Franke Group

Jahresabschluss 2014: Franke Gruppe erzielte gutes organisches Wachstum und höhere operative Profitabilität

Aarburg (ots) - Für die Franke Gruppe war das Geschäftsjahr 2014 trotz eines herausfordernden Marktumfeldes insgesamt ein erfolgreiches Jahr. Der Nettoumsatz stieg erneut an und war wesentlich getrieben durch organisches Wachstum. Zu diesem Wachstum trugen nahezu alle Divisionen bei. Eine höhere operative Profitabilität konnte ebenfalls erreicht werden - dank Umsatzzuwächsen und deutlicher Effizienzverbesserungen aufgrund des 2013 lancierten Programms «Operational Excellence». Allerdings werden die Bedingungen im kommenden Jahr 2015 infolge der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank zur Abkopplung des Frankens vom Euro für die Franke Gruppe einige Herausforderungen mit sich bringen.

   - Umsatzanstieg um 3,1% auf CHF 2,13 Milliarden 
   - Gutes organisches Wachstum von 3,8% 
   - Anstieg des EBITDA um 14,0% gegenüber Vorjahr;
     EBITDA-Marge erreichte 10,8% (2013: 9,7%) 
   - Steigerung des EBIT um 21,1%, der sich auch in einer
     verbesserten EBIT-Marge von 6,3% widerspiegelte 
   - Eigenkapitalquote um 0,5% auf 53,4% verbessert 

«2014 sind wir im Hinblick auf Umsatz und Profitabilität auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Obwohl das Marktumfeld schwierig war, konnten wir zum Jahresende ein gutes organisches Umsatzwachstum erreichen», so Alexander Zschokke, CEO der Franke Gruppe. «Das organische Wachstum wurde von nahezu allen Divisionen getragen. Besonders erfreulich war das von Franke Kitchen Systems verzeichnete stabile und solide Wachstum. Wir konnten 2014 auch Marktanteile hinzugewinnen, insbesondere in der Schlüsselregion Europa. Ausserdem haben wir in den letzten zwei Jahren nachhaltige Kosten- und Effizienzverbesserungen konsequent verfolgt - mit dem Resultat, dass unsere Unternehmensstruktur leistungsfähiger geworden ist. Daneben haben wir bedeutende Investitionen in die Entwicklung wichtiger innovativer Produkte getätigt, vor allem in den Divisionen Franke Kitchen Systems, Franke Foodservice Systems und Franke Coffee Systems.»

Höheres organisches Wachstum

Die Franke Gruppe erzielte einen konsolidierten Nettoumsatz von CHF 2,13 Milliarden gegenüber 2013 mit CHF 2,07 Milliarden. Dies entspricht einem Anstieg um 3,1% (2013: 2,9%). Hauptwachstumstreiber war das organische Wachstum, das 3,8% betrug und damit das Wachstum des Vorjahres (0,5%) klar übertraf. Alle Divisionen erzielten ein positives organisches Wachstum mit Ausnahme von Franke Foodservice Systems, wo die Umsätze stagnierten. Hauptgrund hierfür war eine Nachfrageschwäche in Asien. Die Akquisitionen trugen mit 2,2% zum Wachstum bei. Die Währungsumrechnung schlug sich aufgrund eines stärker gewordenen Frankens mit -2,9% negativ auf den Konzernumsatz nieder.

Verbesserte operative Profitabilität dank «Operational Excellence»-Programm

EBIT erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 von CHF 111,9 Millionen auf CHF 135,4 Millionen. Dies ist ein Anstieg von 21,1%, der sich auch in einer verbesserten EBIT-Marge nach Restrukturierung von 6.3% (2013: 5.4%) widerspiegelte. Die Restrukturierungskosten belasteten jedoch auch das Jahresergebnis 2014. Insgesamt beliefen sie sich auf CHF 12,9 Millionen (2013: CHF 3,7 Millionen), darin enthalten sind Ausgaben für 2014 und Rückstellungen für Restrukturierungsmassnahmen, die im Jahresverlauf angekündigt wurden und im Jahr 2015 abgeschlossen sein werden.

Zur Verbesserung des EBIT führten sowohl Umsatzwachstum, überwiegend stabile Wechselkurse und Rohstoffpreise als auch eine Reihe interner Kosteneffizienz-Initiativen unterschiedlicher Art. Letztere beruhen auf dem «Operational Excellence»-Programm der Gruppe, das Mitte 2013 eingeführt wurde und nun Früchte trägt. Das Programm mit seinen vier Workstreams «Purchasing Excellence, Complexity Pruning, Footprint Optimization und SG&A Optimization» hat wesentlich zur Stärkung der Ertragskraft von Franke beigetragen.

Die gesamten betrieblichen Investitionen betrugen im Berichtszeitraum CHF 87,4 Millionen gegenüber CHF 226,6 Millionen im Vorjahr und schlossen auch die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände ein. Die Zahlen des letzten Jahres umfassten ausserdem die bezahlten Kaufpreise für die Akquisitionen der Armaturenhersteller KWC/Schweiz und Nokite/China sowie des Herstellers von Saucen- und Dosierflaschen FundaMetal Design/Kanada.

Mit 8'964 Beschäftigten zum 31. Dezember 2014 lag der Personalstand um 273 niedriger als zum gleichen Datum des Vorjahres.

