Verein "Nein zur 2. Gotthardröhre", "Non au 2e tube au Gothard", "No al raddoppio del Gottardo"

«Die Staumeldungen werden zur Meinungsmache missbraucht»

Bern/Altdorf (ots) - Die Sendung «Rundschau» von Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat gezeigt, dass die Staus am Gotthard während Jahren falsch gemeldet worden sind. Das heisst, sie wurden viel länger dargestellt als sie in Wirklichkeit waren. Dadurch wurde bei jenen, die am Radio oder online Verkehrsmeldungen hörten und anschauten, ein falsches Bild erweckt. «Diese Praxis zeigt, dass die Staumeldungen zur Meinungsmache missbraucht werden, um politisch Druck zu machen für eine 2. Strassenröhre am Gotthard», sagt Jon Pult, Co-Präsident Verein «Nein zur 2. Gotthardröhre» und Präsident Alpen-Initiative.

2012 hat der Bundesrat entschieden, am Gotthard eine 2. Strassenröhre zu bauen. Und wie zufällig lässt das Bundesamt für Strassen ASTRA seit 2012 über viasuisse auch sogenannte Kürzeststaus am Gotthard vermelden. «Damit ist erklärt, weshalb am Gotthard die gemeldeten Staustunden deutlich zunehmen, obwohl die Verkehrsmenge seit Jahren praktisch stabil ist», sagt Caroline Beglinger, Co-Präsidentin des Vereins «Nein zur 2. Gotthardröhre» und Co-Geschäftsleiterin des VCS. Laut Rundschau-Beitrag hält der Urner Polizeikommandant diese Meldungen über Kürzeststaus für sinnlos.

Seit 2001 wird die Menge der Autos und Lastwagen am Gotthard aus Sicherheitsgründen dosiert. Dieses Regime wird mit einer Rotlichtanlage jeweils vor den Portalen gesteuert. Deshalb ist stets die Rede von Staus vor dem Gotthard und nie von stockendem Verkehr wie etwa bei den täglichen Staus in den Agglomerationen. «Wenn man wie am Gotthard jede Verlangsamung des Verkehrs in den Agglomerationen über viasuisse melden würde, könnten wir wohl 24 Stunden den Staumeldungen zuhören», sagt Caroline Beglinger.

Mit Erstaunen nimmt der Verein «Nein zur 2. Gotthardröhre» auch zur Kenntnis, dass das ASTRA die Veröffentlichung eines Berichts über versenkbare Mitteilleitplanken verhindert hat. Mit versenkbaren Mittelleitplanken könnte im Gotthard rasch und kostengünstig mehr Sicherheit erreicht werden. Jon Pult dazu: «Die Verhinderung einer sachlichen Diskussion über Mittelleitplanken durch das ASTRA ist skandalös.»

Kontakt:

Caroline Beglinger, Co-Präsidentin des Vereins «Nein zur 2.
Gotthardröhre» und Co-Geschäftsleiterin des VCS, 079 310 11 86

Jon Pult, Co-Präsident des Vereins «Nein zur 2. Gotthardröhre» und
Präsident Alpen-Initiative, 076 508 16 33



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