IG Sponsoring

"Philanthropie ist weiblich": Buchtaufe an IG Sponsoring-Event

Basel (ots) - Die IG Sponsoring stellte gestern Abend (4. November) im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion in der Fondation Beyeler in Riehen/Basel das kürzlich im Haupt Verlag erschienene Buch "Mäzeninnen - Denken - Handeln - Bewegen" vor. Rund 100 Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik verfolgten einen spannenden Gedankenaustausch über den Wandel von Kulturförderung und Mäzenatentum zwischen der Architektin und Kunsthistorikerin Alicia Soiron, dem Direktor der Fondation Beyeler, Sam Keller sowie den beiden Autoren der neuen Publikation Elisa Bortoluzzi Dubach, Sponsoring- und Stiftungsberaterin, Universitätsdozentin und Hansrudolf Frey, Kulturprojektleiter. Das Gespräch wurde moderiert von Catherine Sokoloff von der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Der Verein IG Sponsoring fördert das Verständnis und die Akzeptanz von Sponsoring und verwandter Werbeformen als wichtige Komponenten moderner Kommunikation. Im Rahmen einer von ihr veranstalteten öffentlichen Podiumsdiskussion unterhielt sich gestern Abend in der Fondation Beyeler eine illustre Gesprächsrunde zum Thema "Philanthropie ist weiblich". Im Zentrum der Diskussion stand dabei das von Elisa Bortoluzzi Dubach, selber Mitglied der IG Sponsoring, und Hansrudolf Frey verfasste Buch "Mäzeninnen - Denken - Handeln - Bewegen", das erstmals umfassend die Sicht von Mäzeninnen und ihrem Handeln beleuchtet. Mäzenatisches Wirken hat eine lange weibliche Tradition und auch heute gibt es eine vielfältige weibliche Philanthropie, wie die beiden Autoren in 20 Porträts von Mäzeninnen unserer Tage beweisen. Alicia Soiron, Architektin und Kunsthistorikerin, fasste auf dem Podium ihre Motivation als Mäzenin zu wirken in folgende Worte: "Mäzenatentum ist, wenn wir das Licht der Einsicht mit der Wärme des Herzens verbinden, wenn wir nicht einfach tun, wofür wir mit Anerkennung rechnen können, sondern Anerkennung empfangen, weil wir tun was wir für richtig halten."

Weibliche Philanthropie: Ein Ausweg aus dem Dilemma?

Das Gespräch über die Gegenwart und die Zukunft weiblicher Generosität im Dienste der Gesellschaft führte die Podiumsgäste zur Feststellung, dass immer mehr Frauen eine immer grössere Rolle in der Welt des Mäzenatentums spielen. Damit verbinden sich Fragen wie beispielsweise nach den Unterschieden zwischen der Philanthropie von Männern und jener von Frauen, nach den verschiedenen Kriterien und den Merkmalen eines typisch weiblichen Mäzenatentums und nach den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das moderne Mäzenatentum überhaupt. Das Gespräch beleuchtete auch die Rolle der Mäzeninnen in einer Zivilgesellschaft, in der der Staat grosse Teile seiner bisherigen Fördertätigkeit gegenüber Museen sowie Kunst- und Musikveranstaltern nicht mehr länger so fortsetzen kann wie bisher. Heftige Auseinandersetzungen über umstrittene Sponsoringverträge zwischen der Industrie und staatlichen Einrichtungen einerseits und grosszügige Angebote und Schenkungen von privater Seite andererseits haben die öffentliche Diskussionen um heutige Formen der Philanthropie gerade in jüngster Zeit neu entfacht.

Zusammenfassend hielt die Co-Autorin Elisa Bortoluzzi Dubach abschliessend fest: "In einer Zeit, in der Individualismus und Einsamkeit zunehmen und die gesellschaftlichen Herausforderungen immer grösser werden, steht weibliche Philanthropie für weit mehr als den Willen, Mittel für wohltätige Zwecke bereitzustellen. Gefragt sind Mut, Pragmatismus und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und schnell, unkompliziert und innovativ dort zu helfen, wo die Situation es erfordert."

Kontakt:

Beat Ritschard
Verein IG Sponsoring, c/o Ritschard-Management AG, Südstrasse 12,
8800 Thalwil

Tel. 079 402 99 77


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