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Zürich (ots) - Der Publikumsrat SRG.D beschäftigte sich in der August-Sitzung einerseits mit «Tama ...

Friedensmal Wendepunkt e. V.

Jerusalem-Friedensstein geschändet

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Bensheim (ots) - "Jerusalem ist überall dort, wo Schönheit ist. Und nun ist Jerusalem auch hier in Bensheim bei Frankfurt" - ließ der Frankfurter Rabbiner Andrew Steiman in einem Grußwort zur Einweihung des Friedenssteins am 21. Oktober 2012 in Bensheim-Hochstädten ausrichten. Doch lange war Jerusalem nicht in Bensheim. Kaum neun Tage nach der Einweihung des Jerusalem-Friedenssteins wurde er geschändet. Die Denkmalstätte stehe dabei gerade auch dafür, dass es nicht beim Mahnen bezüglich der Vergangenheit bleibe, sondern dass wir in den Frieden und ins neue Miteinander gehen, sagt der Initiator Thomas Zieringer. Es sei als Friedensmal geplant worden, das die Frage nach dem äußeren Frieden mit der Frage nach dem inneren Frieden verknüpfe.

Was können wir als Gemeinschaft gegen den Hass tun? - fragt Zieringer. Es werde zugeschaut, wie diese Gesellschaft Stück für Stück ihre Werte aufgebe. "Ja, das ist eben der Vandalismus heutzutage." Oder: "Ja, es ist zwar kein jüdisches Denkmal, aber da sind Elemente drin, dass Leute es trotzdem so interpretieren könnten." Wenn man nicht mal mehr Schönes für Andere auf dem eigenen Grundstück mit dem eigenen Geld schaffen könne, weil Mitbürger sich sogar am Wort "Jerusalem" auf einem Stein stören, ist es da nicht sogar konsequent, sich nur noch um sich selbst zu kümmern? - fragt der Initiator des Friedensmals. Könne es wirklich sein, dass Menschen in einem zivilisierten europäischen Land nicht mehr wissen, wie sehr "Jerusalem" zur eigenen abendländischen Kultur gehöre?

"Denkmal gegen den Ego-Wahn" wurde das Friedensmal in Bensheim-Hochstädten auch schon genannt. Dass die Schändung des Friedenssteins damit zusammenhinge, glaubt Thomas Zieringer selbst. Die Schrift, die zerstört wurde, bildete den Satz: "Yerushalayim (d. h. Stadt des Friedens) - dass wir die Zäune im Miteinander überwinden". "Vielleicht wurde unser Denkmal auch nur ganz richtig als Widerstand gegen den schlimmsten Götzen unserer Zeit interpretiert" - sagt der Initiator. Das Projekt "Friedensmal für den Menschen" finden Sie unter http://friedensmal.de

Kontakt:

Thomas Zieringer (responsible)
post@friedensmal.de (please contact me per e-mail first)
Tel.: 0049 - 6251 - 860 91 77
Photos for free available.



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