SBV Schweiz. Baumeisterverband

Eidg. Abstimmung: Schweizerischer Baumeisterverband lehnt Ecopop-Initiative ab

Zürich (ots) - Der Schweizerische Baumeisterverband empfiehlt die Ecopop-Initiative zur Ablehnung. Die Beschränkung des Bevölkerungswachstums auf völlig praxisfremde 0,2 Prozent pro Jahr kombiniert mit der Verpflichtung der Schweiz zur Geburtenkontrolle in der dritten Welt ist absurd. Im Bauhauptgewerbe mit seinem Ausländeranteil von 65 Prozent müssten zahlreiche Firmen schliessen.

Am 30. November kommt die Initiative «Stopp der Überbevölkerung - zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» zur Abstimmung. Sie verlangt eine Beschränkung des Bevölkerungswachstums auf 16 000 Personen pro Jahr. Wenn die Initianten nun im Abstimmungskampf andere Zahlen nennen, ist dies unglaubwürdig. Unter das Kontingent fallen Arbeitskräfte, Flüchtlinge und Auslandschweizer gleichermassen. Die Initiative bedroht mit ihrer Radikalität die Existenz vieler Unternehmen, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind. Sie erhöht den bürokratischen Aufwand für KMU und verunmöglicht die langfristige Personalplanung. Zudem ist mit einem Ja zu Ecopop der endgültige Bruch mit der EU unausweichlich.

Bedenklich ist die Ecopop-Initiative auch, weil sie in der Entwicklungshilfe schädliche Schwerpunkte setzen will. Statt Menschen in Drittweltländern wie bisher situationsgerecht mit Investitionen in Infrastruktur und Bildungsangebote zu unterstützen, soll künftig jedes Jahr für 200 Millionen Franken in Afrika «freiwillige Geburtenkontrolle» betrieben werden. Für wichtigere Projekte fehlt dann das Geld.

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