Eye on Ukraine

Neueste Daten zeigen Löwenanteil an Medienberichten in der Ukraine auf Seite der Oppositionsparteien

Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) - Die jüngsten Daten über den Zeitanteil, den staatliche und private Fernsehsender in der Ukraine den politischen Parteien widmen, zeigen, dass die Oppositionsparteien doppelt so viel Zeit in der Berichterstattung einnehmen.

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Statistiken elektronischer Messgeräte, die diese Woche für den Zeitraum vom 24. September bis zum 14. Oktober veröffentlicht wurden, zeigen, dass 264 Nachrichten der ukrainischen Opposition gewidmet waren, verglichen mit 124 für die Regierung, und dass der Opposition insgesamt 5 Stunden und 38 Minuten Sendezeit gewidmet wurden, während es für die Regierungsparteien nur 3 Stunden und 25 Minuten waren.

Die Daten, die von staatlichen und privaten Fernsehkanälen zusammengestellt worden waren, sind nur 10 Tage vor den wichtigen Parlamentswahlen in der Ukraine von grosser Bedeutung. Obwohl es in der Vergangenheit bereits Kritik am Umfang des Medienzugangs für die Oppositionsparteien gab, bestätigen die neuen Daten die Aussagen der Regierung, dass ein besserer Zugang zu Medien und Freiheit mehr als nur blosse Rhetorik ist.

"Was Einige nicht über unser Land wissen, ist, dass es hier oppositionelle Zeitungen gibt, die, sowohl online als auch gedruckt, täglich in ukrainischer, englischer und russischer Sprache unsere Regierung kritisieren. Das gleiche gilt für Radio- und TV-Sender," erklärte Konstantin Grischtschenko, der Aussenminister der Ukraine.

"Unsere Politiker sind häufig in lebhaften Talkshows zu sehen, und die Regierungsseite kommt dabei häufig sehr schlecht weg," fügte Grischtschenko hinzu.

Erst im vergangenen Monat bewertet die US-Interessenvertretung Freedom House das Internet in der Ukraine in einem neuen Bericht als "frei", was das Land in dieselbe Kategorie wie Deutschland und das Vereinigte Königreich bringt.

Die Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch hat in den vergangenen Monaten versucht, ihr Engagement für europäische Werte und tiefere Beziehungen mit der Europäischen Union zu demonstrieren, indem vor allem in den Medien den westlichen Werten grosse Beachtung geschenkt wird.

Als die Parlamentarische Versammlung des Europarates die Regierung im vergangenen Monat dazu aufrief, ein Gesetz, das Nachrede und Verleumdung zu einer Straftat gemacht hätte, nicht zu verabschieden, ging Präsident Janukowitsch darauf ein.

Janukowitsch teilte seiner Partei mit, er werde ein Gesetz, das Verleumdung zu einer Straftat macht, nicht unterstützen, woraufhin das Parlament den Gesetzesentwurf zurückzog. "Wir müssen in allen Bereichen europäisch werden," so der Präsident.

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Kontakt:

Eli Hadzhieva (+32-472-485-987)



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