Verband des eZigarettenhandels e.V.

Offene und sachliche Debatte zur eZigarette gefordert

Stelle (ots) - Die Recherche der Süddeutschen Zeitung zur Verstrickung von Suchtforschung und Pharmaindustrie bei der Bewertung der eZigarette macht eines deutlich: In Deutschland gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Ländern noch keine unvoreingenommene Debatte zu den Chancen der elektrischen Zigarette für den breiten Ausstieg aus dem Tabakkonsum. Hintergrund: http://tinyurl.com/jl3ef2p

Der Verband des eZigarettenhandels fordert nun alle Beteiligten dazu auf, im Sinne einer umfassenden Gesundheitspolitik die Debatte zur eZigarette offen und sachlich zu führen. Beispielgebend könnte der Diskussionsstand in Großbritannien sein, wo die eZigarette als Harm Reduction-Produkt den Rauchern von staatlicher Seite empfohlen wird.

Dac Sprengel, Vorsitzender des VdeH:

"Die Recherchen der Süddeutschen Zeitung zeigen in bestürzender Weise, wie sehr sich bei der Bekämpfung der Risiken des Rauchens hierzulande die Maßstäbe verschoben haben. Die aufgezeigten Verquickungen zwischen Herstellern von Entwöhnungshilfen wie Nikotinpflastern und führenden Wissenschaftlern, die sich dem Kampf gegen das Rauchen verschrieben haben, unterstreichen einmal mehr: Das eigentliche Ziel, das Gesundheitsrisiko möglichst vieler Raucher wirksam zu mindern, ist aus dem Blick geraten. Alte Argumente, in unguter Weise mit wirtschaftlichen Interessen verbunden, sorgen für Stillstand auf Kosten der öffentlichen Gesundheit.

Viele Raucher, die versuchen das gesteckte Ziel der Totalabstinenz zu erreichen, schaffen dies entweder nicht oder kehren bald wieder zurück zum Tabakkonsum. Studien zeigen, dass Nikotinpflaster und ähnliche Mittel das nicht wirksam verhindern können. Statt dies zur Kenntnis zu nehmen und - wie es in Großbritannien inzwischen Konsens in der öffentlichen Gesundheitsvorsorge ist - die Vorteile der E-Zigarette für Raucher hervor zu heben, bleiben deutsche Wissenschaftler und auch Politiker beim Schwarz-Weiß-Denken: Aufhören oder Rauchen, dazwischen ist nichts. Das hilft den Rauchern, die durch den teilweisen oder vollständigen Umstieg auf die E-Zigarette bis zu 95% ihres Risikos mindern, nicht weiter.

Wir brauchen deswegen eine Debatte, die zur Kenntnis nimmt: Dampfen ist weniger gesundheitsgefährdend als Rauchen. Gerade die Beibehaltung des Rituals, die Vielfalt der Aromen und die breite Verfügbarkeit machen die E-Zigarette für Raucher zur attraktiven Alternative. Diese Alternative darf nicht das Opfer eingefahrener Rituale und unangebrachter Regelungswut werden."

Kontakt:

Philip Drögemüller
Pressesprecher
Verband des eZigarettenhandels
Mail: philip.droegemueller@vd-eh.de


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