Europäisches Patentamt (EPA)

Die Schweiz ist das patentfreudigste Land Europas

Brüssel, Belgien (ots) - Europäisches Patentamt (EPA) veröffentlicht Jahreszahlen 2012:

- EPA mit Rekorden bei Patentanmeldungen und erteilten Patenten

- Schweiz Nr. 3 bei Patentanmeldungen in Europa, Nr. 7 weltweit

- 5% Zuwachs gegenüber Vorjahr, 19% im Vergleich zu 2009

- In keinen Land so viele Patentanmeldungen pro Einwohner

- Grösstes Wachstum bei Patentanmeldungen kommt aus Asien

- Samsung ist neue Nummer 1 im Anmelder-Ranking

- Benoît Battistelli: "Europas Unternehmen setzen auf Innovationen 
als Weg aus der Krise" 

Die Schweiz ist das patentfreudigste Land Europas. In keinen anderen Land in Europa werden pro Einwohner so viele Patente angemeldet: 835 Anmeldungen auf eine Million Einwohner. (USA: 112, Frankreich: 150, Deutschland: 336).

Schweizer Unternehmen haben ihre Rolle als Technologieführer mit einer Bestmarke bestätigt: Mit 8'182 Patentanmeldungen - 5% mehr als im Jahr 2011 und 19% mehr als im Krisenjahr 2009 - ist die Schweiz die Nr. 3 in Europa, nach Deutschland und Frankreich, aber vor dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Italien und Schweden. 8.7% aller Einreichungen in Europa kamen aus der Schweiz.

"Das Wachstum der Einreichungen durch europäische Unternehmen ist ein deutliches Zeichen, dass die Wirtschaft auf Innovationen setzt, um die Krise zu überwinden", sagte EPA-Präsident Benoît Battistelli bei der Vorstellung der Jahreszahlen 2012 heute in Brüssel. "Die Patentanmeldungen von heute sind die Innovationen von morgen. Die Zahlen zeigen, dass Europa nicht nur erste Wahl als Forschungsstandort ist, sondern auch Innovationsführern Rahmenbedingungen bietet, die technologische Spitzenleistungen ermöglichen."

Im Jahr 2012 hat das Europäische Patentamt 257'744 Anmeldungen erhalten. Das ist eine Steigerung von 5,2% gegenüber 2011 (244'934) und ein neuer Rekord.

Mit einem Wachstum von 2,3% stieg die Zahl der Einreichungen aus Europa wieder deutlich, nach einem Rückgang im Vorjahr (-0,9%). Die größten Zuwachsraten erzielten jedoch China (+11,1%), Korea (+9,3%) und Japan (+9,1).

Der größte Schweizer Patentanmelder war ABB (481 Anmeldungen), gefolgt von Alstom (399), Nestlé (382), Roche (376) und Novartis (315).

Sehr stark in Erscheinung traten Schweizer Firmen bei elektrischen Apparaten und Maschinen (8% aller Patentanmeldungen), außerdem im Bereich Medizintechnik (ebenfalls 8%), Messtechnik (auch 8%) und organische Chemie (7%).

Samsung größter Patentanmelder, vier europäische Unternehmen in Top Ten

Die dynamische Entwicklung im Elektroniksektor spiegelt sich in der Liste der größten Patentanmelder beim EPA wieder. Unter den Top Ten sind vier europäische Unternehmen, vier aus Asien und zwei aus den USA. Zum ersten Mal in der Geschichte des EPA wird diese Liste von einem asiatischen Unternehmen angeführt: Samsung steht an der Spitze, gefolgt von Siemens und BASF. Mit Robert Bosch (Platz 6) und Ericsson (Platz 9) sind zwei weitere Unternehmen aus Europa unter den ersten zehn. Mit ZTE hat es zum ersten Mal ein chinesisches Unternehmen in die Top Ten geschafft, mit einem Sprung von Rang 43 im Jahr 2011 auf Platz 10 im letzten Jahr.

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Stellvertretender Sprecher
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Axel Schafmeister
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