Intergenerika

Mehr Einsparungen dank Generika im 2012
Potenzial aber noch nicht ausgeschöpft

Liestal (ots) - Die Verwendung von Generika hat sich im vergangenen Jahr in der Schweiz erfreulich entwickelt. Dank des Patentablaufs zahlreicher umsatzstarker Originalpräparate ist ihr Umsatz zweistellig gewachsen. Der Generika-Anteil am patentfreien Pharmamarkt hingegen hat sich rückläufig entwickelt und lag im vergangenen Jahr nur bei 33%. Immer noch wird das grosse Einsparpotenzial von Generika nicht voll ausgeschöpft. Der Branchenverband Intergenerika geht davon aus, dass das Schweizer Gesundheitswesen um weitere rund 170 Millionen Franken entlastet werden könnte, wenn nach Patentablauf konsequent Generika eingesetzt würden.

2012 ist der Generika-Umsatz im Vorjahresvergleich um 11.7% auf 548 Millionen Franken gestiegen. Diese positive Entwicklung lässt sich vor allem mit der Tatsache erklären, dass die Patente zahlreicher umsatzstarker Medikamente im Umfang von rund 400 Millionen Franken 2012 abgelaufen sind. Der Einsatz von Generika ermöglichte im letzten Jahr direkt und indirekt Kosteneinsparungen von über 1 Milliarde Franken. Einerseits sind Generika im Schnitt rund 30% günstiger als die entsprechenden Originale, andererseits entsteht durch die Einführung von Generika nach Patentablauf ein Preiswettbewerb, der auch die Originalhersteller dazu zwingt, ihre Preise zu senken. Nicht zuletzt haben auch die freiwilligen sowie die periodisch verfügten Preissenkungen aufgrund des Auslandpreisvergleichs zur Kostendämpfung geführt.

Im Vergleich zum Vorjahr betrugen die zusätzlichen direkten Einsparungen mit Generika rund 90 Millionen Franken. Dieser Sparbeitrag wurde jedoch durch das massive Kostenwachstum bei innovativen Spezialprodukten wieder zunichte gemacht: Allein für Immunsuppressiva und antivirale Arzneimittel wurden im letzten Jahr insgesamt 90 Millionen Franken mehr ausgegeben (alle Angaben auf Basis Fabrikabgabepreise). Generika tragen dazu bei, die gesamten Medikamentenkosten trotz teurem medizinischen Fortschritt unter dem Strich stabil zu halten.

Das Einsparpotenzial von Generika wird in der Schweiz noch nicht voll ausgeschöpft. Der Anteil der Generika am relevanten Markt (also Medikamente, für die Generika möglich sind) hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig entwickelt und macht nur gerade ein Drittel aus. Da-mit liegt ein beträchtliches Einsparpotenzial brach. Der Umsatz der patentfreien Originale mit Generikakonkurrenz lag bei rund 570 Millionen Franken. Bei einem durchschnittlichen Preisunterschied zwischen patentfreien Originalen und Generika von 30% könnten also bei gleicher Behandlungsqualität jährlich weitere 170 Millionen Franken eingespart werden, wenn nach Ablauf des Patentschutzes konsequent hochwertige und preisgünstige Generika eingesetzt würden.

Intergenerika ist überzeugt, dass Einsparungen besonders effizient und nachhaltig erzielt werden können, wenn mit, statt an Generika gespart würde. Peter Huber, Geschäftsführer von Intergenerika, dazu: «Wer mit Generika Kosten reduzieren will, muss nicht deren Preise senken, sondern deren Marktanteile erhöhen.»

Intergenerika ist die Vereinigung der führenden Generikafirmen in der Schweiz, die ihrerseits über 90% des Generika-Volumens in der Schweiz repräsentieren. Intergenerika fördert die Akzeptanz von Generika durch Aufklärung von Medizinalpersonen, Fachverbänden, Krankenkassen und Patienten und fördert deren Verbreitung als qualitativ mindestens gleichwertige, jedoch preiswertere Arzneimittel. Im Weiteren plant und koordiniert der Verband die Kontakte zu Medien, Behörden und Vereini-gungen im Bereiche von Medizinalpersonen und des Gesundheitswesens. Mit allen Massnahmen verfolgt Intergenerika das Ziel einer angemessenen Vertretung von Generika im schweizerischen Arzneimittelmarkt bzw. im schweizerischen Gesundheitswesen.

Kontakt:

Intergenerika
Peter Huber, Geschäftsführer
Tel.: +41/61/927'64'08
Mobile: +41/79/273'14'05
E-Mail: peter.huber@intergenerika.ch



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