Dignitas

Dignitas lehnt Ansichten von Bischof Felix Gmür und der Kommission «Justitia et pax» zur Sterbehilfe ab - Dignitas bleibt heutiger Arena-Sendung bewussst fern

Zürich (ots) - Dignitas lehnt Ansichten von Bischof Felix Gmür und der Kommission «Justitia et pax» zur Sterbehilfe ab

Der schweizerische Verein «Dignitas - Menschenwürdig leben - Menschenwürdig sterben» lehnt die vom römisch-katholischen Bischof von Basel, Felix Gmür, am Freitag in Bern präsentierten Vorstellungen zur Sterbehilfe in der Schweiz der von der römisch-katholischen Bischofskonferenz der Schweiz eingesetzten Kommission «Justitia et pax» entschieden ab.

Einmal mehr versuchen damit religiös gebundene Kreise - nicht zuletzt unter dem in schweizerischen Kirchen ständig wachsenden Einfluss einer fünften Kolonne landesfremder rigider deutscher Theologen -, das vom Schweizerischen Bundesgericht und anschliessend vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg als Menschenrecht anerkannte Recht eines jeden Menschen, selber darüber entscheiden zu dürfen, wann und wie er sterben will, zu beschneiden. Damit setzt sich einmal mehr fort, was in der jahrhundertelangen Geschichte der Menschenrechte stets der Fall war: Jedes einzelne Menschenrecht hat immer gegen dessen erbitterte Ablehnung durch den Vatikan und dessen engstirnige Mitläufer durchgesetzt werden müssen.

Praxis der Freitodbegleitungen in der Schweiz problemlos

Die Anzahl und die Praxis der Freitodbegleitungen in der Schweiz stellen seit mehr als dreissig Jahren keinerlei Problem dar. Von den 67 606 Sterbefällen des Jahres 2015 in der schweizerischen Wohnbevölkerung entfielen gerade einmal 999 auf Freitodbegleitungen durch Exit (Deutsche Schweiz), Exit A.D.M.D. (Französische Schweiz) und Dignitas. Dies sind somit lediglich 1,6 Prozent.

Suizidversuchsprävention immer wichtiger

Die Beratungspraxis aller dieser Organisationen zeigt erfreulicherweise Jahr für Jahr, dass ungleich viel mehr Personen, also mehrere Tausend, durch das wegen der tabufreien Haltung gegenüber dem Suizid mögliche offene Gespräch mit Sterbewilligen auf einen beabsichtigten Suizidversuch haben verzichten können. Dies deshalb, weil mittels dieser ergebnisoffenen Beratung vernünftige Lösungen der Probleme erzielt werden konnten, welche diese Menschen zuerst an Suizid haben denken lassen. Demzufolge gehören diese Organisationen zu den wenigen im Lande, welche im Unterschied zu Kirchen und Sekten, die das Tabu des Suizids zu zementieren versuchen (meist auch durch Verwendung des irreführenden Begriffs des «Selbstmords»), tatsächlich eine grosse Anzahl von Suizidversuchen zu vermeiden helfen. Wer bloss gegen den Suizid als solchen kämpft und schon froh ist, dass ein Suizidversuch scheitert, unbekümmert darum, was dem gescheiterten Suizidenten deswegen möglicherweise geschehen ist, kann für sich keinerlei vernünftige Ethik in Anspruch nehmen.

Dignitas schlägt Arena-Einladung aus

Dignitas hat es auch konsequent abgelehnt, an der am Freitagabend stattfindenden Sendung «Arena» im Fernsehen DRS teilzunehmen. Diskussionen mit Personen, deren Weltbild jenem irakischer Lehmbauern vor 6'000 Jahren entspricht - Glauben an Schöpfung, Jungfrauengeburt, Himmelfahrt und ähnlich naturwissenschaftlich längst nachgewiesenen weiteren Unsinn - sind reine Zeit- und Geldverschwendung.

Kontakt:

Dignitas. Menschenwürdig leben - Menschenwürdig sterben.

Telefon +41 43 366 10 70
Email: dignitas@dignitas.ch

www.dignitas.ch


Das könnte Sie auch interessieren: