Schweizerischer Fonds für Kinderschutzprojekte

Kindesschutzsysteme: Eine internationale Studie, die Kindesschutzsysteme aus Australien, Deutschland, Finnland, Schweden und dem Vereinigten Königreich vergleicht, liefert Empfehlungen für die Schweiz

Studie zum Herunterladen

Zürich (ots) - Kinder effizient vor Gewalt und Missbrauch zu schützen ist das erklärte Ziel aller Länder, die die UNO-Kinderrechts-Konvention unterschrieben haben. Gerade aber föderalistisch organisierte Nationen sehen sich bei der Schaffung eines effektiven und breitflächig greifenden Kindesschutzsystems vor spezifische Herausforderungen gestellt. Das gilt auch für die Schweiz, wo die Verantwortung für den Kindesschutz hauptsächlich bei den Kantonen und Gemeinden liegt. Dies ist vorteilhaft, weil damit auf lokale Bedürfnisse eingegangen wird, kann aber in Bezug auf die Übersicht und die Koordination herausfordernd sein. Hier kann es sich lohnen, einen Blick über die eigenen Grenzen hinaus zu werfen und zu analysieren, wie andere Länder sich dieser anspruchsvollen Aufgabe annehmen und was dabei ganz besonders erfolgsversprechend ist.

Länderübergreifender Vergleich von wirksamen Kindesschutzsystemen

Aus diesem Grund hat der neu gegründete "Schweizerische Fonds für Kinderschutzprojekte" (siehe unten) bei der Berner Fachhochschule eine Studie in Auftrag gegeben. Ziel war es, den aktuellen Stand der Bereitstellung von wirksamen Kindesschutzsystemen in verschiedenen Ländern (Australien, Deutschland, Finnland, Schweden und Vereinigtes Königreich) zu analysieren, gute Praxis auf internationaler Ebene zu vergleichen und hinsichtlich der Anwendung in der Schweiz zu untersuchen.

Empfehlungen für die Schweiz

Die 14 abgeleiteten Empfehlungen geben Politik und Praxis wissenschaftlich fundierte Anregungen, wie der Kindesschutz in der Schweiz noch effektiver vorangetrieben werden kann. Die Empfehlungen beziehen sich sowohl auf nationale wie auch kantonale Massnahmen, aber auch auf die Bildungsebene, die Familienpartizipation und die Methodik von angewandten Präventions- und Interventionsmassnahmen. Wesentlich an den Empfehlungen ist, dass sie auf verschiedenen Ebenen greifen, aufeinander abgestimmt sind und auf zwei Richtungen abzielen: Einerseits auf ein fähiges Notfallsystem, das zum Einsatz kommt, wenn Fälle von Gewalt beziehungsweise Missbrauch eingetroffen sind, und andererseits auf ein Identifikations- und Präventionssystem, das gefährdete Bevölkerungsgruppen ausfindig macht und mit vorbeugenden Massnahmen dahingehend versorgt, dass es wenn immer möglich nicht zu Notfällen kommt.

Eine Kurzübersicht der 14 Ergebnisse und die gesamte Studie sind auf http://kinderschutzfonds.ch/publikationen/ in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch herunterladbar.

Schweizerischer Fonds für Kinderschutzprojekte

Der gemeinnützige Verein 'Schweizerischer Fonds für Kinderschutzprojekte' (vormals PPP - Programme National pour la Protection de l'Enfant), identifiziert und unterstützt evidenzbasierte Präventions- und Trainingsprojekte mit messbaren Resultaten. Gleichzeitig werden angewandte Forschungsprojekte gefördert, die Wissenslücken im Bereich erfolgreicher Präventionsarbeit schliessen sollen.

Der Verein bündelt das Wissen und die Netzwerke von öffentlichen und privaten Trägern und ergänzt mit seinen Aktivitäten bestehende Strukturen und Organisationen im Bereich des Kinderschutzes. Die drei Gründerorganisationen sind: Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), UBS Optimus Foundation, Oak Foundation.

www.kinderschutzfonds.ch

Kontakt:

Bei Fragen zur Studie:
Manuela Krasniqi
Tel.: +41/31/322'91'69
E-Mail: manuela.krasniqi@bsv.admin.ch
Bereich Kinder- und Jugendfragen,
Bundesamt für Sozialversicherungen

Bei Fragen zum Schweizerischen Fonds für Kinderschutzprojekte:
Muriel Langenberger, Präsidentin
Tel.: +41/31/324'81'93
E-Mail: muriel.langenberger@bsv.admin.ch
Leiterin Bereich Kinder- und Jugendfragen,
Bundesamt für Sozialversicherungen



Weitere Meldungen: Schweizerischer Fonds für Kinderschutzprojekte

Das könnte Sie auch interessieren: