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Osnabrück (ots) - Es werde Geld

Wann, wenn nicht jetzt? Schon die Reaktionen auf die Börsengang-Gerüchte im "Wall Street Journal" machen deutlich, dass der Zeitpunkt gut gewählt ist: Facebook geht an die Börse? Schon überschlagen sich die Medien, schreiben vom "Mega-Börsengang", von "Hochstimmung" bei Anlegern, die "schon lange heiß" sind. Facebook, das hört sich einfach gut an, das riecht förmlich nach Erfolg. Und natürlich nach fetten Renditen.

Aber irgendwie auch nach dem guten und trotz der Enttäuschung so lange und schmerzlich vermissten Gefühl, das viele damals bei der Telekom-Aktie hatten. Auch wenn Mark Zuckerberg so gar nicht wie Ron Sommer aussieht. Da stört es wenig, dass der Facebook-Gründer sich bislang lediglich für die Idee "erwärmen" kann. Und es stört auch nicht, dass bislang kaum jemand so ganz genau weiß, ob und wie viel Facebook eigentlich erwirtschaftet. Auf der anderen Seite: 800 Millionen Nutzer, ein Umsatz von, vermutlich, zwei Milliarden Dollar in 2010, ein geschätzter Firmenwert von 50 Milliarden Dollar, Investoren von Goldmann Sachs bis Microsoft, wenn Facebook Geld an der Börse einsammeln will, dann jetzt.

Wie das geht, hat Konkurrent Google schließlich schon 2004 vorgemacht: Mit 1,9 Milliarden Dollar legten die Kalifornier den bislang größten Börsengang eines Internetunternehmens hin. Und das, ohne dass die Blase platzte.

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