International Sweeteners Association (ISA)

Hochqualitative Forschung zeigt konsistent die Vorteile von kalorienarmen Süßstoffen für die Gewichtsregulierung

Brüssel (ots/PRNewswire) - Erklärung der Internationalen Gesellschaft für Süßstoffe ISA als Reaktion auf die Studie von AZAD et al.

Die Schlussfolgerungen einer neuen systematischen Überprüfung durch Azad et al.[1], dass kalorienarme Süßstoffe laut den Ergebnissen von Beobachtungskohortenstudien mit dem Risiko von Gewichtszunahme und Herzerkrankungen verbunden sein könnten, werden nicht von den kollektiven wissenschaftlichen Beweisen der gut konzipierten Humaninterventionsstudien (http://www.sweeteners.org/category/38/benefits/49/benefits-in-weight-management) und vorherigen sorgfältigen systematischen Überprüfungen und Meta-Analysen[2],[3] gestützt. Vor allem werden diese Behauptungen nicht durch die Ergebnisse der Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) bestätigt, die von den Autoren dieses Papiers durchgeführt wurden.

Tatsächlich hat eine hohe Anzahl von klinischen Untersuchungen durchgängig gezeigt, dass kalorienarme Süßstoffe bei der Gewichtskontrolle helfen können, wenn sie anstelle von Zucker verwendet werden und Bestandteil einer gesunden Ernährung und eines gesunden Lebensstils sind. Entgegen der Aussagen in der Studie von Azad et al. erbringen Beobachtungskohortenstudien absichtlich nicht den Nachweis und können nicht den Beweis liefern, dass kalorienarme Süßstoffe mit Gewichtszunahme oder Herzerkrankungen in Verbindung stehen, da sie systematischen Fehlern, so genannten Verzerrungen, unterliegen und umgekehrte Kausalität nicht ausgeschlossen werden kann. Bedeutsam ist, dass es keine einzige veröffentlichte randomisierte kontrollierte Studie gibt - der Goldstandard in der Ernährungsforschung - die gezeigt hat, dass die Verwendung kalorienarmer Süßstoffe zu Gewichtszunahme oder negativen Auswirkungen auf die Gesundheit führen kann.

Um die Feststellungen der Veröffentlichung von Azad et al. in Zusammenhang zu setzen: Einige Beobachtungsstudien haben ergeben, dass übergewichtige oder adipöse Menschen und Personen mit Diabetes oder anderen kardiometabolischen Gesundheitsproblemen, die normalerweise mit Fettleibigkeit einher gehen, dazu neigen, häufiger kalorienarme Süßstoffe zu verwenden. Dies geschieht jedoch möglicherweise als Versuch und als eine Strategie, ihre Kalorienzufuhr und ihren Zuckerkonsum zu senken, was bei diesen Gesundheitszuständen eine gängige Ernährungsempfehlung ist. Bei den meisten Beobachtungsstudien dämpft oder verringert die Anpassung von adipositasbezogenen Variablen zudem die beobachteten Zusammenhänge und führen nicht mehr zu signifikanten Zusammenhängen.[4]

Um die Beobachtung von höheren Fettleibigkeitsraten bei häufigen Konsumenten von kalorienarmen Süßstoffen der Verwendung von kalorienarmen Süßstoffen per se zuschreiben zu können, statt zu einigen anderen, nicht gemessenen verzerrenden Faktoren, um so den Kausalzusammenhang nachzuweisen, ist eine randomisierte kontrollierter Studie erforderlich. Das ist das einzige Studiendesign für Humanstudien mit dem Ursache und Wirkung aufgezeigt werden können, und im Fall der Wirkung von kalorienarmen Süßstoffen auf das Körpergewicht weisen die Ergebnisse von RCTs eindeutig und konsistent auf einen geringfügigen Vorteil der Verwendung von kalorienarmen Süßstoffen bei der Gewichtsreduktion und dem Halten des Gewichts hin.[2],[3] Vor allem haben Studien über einen längeren Zeitraum einen höheren Gewichtsverlust und bessere Gewichtskontrolle durch die Verwendung von kalorienarmen Süßstoffen belegt (http://www.sweeteners.org/category/5/research/3/new-clinical-trial-on-the-effects-of-low-calorie-sweetened-beverages-on-body-weight).[5],[6]

Überraschenderweise weisen die Autoren auch darauf hin, dass "die Evidenz von RCTs nicht deutlich die beabsichtigten Vorteile von Süßstoffen ohne Nährwert für die Gewichtsreduktion unterstützt". Die Auswahlkriterien für die Meta-Analyse von RCTs in dieser Studie führten jedoch zum Ausschluss mehrerer gut konzipierter klinischer Studien, die in einer vorherigen, gründlichen systematischen Prüfungen und Meta-Analyse von Rogers et al.[3] einbezogen waren.

In einer Zeit, in der Fettleibigkeit und damit verbundene Gesundheitszustände auf dem Vormarsch sind, können kalorienarme Süßstoffe eine hilfreiche Unterstützung für eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil sein. Das wird durch deutliche wissenschaftliche Belege aufgezeigt, die zum dem Schluss kommen, dass ihr Konsum anstelle von Zucker insgesamt zu einer verminderten Energieaufnahme und einer geringen Gewichtsabnahme führt.

Hinweis für die Redaktion:

Bitte besuchen Sie für weitere Informationen über kalorienarme Süßstoffe die Website http://www.sweeteners.org oder kontaktieren Sie das ISA-Sekretariat, indem Sie hier klicken.

Quellenangaben:

1. Azad M., Abou-Setta AM., Chauhan BF., et al. Nonnutritive 
   sweeteners and cardiometabolic health: a systematic review and 
   meta-analysis of randomised controlled trials and prospective 
   cohort studies. Canadian Medical Association Journal, July 2017; 
   189: E929-39
2. Miller PE, Perez V. Low-calorie sweeteners and body weight and 
   composition: a meta-analysis of randomized controlled trials and 
   prospective cohort studies. Am J Clin Nutr 2014; 100: 765-77 (http
   ://www.sweeteners.org/category/21/article/25/low-calorie-sweetener
   s-and-body-weight-and-composition-a-meta-analysis-of-randomized-co
   ntrolled-trials-and-prospective-cohort-studies).
3. Rogers PJ, Hogenkamp PS, de Graaf C, et al. Does low-energy 
   sweetener consumption affect energy intake and body weight? A 
   systematic review, including meta-analyses, of the evidence from 
   human and animal studies. Int J Obes (Lond) 2016; 40: 381-94 (http
   ://www.sweeteners.org/category/21/article/71/does-low-energy-sweet
   ener-consumption-affect-energy-intake-and-body-weight-a-systematic
   -review-including-meta-analyses-of-the-evidence-from-human-and-ani
   mal-studies).
4. Romo-Romo A., Aguilar-Salinas CA, Gomez-Diaz RA., et al. 
   Non-nutritive sweeteners: Evidence on their association with 
   metabolic diseases and potential effects on glucose metabolism and
   appetite. Rev Invest Clin. 2017 May-Jun; 69(3): 129-138
5. Blackburn GL, Kanders BS, Lavin PT, et al. The effect of aspartame
   as part of a multidisciplinary weight-control program on short- 
   and long-term control of body weight. Am J Clin Nutr 1997; 65: 
   409-18
6. Peters JC, Beck J, Cardel M, et al. The effects of water and 
   non-nutritive sweetened beverages on weight loss and weight 
   maintenance: a randomized clinical trial. Obesity (Silver Spring) 
   2016; 24: 297-304 

Kontakt:

+32(0)2-736-53-54



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