Verein "Nein zur 2. Gotthardröhre", "Non au 2e tube au Gothard", "No al raddoppio del Gottardo"

NEAT am Gotthard: Jahrhundertbauwerk für die Verlagerung der Transitgüter auf die Bahn

Altdorf/Bern (ots) - In genau einem Jahr wird der Eisenbahn-Basistunnel am Gotthard eröffnet. Das Jahrhundertbauwerk ist sowohl ein Verkehrs- als auch ein Umweltschutzprojekt. Zudem steht es für eine eigenständige, vom Ausland unabhängige Verkehrspolitik. Es bietet der Schweiz die Chance, die Gütertransporte durch die Alpen weitgehend von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Das wurde vor der Abstimmung über die NEAT dem Stimmvolk versprochen. «Es ist höchste Zeit, das politische Versprechen von 1992 einzulösen und die Güter auf die Bahn zu bringen», sagt Caroline Beglinger, Co-Präsidentin des Vereins «Nein zur 2. Gotthardröhre» und Co-Geschäftsleiterin des VCS.

Der Gotthard-Basistunnel schafft die Voraussetzung, dass der Strassentunnel ohne Bau einer 2. Strassenröhre saniert werden kann. «Mit dem Basistunnel erhält die Nord-Süd-Achse eine sehr leistungsfähige Infrastruktur. Nun müssen wir sie nur noch gescheit nutzen», sagt Jon Pult, Co-Präsident des Vereins «Nein zur 2. Gotthardröhre» und Präsident Alpen-Initiative. Ein temporärer Verlad der Lastwagen und Autos ist im Winterhalbjahr problemlos machbar. «Wer jetzt eine 2. Strassenröhre beschliesst, schadet der Umwelt, der Bahn, den Milliarden-Investitionen des Bundes und den Menschen entlang der Transitachsen», fügt Jon Pult hinzu.

Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels werden das Tessin und die Deutschschweiz so gut verbunden sein wie noch nie. Die Reisezeit von Zürich nach Lugano wird sich in naher Zukunft um eine Stunde reduzieren. Die SBB rechnen mit einer Verdoppelung der Passagierzahlen. «Das Tessin atmet die schlechteste Luft in der ganzen Schweiz. Dank der besseren Anbindung mit der Bahn und dank der Verlagerung der Gütertransporte auf die Schiene kann auch die Gesundheit der Menschen geschont werden», sagt Caroline Beglinger. Für Jon Pult ist zudem klar: «Es gibt keine Ausreden mehr, der Volkswille zur Verlagerung muss jetzt umgesetzt werden.»

Kontakt:

D / F: Caroline Beglinger, Co-Präsidentin des Vereins «Nein zur 2.
Gotthardröhre» und Co-Geschäftsleiterin des VCS, 079 310 11 86

D / I / Rumantsch: Jon Pult, Co-Präsident Verein «Nein zur 2.
Gotthardröhre» und Präsident Alpen-Initiative, 076 508 16 33



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