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Rumänische Regierung gibt Start von Cantus Mundi bekannt - soziale Integration mittels Musik

Bukarest, Rumänien (ots/PRNewswire) - Der rumänische Premierminister hat einem wegweisenden sozialen Integrationsprojekt, das Kinder aus den verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes durch Chormusik näher zusammenbringen soll, finanzielle Unterstützung seitens der Regierung zugesagt.

Cantus Mundi, eine Kreation des international bekannten Orchesterdirigenten Ion Marin, wurde vor zweieinhalb Jahren auf freiwilliger Basis ins Leben gerufen. Inzwischen haben sich bereits 1.600 Kinder aus sämtlichen Bevölkerungsschichten an dem Projekt beteiligt. Die Idee des Projekts besteht darin, rumänische Kinder aus sämtlichen ethnischen Gruppen, darunter auch Kinder mit Behinderung wie etwa Down-Syndrom-Patienten sowie arme und reiche Kinder, mithilfe der Musik zusammenzuführen.

Mit einem kleinen aber bedeutenden Zuschuss der Regierung und in Kooperation mit den Ministerien für Kultur, Bildung und Entwicklung wird beabsichtigt, im Rahmen dieses Projekts in den kommenden drei Jahren 100.000 Kinder zu erreichen.

"Cantus Mundi ist ein Projekt, das sich die soziale Integrationskraft der Musik zunutze macht," erklärte Maestro Marin während der landesweiten TV-Übertragung einer Galaveranstaltung aus dem rumänischen Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Bukarest.

"Ich bin überaus glücklich darüber, dass die rumänische Regierung Cantus Mundi zu einem landesweiten Projekt gemacht hat und es mit einem soliden Budget unterstützt. Zudem hoffe ich, die unterschiedlichen Elemente unserer Gesellschaft auf diese Weise näher zusammenbringen zu können," so Marin.

Zur offiziellen Unterstützung des Projekts betrat Premierminister Victor Ponta die Bühne in Begleitung seiner Tochter und erklärte: "Das Grösste im Leben ist es, Kindern eine Chance zu geben. Und dabei sollte Chancengleichheit für alle Kinder bestehen."

"Wenn Irina (seine Tochter) mich in zehn Jahren nach meiner grössten Errungenschaft als Premierminister fragt, kann ich ihr entgegnen, dass ich das Projekt Cantus Mundi unterstützt habe," sagte er.

In einem Land, das nach wie vor von sozialer und ethnischer Spaltung geprägt ist, unterstützt Cantus Mundi Kinder aus allen Schichten der Bevölkerung. Dies gilt auch für Kinder mit Behinderung, wie etwa für Down-Syndrom-Patienten und erblindete Kinder.

Marin, der als Gastdirigent der Hamburger Symphoniker auftritt, setzte sich vor 30 Jahren aus Rumänien ab, um dem Ceau?escu-Regime zu entgehen. Danach machte er sich zunächst in Wien einen Namen als Dirigent. Die Tatsache, dass er mittlerweile in seine Heimat zurückkehren und ein Projekt wie Cantus Mundi ins Leben rufen kann, zeige jedoch, welche Entwicklung Rumänien seit dem Ende des Kommunismus in den vergangenen 25 Jahren durchlaufen habe.

Das im Fernsehen übertragene Konzert ging mit der Europahymne "An die Freude" von Beethoven zu Ende - was laut Marin angesichts der Stellung seines Landes im neuen Europa ein gebührender Abschluss war.

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