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FC Bayern sorgt für Umsatzschub der BBL
Deloitte-Analyse "Finanzreport deutscher Profisportligen 2012"

Stefan Ludwig, Director Deloitte & Touche, stellte den Finanzreport exklusiv auf dem SPONSORs Clubmanager Summit vor / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SPONSORs Verlags GmbH"

Köln (ots) - Die deutschen Profisportligen verzeichneten in der Spielzeit 2011/12 den höchsten kumulierten Umsatz innerhalb der letzten fünf Jahre: 353,6 Millionen Euro (+3,2%). Dies geht aus der Deloitte-Studie "Finanzreport deutscher Profisportligen" hervor, die in Kooperation mit SPONSORs erstellt wurde. Wesentlicher Treiber dieses Wachstums war die Beko Basketball-Bundesliga (BBL) mit einer Erlössteigerung von 26,3 Prozent, die vom sportlichen Aufstieg des FC Bayern Basketball profitierte. Im Mittelpunkt der Analyse stehen neben der BBL, die Deutsche Eishockey Liga (DEL), die kürzlich umbenannte DKB Handball-Bundesliga (HBL) und die dritthöchste Liga im deutschen Profifußball (3. Liga). Erstmals weitet sich der Report auf die DACH-Region aus. In Sonderkapiteln werden die wirtschaftlichen Entwicklungen der österreichischen Fußball-Bundesliga und der Schweizer Raiffeisen Super League analysiert.

"Der Wettbewerb um Zuschauer, TV-Präsenz und Sponsoren zwischen den Ligen ist größer denn je", so Stefanie Vogel, Senior Consultant der Sport Business Gruppe von Deloitte. "Spannend bleibt, ob die kürzlich abgeschlossene Einigung zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF und dem Trio DEL, HBL und BBL über die Ausweitung der Berichterstattung den Ligen neue Wachstumsimpulse geben kann."

BBL: Rekordumsatz der 18 Clubs

Die 18 Clubs der BBL steigerten ihre durchschnittlichen Umsatzerlöse in der Saison 2011/12 um mehr als ein Viertel und verzeichneten einen Rekordumsatz von 76,9 Millionen Euro. Damit verkürzt sich der Abstand zur HBL und DEL auf weniger als 10 Millionen Euro. Auch bei den Zuschauerzahlen stellte die BBL den Anschluss an die übrigen Profisportligen her. Der Besucherschnitt wurde auf durchschnittlich 4.422 Zuschauer pro Spiel gesteigert. Ligaverantwortliche setzen sich zum Ziel, bis 2020 die sportlich und wirtschaftlich stärkste Basketball-Liga in Europa zu werden.

DEL ist umsatzstärkste Hallensportliga

Neben der BBL konnten auch die DEL (+8,8%) und HBL (+2,0%) ihre Gesamterlöse steigern. Der deutsche Profihandball erreichte sein bestes Ergebnis mit einem Gesamtumsatz von 86,1 Millionen Euro. Allerdings konnte die HBL ihre durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der vergangenen fünf Spielzeiten in Höhe von 9,5% Prozent nicht bestätigen. Damit musste die HBL ihre Position als umsatzstärkste Hallensportliga wieder an die DEL abgeben. Die Eishockeyliga verzeichnete einen Gesamterlös von 86,2 Millionen Euro. Die DEL-Clubs steigerten in allen relevanten Erlöskategorien ihre Umsätze, am deutlichsten im Bereich Spieltag und Sonstige Erlöse. Der hohe Zuschauerschnitt mit 6.392 Besuchern pro Spiel war ein wesentlicher Umsatztreiber.

Die 3. Liga erzielte mit einem Ist-/Plan-Umsatz von 104,4 Millionen Euro das beste Ergebnis aller betrachteten Profisportligen. Gleichzeitig verzeichnete sie aber als einzige Liga einen Rückgang der Gesamterlöse (-11,5%). Damit rücken die Sportarten im Bereich der Gesamterlöse näher zusammen. Grund dafür ist unter anderem ein Rückgang bei den Zuschauerzahlen von 18,2 Prozent. Wirtschaftlich betrachtet besteht zwischen 3. und 2. Liga eine große Distanz. Die kumulierten Umsatzerlöse der 18 Clubs entsprechen weniger als einem Drittel des von Deloitte prognostizierten Gesamtumsatzes der Zweitligisten von ca. 350 Millionen Euro.

Schweiz und Österreich stärker als 3. Liga

In der diesjährigen Studie wurde die Analyse erstmals auf die DACH-Region ausgeweitet. Analysiert wurden die Schweizer Raiffeisen Super League und die österreichische tipp3-Bundesliga. Mit einem Gesamtumsatz von 171,3 Millionen Euro (Schweiz) beziehungsweise 155,1 Millionen Euro (Österreich) lagen die beiden Alpennachbarn in der Saison 2011/12 deutlich über dem Erlösniveau der 3. Liga, jedoch signifikant unter der 2. Bundesliga aus Deutschland. Vor dem Hintergrund, dass die Fußball-Top-Ligen in der Schweiz und Österreich grundsätzlich nur aus zehn Clubs bestehen, verringert sich der durchschnittliche Abstand zu Clubs der 2. Bundesliga. Mannschaften der 2. Bundesliga erlösten durchschnittlich 19,5 Millionen Euro, die der Schweizer Liga 17,1 Millionen Euro und die der österreichischen Liga 15,5 Millionen Euro.

"Auch in der Saison 2012/13 müssen sich die Clubs der 3. Liga wieder einer Vielzahl von wirtschaftlichen Herausforderungen stellen. Der Fokus liegt bei vielen Clubs weiterhin auf einem effizienten Kostenmanagement", prognostiziert Stefanie Vogel. "Vielversprechend sind die zunehmenden Engagements diverser Vermarktungsagenturen bei Clubs in der 3. Liga."

Die Ergebnisse der Studie wurden exklusiv beim 8. SPONSORs Clubmanager Summit am 05.11.2012 im RheinEnergieStadion Köln präsentiert.

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