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Von europäischen Datenschutzbeauftragten durchgeführte Umfrage unterstützt mehr Datenschutz für Europas Schulkinder

- Neuer Bericht drängt Online-Dienstleister, Regulatoren, politische Entscheidungsträger, Schulen und Eltern, gezielte Werbung für Schüler offiziell zu verbieten

Brüssel (ots/PRNewswire) - Kinder, die in der Schule Cloud-Computing-Technologien nutzen, laufen Gefahr, dass ihre Privatsphäre verletzt wird,, wenn sie nicht zusätzlich geschützt werden. Das ergab eine neue Umfrage [http://www.safegov.org/media/53807/safegov.org_report_on_protection_vulnerable_data_subjects.pdf] von europäischen Datenschutzbeauftragten, die heute von SafeGov.org veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung des Berichts erfolgt zeitgleich mit der International Conference of Data Protection and Privacy Commissioners, einer internationalen Datenschutzkonferenz, die diese Woche in Warschau stattfindet.

Die Untersuchung spricht sich in weiten Teilen für Schutzmaßnahmen aus, vor allem für besonders anfällige Cloud-Benutzergruppen in öffentlichen Einrichtungen. Dazu gehören beispielsweise Schulkinder, Beschäftigte im öffentlichen Dienst oder im Gesundheitswesen sowie deren Patienten, die dem Risiko ausgesetzt sind, dass ihre Daten erfasst und zur Erstellung von Profilen zu Werbezwecken verwendet werden. Die Mehrheit der Teilnehmer befürwortet Verhaltenskodizes, in denen Regelungen festgelegt werden, zu deren Einhaltung Schulen und Cloud-Anbieter sich dann auf freiwilliger Basis verpflichten können. Nach der Empfehlung von SafeGov.org sollten diese Kodizes eine verbindliche Zusage beinhalten, auf die Verarbeitung und weitere Nutzung der persönlichen Daten von Schülern zu Werbezwecken zu verzichten, solange diese sich in der Schule befinden.

"Immer mehr Schulen in Europa nutzen kommerzielle Cloud-Dienstleistungen. Zwar liegen die Vorteile ihres Einsatzes - einfache Handhabung, Kosten und Einfachheit - klar auf der Hand, aber dennoch sind die Benutzer im Bildungsbereich besonders anfällig und bedürfen daher besonderer Datenschutzbemühungen. Wir empfinden die Unterstützung, die zum Ausdruck gebracht wird, wenn es um den Schutz von Schulkindern geht, als beruhigend, und wir fordern heute von denjenigen, die für die Cloud, die entsprechenden Vorschriften und das Bildungswesen verantwortlich sind, eine klare, auf festen Prinzipien aufbauende Zusage, zielgerichtete Werbung an Schulen zu verbieten", erklärt Jeff Gould, der Präsident von SafeGov.org.

SafeGov.org hat diese Umfrage durchgeführt, weil die Organisation Bedenken hatte, dass die Verwendung von Cloud-Diensten auf der Basis von Verbrauchertechnologien, die so konzipiert sind, dass die Benutzer und ihr Verhalten erfasst und Profile davon angelegt werden, es den Cloud-Anbietern ermöglichen könnte, Informationen über Schulkinder und Angehörige anderer Organisationen aus dem öffentlichen Sektor zu sammeln, zu denen sie keinen Zugang haben sollten. Dies steht eindeutig im Widerspruch zu den Datenschutzgesetzen der EU.

Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus dieser Umfrage ruft SafeGov.org die für den Datenschutz in Europa zuständigen Behörden sowie die Europäische Kommission, die Bildungsministerien der einzelnen Nationalstaaten, die europäischen Schulen und die Elternverbände dazu auf anzuerkennen, dass kostenlose kommerzielle Cloud-Dienste den Schulen zwar große Vorteile bieten, aber sorgfältig reguliert werden müssen, damit gewährleistet bleibt, dass keine Datenschutzbestimmungen durch Werbung in Schulen verletzt werden. Sie sollten auf nationaler Ebene - und möglicherweise auch auf EU-Ebene - Verhaltenskodizes als einen Mechanismus einführen, durch den die Privatsphäre von Schulkindern gewahrt bleiben soll. Dieses Rahmenwerk könnte auch für andere anfällige Benutzergruppen von Cloud-Diensten in Organisationen aus dem öffentlichen Sektor angewandt werden.

In den Gesprächen, die SafeGov.org mit den Datenschutzbeauftragten geführt hat, kam zum Ausdruck, dass die Datenschutzbehörden mit den Schulen gemeinsam Kriterien ausarbeiten sollten, die dann für die Auswahl der Cloud-Anbieter verwendet werden sollen.

Zusätzlich empfiehlt SafeGov.org den Cloud-Dienstleistern im Bericht, dass diese ihre Datenschutzrichtlinien und die entsprechenden Praktiken dahin gehend überprüfen und überarbeiten sollen, dass die besprochenen Standards für den Online-Datenschutz in Schulen erfüllt werden können. Dies soll insbesondere durch eine rechtswirksame Zusicherung geschehen, bei der Bereitstellung von Leistungen für Schulen weder Benutzerprofile für Werbezwecke anzulegen noch Data-Mining zu betreiben.

In Anbetracht der Erkenntnisse rief SafeGov.org die europäischen Datenschutzbehörden dazu auf, den derzeitigen Schwerpunkt ihrer Untersuchungen auf die Datenschutzrichtlinien großer Internetunternehmen auszudehnen, um den besonderen Fall solcher betroffenen Personen zu berücksichtigen, die Cloud-Dienste in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen nutzen. Das Gleiche gilt natürlich auch für staatliche und regionale Behörden und Krankenhäuser.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier: http://www.safegov.org/media/53807/safegov.org_report_on_protection_vulnerable_data_subjects.pdf [http://www.safegov.org/media/53807/safegov.org_report_on_protection_vulnerable_data_subjects.pdf]

Presseanfragen: Kate Tellier unter kate.tellier@safegov.org[mailto:kate.tellier@safegov.org] oder +32-479-90-8727.

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