Publikumsrat SRG Deutschschweiz

Service public über Generationen hinweg

SRF Tagesschau / Keyvisual / Copyright: SRF / Die Veröffentlichung im Zusammenhang mit Hinweisen auf die Programme von Schweizer Radio und Fernsehen ist honorarfrei und muss mit dem Quellenhinweis erfolgen. Jede weitere Verwendung ist honorarpflichtig, insbesondere auch der Wiederverkauf. Das Copyright bleibt bei Media Relations SRF. Wir ...

Zürich (ots) - Etwas für die Jüngeren, etwas für die eher Älteren und etwas für alle: Der Publikumsrat SRG.D beschäftigte sich mit drei völlig unterschiedlichen Sendegefässen - und erteilte allen gute Noten. Unter Beobachtung standen das News-Flaggschiff «Tagesschau», die Video-Webserie «True Talk» und die fünftägige Spezial-Radiosendung «Dorfplatz».

«Tagesschau», Fernsehen SRF 1

Die «Tagesschau» ist die älteste Sendung von Schweizer Radio und Fernsehen SRF und wird neben «Meteo» am häufigsten geschaut. Laut Sendungsporträt hat die «Tagesschau» den Auftrag, über Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Gesellschaft, und Wissenschaft zu berichten, einen Überblick über die wichtigen Ereignisse des Tages zu geben, so dass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer aufgrund der gelieferten Fakten ihre eigene Meinung bilden können. Glaubwürdigkeit, Faktentreue und Verständlichkeit sind die wichtigsten Ziele der «Tagesschau»-Berichterstattung.

Die «Tagesschau» erhält vom Publikumsrat für ihre klare Struktur, für die in der Regel gut recherchierten, spannenden und glaubwürdigen Beiträge und die aufschlussreichen Infografiken gute Noten. Der Rat kommt zum Schluss, dass es der Newssendung sowohl am Mittag wie auch zur Hauptsendezeit und spätabends gelingt, im Sinne des Service public einen Überblick über die relevanten aktuellen Geschehnisse zu vermitteln. Besonders geschätzt werden Vertiefung und Einordnung der Ereignisse. Auf ein mehrheitlich positives Echo stiess auch der «News-Flash», der neuerdings auf SRF 2 ausgestrahlt wird.

Die Moderation der «Tagesschau» wird als kompetent und ansprechend wahrgenommen, das Fachwissen der Korrespondentinnen und Korrespondenten als Bereicherung. Der Publikumsrat regt aber an, Form und Menge der Duplex-Gespräche allenfalls zu überdenken. Optimierungsmöglichkeiten sieht er bei der Qualität der Interviewfragen und der Auftrittskompetenz einzelner Korrespondentinnen und Korrespondenten. Zudem würden es einige Ratsmitglieder begrüssen, wenn im Themenmix vermehrt auch positive News Platz finden würden.

«True Talk», SRF Virus

In der Video-Webserie «True Talk» bringt SRF Virus jede Woche Menschen vor die Kamera, die wegen bestimmter Eigenschaften, Vorlieben, Berufe und/oder Merkmale häufig mit Vorurteilen zu kämpfen haben. In den zwei- bis dreiminütigen Folgen von «True Talk» werden die Porträtierten nicht nur mit den entsprechenden Klischee-Vorstellungen, sondern auch mit provokativen Fragen konfrontiert, zu denen sie sich offen und ungeschminkt direkt vor der Kamera äussern können.

Dem Publikumsrat gefällt «True Talk» als innovatives, kurzweiliges und frisches Sendegefäss mit Tiefgang, das trotz Kürze, minimalem Setting und sparsamem Einsatz von Technik zum Nachdenken oder Diskutieren über gängige Vorurteile anregt. Beeindruckt zeigte sich der Rat von der Auswahl der Protagonistinnen und Protagonisten und dem Mut, wie sich diese vor der Kamera präsentieren. Ebenfalls geschätzt wird der übersichtliche und mit Zusatzinfos angereicherte Webauftritt. Optimierungsbedarf wurde einzig in der Verlinkung zu SRF Virus geortet. Der Publikumsrat ist überzeugt, dass sich die Kurzbeiträge dieser Webserie zur Verbreitung über Social Media bestens eignen und der Mediennutzung der jungen Zielgruppe entsprechen und dass «True Talk» aber auch darüber hinaus sein Publikum findet.

«Dorfplatz», SRF Musikwelle

Unter dem Titel «Dorfplatz» schlug SRF Musikwelle vom 1. bis 5. Mai ihre Zelte in Sent auf. In dieser Spezialwoche entfielen alle üblichen Strukturbeiträge, die Gespräche und Sendungen drehten sich ausnahmslos um das Dorfleben der kleinen Bündner Gemeinde. Vor Ort waren ein Team der Musikwelle sowie - erstmals für diesen Sender - zwei Mitglieder aus dem Online-Bereich, die vorproduzierte, aber auch Live-Beiträge realisierten.

Der «Dorfplatz» kam beim Publikumsrat als Ganzes gut an und sowohl die Radio- wie auch die Videobeiträge gefielen mehrheitlich. Nicht zu überzeugen vermochten die Romanisch-Lektionen. Selbst diejenigen Ratsmitglieder, die im Vorfeld befürchtet hatten, dass ein Dorf mit lediglich 900 Seelen zu wenig Stoff für eine Spezialwoche bieten würde, waren sowohl von der Rechercheleistung des Redaktionsteams, als auch vom breiten Themenspektrum der Sendungen beeindruckt. Komplimente gab es für den übersichtlichen, informativen Webauftritt und die bewegten Bilder im Netz, welche die Musikwelle für einmal auch zum Seherlebnis werden liessen.

Über die SRG Deutschschweiz (SRG.D)

Die SRG Deutschschweiz ist eine der vier Regionalgesellschaften des Vereins SRG SSR, welcher das grösste Medienunternehmen der Schweiz mit öffentlichem Auftrag betreibt. Der Verein gewährleistet einen wirtschaftlich und politisch unabhängigen audiovisuellen Service public in allen Landesteilen. www.srgd.ch

Über den Publikumsrat

Die Publikumsräte und Programmkommissionen des Vereins SRG sind Schnittstellen zwischen den Programmschaffenden und dem Publikum. Alle vier Regionalgesellschaften und swissinfo.ch haben je einen eigenen Publikumsrat. Als Vertreter verschiedener Bevölkerungskreise beurteilen deren Mitglieder die publizistischen Leistungen der SRG. www.publikumsrat.ch

Kontakt:

Kathy Gerber, Vizepräsidentin Publikumsrat SRG.D, +41 79 646 35 67


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