards und Arbeitsgruppen am Gesamtprojekt mitarbeiten und ihre Ideen, Botschaften, Inhalte und klaren Positionen einbringen.

13. Ist die GRÜN 19 ökologisch?

Mit dem Titel GRÜN 19 wird die Nachhaltigkeit zur Grundvoraussetzung für die Ausstellung. Auf der Basis des Nachhaltigkeitskonzepts GRÜN 19 sollen negative Auswirkungen verhindert oder minimiert und wenn nötig kompensiert werden sowie positive nachhaltige Projekte frühzeitig angestossen werden. Die Nachhaltigkeit der GRÜN 19 wird umfassend betrachtet und bezieht sich neben ökologischen Punkten auch auf politisch-kommunikative, soziale, infrastrukturelle und ökonomische Fragen.

14. Wie viele Besucher werden erwartet?

Die GRÜN 19 soll 3 Millionen Besucher in ihren Bann ziehen. Erfahrungsgemäss rekrutieren sie sich vor allem aus der regionalen und überregionalen Schweizer Bevölkerung, aber auch aus Urlaubsgästen und internationalen Sonderzielgruppen. Insgesamt erwarten wir - eher konservativ gerechnet - an Wochentagen 5000 bis 6000 Eintritte pro Standort, an den Wochenenden zwischen 12 000 und 25 000 Eintritte.

15. Wie viel wird die GRÜN 19 kosten?

Die Gesamtkosten des Projektes auf Basis des vorliegenden Konzepts belaufen sich auf 300 Millionen Franken.

16. Wie wird die GRÜN 19 finanziert?

Die GRÜN 19 finanziert sich zur Hälfte unmittelbar bei den Nutzern und Partnern (z. B. durch Partnerschaftsbeiträge, Licencing, Merchandising, Eintritte und weitere Nutzungsentgelte). Gleichzeitig sind Zahlungen und Leistungen der öffentlichen Hand (Beitrag der Eidgenossenschaft sowie Leistungen der Standorte und des Kantons Bern) in gleicher Höhe geplant.

17. Was wird getan, damit die GRÜN 19 finanziell auf Kurs bleibt?

Für das Gesamtprojekt GRÜN 19 wird in der Planungs- und Umsetzungsphase entsprechend der Programmierung und der konzeptionell angedachten Ausstellungsplattform ein fixes, zentral erstelltes und überwachtes Budget zur Verfügung stehen. Dessen Verwaltung und Entscheidungsprozesse erfolgen im Sinne eines hohen Budget- resp. Kostenbewusstseins sowie einer hohen Transparenz nach dem Design-to-Cost-Prinzip. Die Prozesse werden durch ein strategisches und operatives Controlling begleitet.

18. Wie ist die GRÜN 19 organisiert?

Die Gesamtorganisationsstruktur zeichnet sich durch eine Kombination des bereits bestehenden Vereins auf strategischer Ebene sowie einer Umsetzungs-AG auf der operativen Ebene aus. Für die Umsetzung der GRÜN 19 ist eine Linienorganisation vorgesehen: Dem Geschäftsführer sind fünf Departemente unterstellt: (1) Content, (2) Partnerschaften, (3) Umsetzung, (4) Finanzen sowie (5) Standorte. Die Geschäftsleitung der AG übernimmt die operative Gesamtleitung sowie die Verantwortung für die Teilprojekte. Die notwendige Nähe für die Informationsabläufe und die Abstimmung zwischen der Gesamtprojektleitung und den Regionen wird durch regionale Standortchefs mit kleinen, auf die Standortbedürfnisse angepassten Kernteams gewährleistet. Die Standortchefs sind Koordinations- und Verbindungspersonen zwischen der Projektleitung und den Regionen.

19. Wie sehen die Eckpunkte der GRÜN 19 aus?

Ausstellungsdauer: Ende Mai bis Ende August 2019 Die GRÜN 19 findet zum grössten Teil draussen statt. Unter Berücksichtigung der regional unterschiedlichen Wachstumsphasen der Vegetation und der Wetterrisiken (z. B. Schnee im Haslital) wird die Ausstellung zeitgleich an allen Standorten im Mai eröffnet und im August geschlossen.

Öffnungszeiten:

5.00-7.00 Uhr: Limitierte Führungen in der Natur oder im urbanen Raum
10.00-18.00 Uhr: Ausstellungsbetrieb 
18.00-0.00 Uhr: Abendevents und Flanieren 

Kontakt:

GRÜN 19
c/o BERNEXPO
Mingerstrasse 6
CH-3000 Bern 22
info@gruen18.ch

U. Berger
Zentrale +41 31 389 60 18

A. Roesti
Direkt +41 79 255 88 56



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