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VetroSwiss: Tiefere Entschädigung für Glassammlung wegen Einkaufstourismus

Glattbrugg (ots) - Die Einnahmen aus der vorgezogenen Entsorgungsgebühr auf Getränkeverpackungen aus Glas (VEG) sind 2012 um rund 3 Prozent zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum jedoch sind die Altglasmengen leicht gestiegen. Diese Entwicklung ist auf den zunehmenden Einkaufstourismus zurückzuführen und belastet die Gemeindekassen. Denn sie werden aus den VEG-Einnahmen für den Aufwand der Glassammlung entschädigt.

Der tiefe Eurokurs lockt manche Schweizer Konsumenten ins nahe Ausland zum Einkaufen. Darunter leidet nicht nur der hiesige Detailhandel. Auswirkungen sind auch beim Glasrecycling spürbar. Jede in der Schweiz verkaufte Getränkeflasche ab 1 Deziliter wird mit einer vorgezogenen Entsorgungsgebühr von 2 bis 6 Rappen belastet. Mit diesen Einnahmen wird die Glassammlung finanziert. Wenn jedoch Privatpersonen kleinere Mengen Wein, Bier oder Süssgetränke in die Schweiz einführen, werden keine VEG-Gebühren erhoben. "Die VEG-Einnahmen sind 2012 um rund 3 Prozent gesunken", erklärt Fritz Stuker von VetroSwiss. Die gesammelte Altglasmenge ging in der gleichen Zeit jedoch nicht zurück. Im Gegenteil: VetroSwiss rechnet sogar mit einem neuen Rekordjahr bei den Altglastonnagen. "Die einzige plausible Erklärung ist, dass die Schweizer Konsumenten vermehrt jenseits der Grenze Getränke einkaufen", so Stuker. Die leeren Flaschen werden gleichwohl in der Schweiz entsorgt.

Betroffen von dieser Entwicklung sind die Gemeinden. Wenn die VEG-Einnahmen rückläufig sind und gleichzeitig mehr Altglas gesammelt wird, sinkt die Entschädigung pro Tonne. Erhielten die Gemeinden bis anhin 100 Franken oder mehr für die Sammlung einer Tonne Altglas, wird der Entschädigungssatz 2013 wohl gegen 95 Franken sinken.

Über VetroSwiss

Um die Kosten der Glassammlung zu decken, wird in der Schweiz seit 2002 auf neue Getränkeverpackungen aus Glas eine vorgezogene Entsorgungsgebühr (VEG) erhoben. Die Einnahmen werden an Gemeinden, Zweckverbände und Unternehmen verteilt, die Glassammlungen betreiben. Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zieht VetroSwiss die Gebühren ein und schüttet diese an die Begünstigen aus.

Mehr zum Glasrecycling zeigt der VetroSwiss-Film: http://www.youtube.com/watch?v=F8D5a2jfx50&feature=player_embedded

Kontakt:

VetroSwiss
Fritz Stuker
8152 Glattbrugg
Tel.: +41/44/809'76'00
E-Mail: fritz.stuker@vetroswiss.ch



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