Fight the Fakes

Zehn internationale Gesundheitsorganisationen beteiligen sich an einer weltweiten Kampagne zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen

Genf (ots/PRNewswire) -

- Gefälschte Arzneimittel stellen für Patienten und die breite
  Öffentlichkeit ein Risiko dar. Patienten glauben, authentische Arzneimittel zu
  erhalten, haben es jedoch in Wahrheit mit potenziell gefährlichen Produkten zu tun,
  die die Resistenz gegen echte Arzneimittel erhöhen und weitere Erkrankungen,
  Behinderungen oder gar den Tod nach sich ziehen können.
- Die Kampagne Fight the Fakes (http://www.fightthefakes.org) klärt über
  die Gefahren auf, die gefälschte Arzneimittel bergen, und dient denjenigen als
  Sprachrohr, die persönlich davon betroffen sind. Des Weiteren dient sie dem Austausch
  von Erfahrungsberichten all derjenigen, die dieser Bedrohung der öffentlichen
  Gesundheit ein Ende bereiten wollen.
- Organisationen und Einzelpersonen sind dazu eingeladen, sich an der Kampagne
  zu beteiligen und über die Gefahren von gefälschten Arzneimitteln aufzuklären. Dies
  erfordert eine weltweite Öffentlichkeitsarbeit und koordinierte Massnahmen vonseiten
  der relevanten Akteure.
- Fight the Fakes unterstützt den Mechanismus der Weltgesundheitsorganisation
  (WHO) zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen und ruft unter Beteiligung aller
  Interessenvertreter und unter der Leitung der WHO zu einer internationalen
  Zusammenarbeit auf.
 

Gefälschte Arzneimittel stellen für Patienten und die breite Öffentlichkeit ein zunehmendes Risiko dar. Um dem entgegenzutreten, haben sich zehn Partner[1] - darunter medizinische Fachleute, krankheitsspezifische Organisationen, Produktentwicklungspartnerschaften, Stiftungen, internationale Finanzinstitutionen sowie die forschungsbasierte Pharmaindustrie - zusammengetan, um auf die Gefahren von Arzneimittelfälschungen aufmerksam zu machen.

Die Kampagne Fight the Fakes (http://www.fightthefakes.org) ruft Organisationen und Einzelpersonen zu einer globalen Bewegung auf, die über diese zunehmende Bedrohung der öffentlichen Gesundheit aufklärt, über die bislang nur unzureichend berichtet worden ist.

"Arzneimittelfälschungen gehören zu den grössten Bedrohungen der weltweiten öffentlichen Gesundheit. Überall auf der Welt gibt es geld- und profitgierige Menschen, denen die Folgen - und die öffentliche Gesundheit - egal sind. Wir alle müssen gemeinsam gegen dieses globale Problem vorgehen, und sobald wir dazu in der Lage sind, werden wir weltweit grosse Fortschritte bei der Bekämpfung gefälschter Arzneimitteln machen", sagt Dr. Stephen Opuni, Geschäftsführer der ghanaischen Lebens- und Arzneimittelbehörde.

Bei Arzneimittelfälschungen nehmen Patienten fälschlicherweise an, sie erhielten authentische Arzneimittel, obwohl es sich in Wahrheit um Fälschungen handelt, die zu weiteren Erkrankungen, Behinderungen oder gar zum Tod führen können. Des Weiteren stellen gefälschte Arzneimittel insofern eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit dar, als dass sie zur Entwicklung von Arzneimittelresistenzen beitragen.

Wenngleich Menschen aus Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen oftmals einem grösseren Risiko ausgesetzt sind als Menschen aus Ländern mit hohem Einkommen, handelt es sich bei Arzneimittelfälschungen um ein globales Problem. Aus nahezu allen Regionen der Welt werden Arzneimittelfälschungen gemeldet. Laut Schätzungen der Der betroffenen Ländern handeln es sich bei bis zu einem Prozent der in Industrieländern verfügbaren Arzneimittel vermutlich um Fälschungen. Weltweit betrachtet steigt diese Zahl auf zehn Prozent, und in einigen Regionen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas kann der Anteil der im Umlauf befindlichen Arzneimittelfälschungen bis zu 30 Prozent betragen. In Afrika sind vermutlich ein Drittel aller Malariapräparate Fälschungen[2]. Schätzungen zufolge handelt es sich bei der Hälfte aller Arzneimittel, die im Internet auf Websites mit fehlender Angabe einer Standortadresse angeboten werden, um Fälschungen[3].

