Intergenerika

Auslandspreisvergleich für Generika einmal mehr reine Stimmungsmache

Dr. Peter Huber, Geschäftsführer Intergenerika / Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100053453 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Intergenerika"

Liestal (ots) -

- Auch der diesjährige Auslandspreisvergleich von santésuisse und 
  Interpharma vernachlässigt die unterschiedlichen Leistungspakete 
  völlig 
- Wenn die Generikapreise in der Schweiz wirklich überrissen 
  wären, gäbe es Parallelimporte 
- Geforderte Festbeträge entsprechen nicht dem Willen der Bevölkerung 

Der von santésuisse und Interpharma veranlasste Auslandsvergleich für Generika ist einmal mehr irreführend, weil er unzulässige Vereinfachungen enthält, einseitig nur die Preise vergleicht und das Preis-Leistungsverhältnis in keiner Weise abbildet.

Fundamental falsche Annahmen

"Untaugliches wird nicht besser, wenn man es Jahr für Jahr wiederholt" kommentiert Dr. Peter Huber, Intergenerika Geschäftsführer, den Vergleich. Erneut werde festgestellt, dass Generika im internationalen Vergleich zu teuer seien. Dabei wird völlig ausser Acht gelassen, dass das Leistungsangebot und damit die Versorgungsqualität bei uns viel besser sind als in den Vergleichsländern. Während bei patentfreien Originalpräparaten korrekt gleiches mit gleichem verglichen wird, enthält der Vergleich der Generika eine unzulässige Vereinfachung: Statt identischer Arzneimittel werden hier unterschiedliche Produkte nur aufgrund der Wirkstoffmenge verglichen. Damit wird man dem Charakter eines Medikamentes nicht gerecht.

Zusatzleistungen und Wahlfreiheit für besseren Therapieerfolg "Ein Medikament ist mehr als nur ein Pulver - massgebend für den therapeutischen Erfolg sind auch die patientenfreundliche Darreichungsform, die verwechslungssichere Verpackung, die Vollständigkeit des Angebotes, die Informationen für einen emanzipierten Patienten und weitere Dienstleistungen zur Verbesserung der Therapietreue" erklärt Peter Huber. Erst mit diesen unter dem neuen Stichwort "beyond the pill" zusammengefassten Zusatzleistungen erhält man die für unseren Markt typische Versorgungsqualität, die von Ärzten, Apothekern und Patienten ebenso erwartet wird, wie die Freiheit das individuell am besten geeignete Generikum auszuwählen.

Wer einseitig nur den Preis vergleicht und das Preis-Leistungs-Verhältnis ausser Acht lässt, ist auf einem Auge blind. Egal um welches Produkt es sich handelt - beim Kaufentscheid fragt sich der Konsument doch immer, welche Leistung er für sein Geld bekommt. Das muss auch für Medikamente so sein.

Nicht rentable Parallelimporte als Beweis für kostengerechte Preise Auslandpreisvergleiche für Generika sind auch deshalb überflüssig, weil diese - im Gegensatz zu den patentgeschützten Originalpräparaten - im internationalen Wettbewerb stehen:

Parallelimporte wären ein Korrektiv für nicht marktgerechte Preise. "Wenn die Medikamente in der Schweiz wirklich zu teuer wären, gäbe es logischerweise Parallelimporte" analysiert Dr. Peter Huber. "Die Tatsache, dass diese nicht rentabel sind, werten wir als Beweis dafür, dass die höheren Preise die Folge der höheren inländischen Kosten und nicht von überrissenen Margen der Hersteller sind". Deshalb ist der auch im Ausland unübliche direkte Auslandspreisvergleich für Generika der Sache nicht dienlich. "Sinn und Methodik sollten ernsthaft hinterfragt werden. Entscheidend ist doch vielmehr, wieviel günstiger die Schweizer Generika im Vergleich zu ihren Schweizer Originalen sind und wieviel grösser ihr Sparbeitrag schon mit dem bestehenden System sein könnte".

Festbeträge nicht patientengerecht

"Wir werten den einseitigen Preisvergleich als reine Stimmungsmache und populistischen Druckversuch auf das aktuell vom BAG entwickelte Festbetragsverfahren" kritisiert Huber die Erhebung. Dabei haben diverse Studien gezeigt, dass es bei der Realisierung eines solchen Referenzpreissystems nur Verlierer gäbe - allen voran die Patienten. Auch Ärzte und Apotheker haben sich in Studien klar gegen dieses System ausgesprochen. An einem Systemwechsel dürfte niemandem, der das Wohl der Patienten vertritt, gelegen sein" schliesst Peter Huber.

Intergenerika ist die Vereinigung der führenden Generikafirmen in der Schweiz, die ihrerseits über 90% des Generika-Volumens in der Schweiz repräsentieren. Intergenerika fördert die Akzeptanz von Generika durch Aufklärung von Medizinalpersonen, Fachverbänden, Krankenkassen und Patienten und fördert deren Verbreitung als qualitativ mindestens gleichwertige, jedoch preiswertere Arzneimittel. Im Weiteren plant und koordiniert der Verband die Kontakte zu Medien, Behörden und Vereinigungen im Bereiche von Medizinalpersonen und des Gesundheitswesens. Mit allen Massnahmen verfolgt Intergenerika das Ziel einer angemessenen Vertretung von Generika im schweizerischen Arzneimittelmarkt bzw. im schweizerischen Gesundheitswesen.

Kontakt:

Peter Huber, Geschäftsführer
Telefon: +41 61 927 64 08 / Mobile: +41 79 273 14 05
E-Mail:peter.huber@intergenerika.ch



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