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Förderverein Mad'Eole Schweiz

Eine Schweizer Idee in Madagaskar: Ein Comic für das Stromgeld

Der Projektleiter von Mad'Eole im Gespräch mit Frauen in Ambolobozobe über die Probleme der finanziellen Planung. Die Frauen auf dem Bild sind Mitglieder des Kreditkomitees, welches sich mit den Auswirkungen der von vielen Haushalten aufgenommenen, extrem teuren Kleinkredite befasst. (Foto: Marco Issenmann) / Weiterer Text ueber ots und auf ...

Ein Dokument

Olten/Antsiranana (ots) - Das vom Schweizer Stefan Frey, Olten, entwickelte Dorfelektrifizierungsprogramm Mad'Eole hat bisher rund 5'000 Menschen in den ersten 4 von 15 Dörfern im Norden Madagaskars mit Windstrom versorgt. Nach den technischen Herausforderungen stehen nun die sozialen und kulturellen Anpassungen, mit denen die zum ersten Mal mit Strom belieferten Menschen konfrontiert sind, im Vordergrund. Ein madagassischer Comic liefert dafür die Grundlage.

Mit den Dorfelektrifizierungen nach der Methode von Mad'Eole werden unmittelbar die Lebensdingungen vor allem für Frauen und Kinder verbessert und durch die Förderung von Kleinstgewerbe zusätzliche Einkommensmöglichkeiten und Jobs, z.B. als Dorfelektriker, geschaffen. Im Gegensatz zu den eher technischen Aspekten einer Dorfelektrifizierung stellt der Umgang mit dem Stromgeld eine kulturelle Herausforderung dar. Während bis heute eine Kerze, morgen ein Deziliter Petrol, nächste Woche eine Batterie für die Taschenlampe für wenige Geld gekauft wurde, muss nun an einem Zieldatum der ganze Betrag in der Kasse sein. Eine neue Haushaltsplanung drängt sich auf. Ein Comic dient als Grundlage für ein eigentliches Sensibilisierungsprogramm für die Haushaltsführung. Öffentliche Lesungen des Comic beleuchten einzelne wichtige Aspekte im Zusammenhang mit dem Leben mit Strom. Indirekt wird dabei auch ein neues Phänomen armer Länder angesprochen. Mikrofinanz.

Jiro - Trosa - Sakafo

In einzelnen Dörfern haben mehr als 50 Prozent der Haushalte Mikro-Kredite aufgenommen, in Wahrheit kaum verhüllte simple Konsumkredite. Der Slogan für die Einkommensverwaltung heisst: Jiro-Trosa-Sakafo oder Strom-Schulden-Essen. Den Stromabonnenten geht unausgesprochen ein Licht auf, wenn sie erfahren, dass der Schuldendienst wesentlich mehr kostet als Essen oder eben der Strom. Selbsterkenntnis als erster Schritt in eine bessere Zukunft. Nach dem Schuldenaubbau soll das Sparen gefördert werden, was in einem nächsten Schritt zu einer bessern wirtschaftlichen Nutzung der Elektrizität durch schuldenfreie Kleinstinvestitionen führen kann. www.madeole.org

Kontakt:

Stefan Frey
E-Mail: mad-eole@bluewin.ch
Tel.: +261-32-40-487-37


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