Bei gefälschten Produkten kann es sich um Nachahmungen von Markenprodukten, Generika und rezeptfreien Präparaten handeln. So gut wie jedes Arzneimittel kann gefälscht werden und ist bereits gefälscht worden - egal, ob "Lifestyle"-Präparate, wie z. B. gegen Erektionsstörungen und Übergewicht, oder lebensrettende Arzneimittel, wie solche gegen Malaria, Tuberkulose, HIV/AIDS, Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes und andere lebensbedrohliche Erkrankungen.

Die negativen Auswirkungen gefälschter Arzneimittel sind weit verbreitet, und aufgrund des komplexen Umfeldes, in dem Herstellung, Transport, Vertrieb und Verbrauch dieser Fälschungen vonstattengehen, wird es immer schwieriger, diesem Problem entgegenzuwirken. Die Partner der neuen Kampagne sind davon überzeugt, dass öffentliche Aufklärungsarbeit und koordinierte Massnahmen vonseiten aller Akteure, die an der Herstellung und am Vertrieb von Arzneimitteln beteiligt sind, von entscheidender Bedeutung sind, um dieser Bedrohung der öffentlichen Gesundheit entgegenzutreten. Die Partner bringen ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Erkenntnisse ein, sorgen gemeinsam für den Schutz von Patienten aus allen Regionen der Welt und rufen zur Schaffung und strikten Anwendung gesetzlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen für eine effiziente Bekämpfung dieser globalen Bedrohung auf.

Zur Unterstützung der Kampagne werden auf der dazugehörigen Website ( http://www.fightthefakes.org) Erfahrungsberichte von Menschen hervorgehoben, die bereits von Arzneimittelfälschungen betroffen sind, sowie von Menschen, die daran arbeiten, diesem Verbrechen Einhalt zu gebieten. Auf diese Weise soll auf die Gefahren und die Auswirkungen gefälschter Arzneimittel in unseren Gemeinschaften aufmerksam gemacht werden. Die Website dient ausserdem als Anlaufstelle für Organisationen und Einzelpersonen, die diese Aktion unterstützen möchten - ob durch den Austausch von Ressourcen, die Bekanntgabe von Handlungsmöglichkeiten oder die Beschreibung bereits vorhandener Massnahmen zur Bekämpfung gefälschter Arzneimittel.

An der Kampagne Fight the Fakes kann jeder teilnehmen, der im Bereich öffentliche Gesundheit tätig oder bereits aktiv an der Bekämpfung gefälschter Arzneimittel beteiligt ist, jedoch auch Interessierte aus anderen Bereichen, die hierzu einen Beitrag leisten möchten. Weitere Informationen zur Teilnahme an der Kampagne erhalten Sie unter http://www.fightthefakes.org.

Weiteres Informationsmaterial: Video: http://www.youtube.com/watch?v=t_tQFB99ArE

[1] International Council of Nurses (ICN) [http://www.icn.ch]; International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations (IFPMA) [http://www.ifpma.org/resources/infographics.html]; International Institute of Research Against Counterfeit Medicines (IRACM) [http://www.iracm.com/en]; Medicines for Malaria Venture (MMV) [http://www.mmv.org]; NCD Alliance [http://www.ncdalliance.org]; The Fondation Chirac [http://www.fondationchirac.eu/en]; The Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria [http://www.theglobalfund.org/en]; World Heart Federation (WHF) [http://www.world-heart-federation.org]; World Medical Association (WMA) [http://www.wma.net/en/10home/index.html]; U.S. Pharmacopeial Convention (USP) [http://www.usp.org].

[2] http://www.thelancet.com/journals/lancetid/article/PIIS1473-3099%2812%2970064-6/abstract [http://www.thelancet.com/journals/lancetid/article/PIIS1473-3099(12)70064-6/abstract]

[3] http://www.who.int/medicines/services/counterfeit/impact/ImpactF_S/en

Kontakt:

Weitere Informationen erhalten Sie unter info@fightthefakes.org,
Tel: +41 22 338 32 20



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