Schweizerische Weinzeitung

3. Schweizer Schnapsmeisterschaft: die Sieger

Zürich (ots) - Aromatische, klare Brände setzten sich an der diesjährigen Schweizer Schnapsmeisterschaft durch. Dass Urs Streuli und Urs Hecht ganz vorne in die Ränge kamen ist keine Überraschung, beide zählen seit Jahren zu den sicheren Werten. Für Furore sorgte hingegen ein Tresterbrand der Thurgauer Winzerfamilie Wolfer.

An der von der Schweizerische Weinzeitung organisierten nationalen Schnapsmeisterschaft messen sich jährlich die besten einheimischen Brenner. Unter den zehn bestbewerteten Bränden sind Stein- und Kernobst, Trester, Kräuter und Likör - eine schöne Vielfalt ganz unterschiedlicher Produkte also. Auffallend ist, dass unter den Top-Ten fassgereifte Destillate fehlen. Nasentrinker jedenfalls kommen bei der Auswahl 2014 ganz besonders auf ihre Rechnung: ob Streulis rote Mirabelle, Wolfers Gewürztraminertrester, Hechts Quitte - was da an Duft dem Glas entströmt ist einfach umwerfend. Dies allein würde aber nicht für einen Spitzenplatz reichen, es braucht dazu auch Körper, Druck am Gaumen, ein langes Finale. An diesen Leitlinien hat sich die Fachjury bei der Bewertung der hundert eingereichten Proben von 35 Brennereien orientiert.

Weniger ist mehr. Zählt man zusammen wie viele Flaschen von den drei erstklassierten Bränden im Verkauf sind, so scheint das altgediente Bonmot ins Schwarze zu treffen - es sind nicht mehr als 500. Und sie haben ihren Preis, dreieinhalb Deziliter kosten zwischen 32 und 140 Franken. Das widerspiegelt auch das neue Selbstbewusstsein der Schweizer Brenner.

In den vordersten Rängen tauchen die Namen der innovativsten Schweizer Brenner auf: Lorenz Humbel, der König des sortenreinen Kirschs, brillierte mit einer Schattenmorelle, der Sauerkirsche mit dem typischen Marzipanton, Ruedi Käser, der Zampano des Whisky-Castle, überzeugte mit einem Birnenbrand der Sorte Harrow Sweet, und Oliver und Nicole Matter-Luginbühl, die Absinthe-Zauberer, verblüfften mit einer Crème de Cacao à la Vanille, einem Getränk von dem man nicht weiss, ob es nun auf die Schnaps- oder Dessertkarte gehört.

Die Liste der Top-Brände ist in der aktuellen Ausgabe der Schweizerischen Weinzeitung publiziert.

Kontakt:

Schweizerische Weinzeitung
Stefan Keller
stefan.keller@schweizerische-weinzeitung.ch
079/709'52'17



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