2014 viele Innovationen und Produktentwicklungen vorangetrieben

Eine tragende Säule der «One Franke»-Strategie ist die von der Gruppe vorangetriebene ständige Weiterentwicklung und Erneuerung des Kundenangebots - und ist damit eine Schlüsselrolle für künftiges Wachstum. Im Jahr 2014 entwickelte die Gruppe erfolgreich neue Produktplattformen über alle Divisionen hinweg. Die Division Franke Coffee Systems hat an der strategisch wichtigen Verjüngung ihres Produktsortiments gearbeitet. Um ihre Führungsposition in diesem Bereich zu verteidigen, hat Franke die Produktzuverlässigkeit, Bedienfreundlichkeit und «In-Cup»-Qualität durch die Entwicklung der neuen Kaffeemaschinen A200 und A600 sowie ihrer ersten Kapselkaffeemaschine C250 erheblich verbessert. Alle Maschinen wurden auf der Internorga in Hamburg im März 2015 erfolgreich vorgestellt.

Bei Franke Kitchen Systems wurde als wichtige Initiative die neue Produktlinie «Frames by Franke» lanciert. Dabei handelt es sich um ein integriertes modulares Küchensystem, das auf einer genauen Analyse beruht, wie Verbraucher Essen zubereiten und kochen. Das Konzept «Frames by Franke», in dem sämtliche Komponenten zeitgemässer Küchen bezogen auf Design, Materialien und Funktion aufeinander abgestimmt sind - also von der Spüle, die passende Armatur und Abzugshaube bis hin zu Elektrogeräten -, wurde erstmals auf der Living Kitchen in Köln 2015 vorgestellt.

Zudem hat Franke Foodservice Systems gemeinsam mit Primaira LLC eine exklusive Version des «Air Purification System» des US-Technologieanbieters entwickelt, das in Kühlräumen in der Systemgastronomie zum Einsatz kommt. Das bereits bei Schiffen angewendete und bewährte Produkt verdoppelt die Frischhaltezeiten von Obst und Gemüse, indem es Ozon zur Beseitigung von Mikroben verwendet, die Verderb und Geruchsentwicklung verursachen.

Darüber hinaus ist Franke eine Kooperationsbeziehung mit der Intel* Corporation eingegangen. Zusammen will man die Franke-Produkte über die verschiedenen Unternehmensbereiche hinweg mit Hilfe von Technologie-Innovationen weiterentwickeln. «Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit mit der Franke Gruppe als ein Weltmarktführer für Küchensysteme für den privaten Gebrauch sowie für den professionellen Foodservice-Bereich bis hin zu Wasser- und Getränkesystemen. Mithilfe von Intel-Technologie wird Franke seine Produkte durch attraktive neue IoT (Internet of Things)-Fähigkeiten erweitern, seine Marktführerschaft unter Beweis stellen und seinen Kunden neue, interessante und nützliche Funktionen bieten können», betont Christian Morales, Corporate Vice President und General Manager von Intel für EMEA. «Für uns ist die Zusammenarbeit mit Intel, einem der weltweit führenden Technologie-Innovatoren, eine grossartige Chance, spannende Möglichkeiten zur Weiterentwicklung unserer Franke-Produkte zu entdecken und unseren Kunden echten Mehrwert zu liefern», ergänzt Alexander Zschokke, CEO der Franke Gruppe. Franke wird die produktbezogenen Mitteilungen hierzu entsprechend im Laufe des Jahres 2015 herausgeben.

Ausblick

Das Jahr 2014 wurde eindeutig geprägt durch die organisatorische Neuausrichtung im Sinne der «One Franke»-Strategie. Erhebliche Anstrengungen wurden in die Weiterentwicklung des Unternehmens investiert. Deren Ergebnis sind mittlerweile strukturelle Verbesserungen und innovative neue Produkte, die ein starkes Fundament für nachhaltiges und profitables Wachstum bilden.

Der Start ins neue Geschäftsjahr 2015 hat sich angesichts der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, den Schweizer Franken vom Euro abzukoppeln, als sehr schwierig erwiesen. Aufgrund der erheblichen Kostenbasis der Franke Gruppe in der Schweiz wird ein deutlich stärkerer Schweizer Franken sich nicht nur über die Währungsumrechnung negativ auswirken, sondern auch zu niedrigeren Gewinnmargen im Exportgeschäft und einem erhöhten Wettbewerbsdruck auf dem Heimatmarkt von Franke führen. Zur Kompensation dieser Negativeffekte wurden daher sowohl kurzfristige Massnahmen als auch mittelfristige strukturelle Anpassungen eingeleitet.

Vor diesem Hintergrund wird Franke 2015 das «Operational Excellence»-Programm durch weitere Umstrukturierungsmassnahmen ausweiten, um die Profitabilität der Gruppe zu erhalten und die Herausforderungen im Währungsbereich einzugrenzen. Der Schwerpunkt wird auf strukturellen Veränderungen liegen, die die Gruppe auf lange Sicht wettbewerbsfähig machen und die natürlichen Absicherungsmöglichkeiten einer globalen Aktivität und Präsenz maximieren sollen. Trotz volatiler Märkte und Unsicherheiten in den wichtigen Wirtschaftsräumen sieht die Franke Gruppe Chancen in allen Märkten und Segmenten und ist entschlossen, diese Chancen durch Steigerung der Kundennähe, Innovationen und Produktentwicklungen zu ergreifen.

Franke gehört zur Artemis Group und ist ein weltweit führender Anbieter von Lösungen und Ausstattungen für die Haushaltsküche, das private Bad, halb-/öffentliche Waschräume, die professionelle Systemgastronomie, die Kaffeezubereitung und die Getränkelieferung. Die Gruppe ist weltweit präsent und beschäftigt rund 9'000 Mitarbeitende in 37 Ländern, die einen Umsatz von rund CHF 2.1 Milliarden erwirtschaften.

Kontakt:

Gabriele Hepp		
Head of Communications

Franke Holding AG
T +41 62 787 3358
M +41 79 108 3225
E gabriele.hepp@franke.com


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