Initiative der Spender von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen"

Nach Enthüllungen von Spendenskandal.com: Almaz Böhm tritt in der Schweiz als Stiftungsratspräsidentin von "Menschen für Menschen" zurück

Frankfurt am Main/Zürich (ots) - Der Druck ist offenbar zu groß geworden! Nach den Enthüllungen der monatelang andauernden Informations- und Aufklärungskampagne von Spendenskandal.com und Rücktrittsforderungen Tausender Spender hat die bisherige Vorsitzende von "Menschen für Menschen", Almaz Böhm, endlich erste Konsequenzen gezogen. In der Schweizer Organisation ist sie nun als Präsidentin des Stiftungsrats und damit von der Leitung von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe zurückgetreten. Die Nachfolge übernimmt mit sofortiger Wirkung Rolf Knie, bislang Mitglied des Stiftungsrats. Damit reagieren Almaz Böhm und die Schweizer Organisation auf die schweren Vorwürfe wie Verschwendung von Spendengeldern, Ausbeutung von Tagelöhnern oder Investition in Protzbauten, die "Menschen für Menschen" seit Monaten erschüttern. Jürgen Wagentrotz, Sprecher von Spendenskandal.com: "Es freut uns sehr, dass Almaz Böhm und ,Menschen für Menschen' offenbar beginnen, sich ihrer Verantwortung den Spendern gegenüber zu stellen. Allerdings kann der Rücktritt in der Schweiz nur ein Anfang sein. Almaz Böhm muss sich auch in Deutschland und Österreich zurückziehen, um den Weg für die Selbstreinigung frei zu machen."

Anfang des Jahres waren die skandalösen Zustände bei Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe in Deutschland ans Licht gekommen, die von Verschwendung von Spendengeldern über Bilanzfälschung bis hin zum Horten von Spendengeldern in Millionenhöhe und zum Bau völlig überteuerter Schulbauten reichen. Unter Spendenskandal.com informiert die Initiative der Spender von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe seit Bekanntwerden des Skandals über die Verfehlungen. Außerdem haben seitdem Tausende Spender ihre Enttäuschung über die negativen Entwicklungen bei Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe geäußert und mit über 2.000 Protestbriefen den Rücktritt von Almaz Böhm gefordert.

Spendeneinnahmen dramatisch eingebrochen

Die Reaktion von Almaz Böhm in der Schweiz hat laut Insidern vor allem mit dem schweren Schaden zu tun, den Almaz Böhm mit ihren Eskapaden in den vergangenen Monaten angerichtet hat und der die deutsche Organisation von "Menschen für Menschen" ebenso betrifft wie die der Schweiz und Österreichs. Sie sei nicht mehr tragbar, soll es bei "Menschen für Menschen" mittlerweile heißen. Denn durch die andauernden Skandale wurden nicht nur das Image der Organisation und das Vertrauen der Spender nachhaltig beschädigt, auch die Spendeneinnahmen sollen massiv eingebrochen sein. Allein in der Schweiz ist von einem Rückgang um rund 50 Prozent die Rede.

Auch in Deutschland und Österreich steht Rücktritt bevor

Der Rücktritt in der Schweiz könnte deshalb der Anfang vom Ende der Ära Almaz Böhm gewesen sein. Laut Insidern soll auch ihr Rücktritt in Deutschland und Österreich unmittelbar bevorstehen. Jürgen Wagentrotz: "Es wäre der richtige Schritt, um auch den verunsicherten Spendern gegenüber ein deutliches Zeichen zu setzen. Allerdings muss einem Rücktritt von Almaz Böhm in Deutschland auch die Wahl eines komplett neuen Vorstands folgen. Der jetzige trägt die Fehlentscheidungen der letzten Jahre mit und hat in den vergangenen Monaten keine Spur von Einsicht gezeigt." Anders als der jahrelange Geschäftsführer von "Menschen für Menschen" Deutschland, Axel Haasis, der bereits im März seinen Platz geräumt hatte, um einen Neuanfang der Stiftung zu ermöglichen. Dass das Unrechtsbewusstsein im Vorstand von "Menschen für Menschen" bis heute wenig ausgeprägt ist, zeigt unter anderem, dass die seit mittlerweile fünf Jahren von Großspendern geforderten Abrechnungen überteuerter Schulbauten in Äthiopien nicht offengelegt werden. Neben der Finanzierung von Protzbauen in Äthiopien mittels Spendengeldern soll - laut Mitarbeitern von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe - auch die Familie von Almaz Böhm in Äthiopien einen aufwendigen Lebensstil pflegen und in Luxusimmobilien wohnen.

Rücktritt entlarvt DZI-Entscheidung als Fehlurteil

Durch den ersten Rücktritt von Almaz Böhm, der vor allem als Schuldeingeständnis zu werten ist, wird auch die Entscheidung des DZI, "Menschen für Menschen" nach seiner "Sonderprüfung" das Spendensiegel nicht abzuerkennen, ad absurdum geführt. Das DZI hatte "Menschen für Menschen" verschont und das begehrte Spendensiegel nicht entzogen, obwohl die Stiftung unter anderem nachweislich mehrere Millionen Euro an den Büchern der Stiftung vorbeiinvestiert hatte. Eine Entscheidung, die auch bei renommierten Spendenexperten wie Stefan Loipfinger, Autor des Buches "Die Spendenmafia", Unverständnis hervorruft.

Spendenwarnung bestätigt

Solange die Verfehlungen nicht vollständig aufgeklärt sind und die Verantwortlichen, neben Almaz Böhm auch die anderen Vorstandsmitglieder in Deutschland, nicht persönliche Konsequenzen gezogen haben, hält Spendenskandal.com seine Spendenwarnung in Bezug auf "Menschen für Menschen" aufrecht. Sprecher Jürgen Wagentrotz: "Spender sollten Organisationen unterstützen, die nachweislich ordentlich mit Spendengeldern wirtschaften und diese sinnvoll einsetzen. Bei ,Menschen für Menschen' ist dies leider derzeit nicht der Fall."

Kontakt:

Spendenskandal.com
Initiative der Spender von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe "Menschen
für Menschen"
E-Mail: presse@Spendenskandal.com
Telefon: +49 175 1083762


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