SBV Schweiz. Baumeisterverband

Schweizerischer Baumeisterverband: Erfolgreiche Baustellen-Sprachkurse werden auf andere Landesteile ausgedehnt (BILD)

Schweizerischer Baumeisterverband: Erfolgreiche Baustellen-Sprachkurse werden auf andere Landesteile ausgedehnt (BILD)
Deutsch auf Baustelle: Allein 2014 nahmen mehr als 400 Mitarbeitende an rund 40 Kursen teil. 2015 wird mit einer ähnlich hohen Teilnehmerzahl gerechnet. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.ch/pm/100051907 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung... mehr

Bern (ots) - Mit dem Pilotprojekt «Deutsch auf der Baustelle» hat der Schweizerische Baumeisterverband seine langjährigen Anstrengungen zur verbesserten Integration ausländischer Arbeitnehmender erfolgreich gestärkt. Entsprechend konnte am Montag an einem Medienanlass der Tripartiten Agglomerationskonferenz mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga eine erfolgreiche Zwischenbilanz gezogen werden: Allein 2014 nahmen mehr als 400 Mitarbeitende an rund 40 Kursen teil. 2015 wird mit einer ähnlich hohen Teilnehmerzahl gerechnet. Als Ansporn erhalten die Bauarbeiter für den Besuch der Kurse eine Lohnentschädigung. Das Geld stammt aus dem Parifonds Bau der Sozialpartner des Bauhauptgewerbes. Es wird nach erfolgreichem Abschluss des Kurses ausbezahlt.

Bei «Deutsch auf der Baustelle» geht es um Deutschunterricht für ausländisches Baustellenpersonal. Im Winter 2012/2013 fanden erstmals auf Bauarbeiter zugeschnittene Sprachkurse à 52 Lektionen in den drei SBV-Mitgliederfirmen Implenia AG (Basel), Ramseier AG (Bern) und Stutz AG (Hatswil TG) statt. Seitdem wurden Kurse in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Graubünden, Luzern, Obwalden, Schwyz, Thurgau, Zürich und Zug durchgeführt. Als nächster Schritt werden die Unterrichtsmaterialien auf Französisch übersetzt, um die Sprachkurse auch in den Westschweizer Parifondskantonen anbieten zu können. Zudem wird abgeklärt, ob auch in der italienischsprachigen Schweiz ein Bedarf besteht.

Das Projekt «Deutsch auf der Baustelle» wird vom Bundesamt für Migration und den Gewerkschaften mitgetragen. Das Angebot steht allen Firmen offen, die dem Landesmantelvertrag für das schweizerische Bauhauptgewerbe, dem Gleisbauvertag oder dem Baukadervertrag unterstellt sind.

«Das beste Mittel zur Integration von Ausländern ist eine berufliche Tätigkeit. Dafür braucht es aber die angemessene Beherrschung einer Landessprache. Ein Arbeitsplatz ist der ideale Ort, um in einem fremden Land erfolgreich Sprachkenntnisse zu erwerben und dadurch unsere Grundwerte und unsere Kultur schätzen zu lernen. Der Schweizerische Baumeisterverband hat sich deshalb bewusst mit grossem Engagement am Pilotprojekt «Deutsch auf Baustelle» beteiligt. Wir erachten es als eine vielversprechende Ergänzung zu unseren seit vielen Jahren bestehenden Kursangeboten zur Integration von ausländischen Bauarbeitern», erklärt Gian-Luca Lardi, Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbands.

«Die ersten Erfahrungen, die unsere Mitgliederfirmen in den vergangenen zwei Jahren gemacht haben, sind positiv. Wir werden Mitte Jahr das Pilotprojekt abschliessen und die gemachten Erfahrungen auswerten. Dann werden wir auch abschätzen können, ob und in welchem Umfang die Kurse weitergeführt werden. In jedem Fall ist und bleibt für den Schweizerischen Baumeisterverband mit seinem traditionell hohen Ausländeranteil die Integration von fremdsprachigen Arbeitskräften ein Anliegen von hoher Priorität», erklärt Lardi.

Dem Schweizerischen Baumeisterverband ist die Ausländerintegration seit Jahrzehnten ein grosses Anliegen. So werden bereits seit den Achtziger Jahren in jeder Wintersaison in Spanien (1982) und Portugal (1987) achtwöchige Kurse für Bauarbeiter durchgeführt. Mit vielen weiteren Projekten versucht die Baubranche die Integration zusätzlich zu fördern. So bilden derzeit die Maurerhallen Sursee anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen in einem einjährigen Lehrgang aus, damit diese später eine Maurerlehre absolvieren können; ein Projekt, das vom Luzerner Baumeisterverband und von der Kantonsregierung initiiert worden ist.

Folgende Firmenvertreter stehen Medienvertretern gerne für Interviews zur Verfügung:

   - Bauunternehmung Ramseier AG Bern: 

Markus Ramseier, m.ramseier@ramseierag.ch, Tel. 031 980 08 08

   - STUTZ AG Bauunternehmungen, St. Gallen / Frauenfeld / Hatswil: 

Albin Hungerbühler, ahungerbuehler@stutzag.ch, Tel. 071 414 09 62

Die Medienmappe zur Medienkonferenz «Integrationsdialog mit der Arbeitswelt» finden Sie auf dem Onlineportal des Bundesamts für Migration (BFM): http://www.dialog-integration.ch/de/arbeiten

Kontakt:

Gian-Luca Lardi, Zentralpräsident Schweizerischer Baumeisterverband
Tel.: +41/79/226'19'64
E-Mail: gllardi@baumeister.ch

Heinrich Bütikofer, Vizedirektor,
Leiter Dep. Unternehmung + Dienstleistung
Tel.: +41/44/258'82'80
E-Mail: hbuetikofer@baumeister.ch

Matthias Engel
Mediensprecher
Tel.: +41/44/258'82'44
Mobile: +41/78/720'90'50
E-Mail: mengel@baumeister.ch



Weitere Meldungen: SBV Schweiz. Baumeisterverband

Das könnte Sie auch interessieren: