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Kommentar zu Bundestag
Haushalt

Osnabrück (ots) - Große Defizite

Welch tief greifender Wandel. Ähnlich wie die gesamte Bevölkerung wird auch die Bevölkerung im Erwerbsalter deutlich altern und schrumpfen. Heute gehören knapp 50 Millionen Menschen zur Gruppe der 20- bis 65-Jährigen. Im Jahr 2060 werden es aller Voraussicht nach deutlich unter 40 Millionen sein. Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sind damit eine der größten Herausforderungen, die im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel zu meistern sind. Fast alle Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft haben das inzwischen verstanden. Vor allem die Debatte um fehlende Fachkräfte hatte heilsame Wirkung.

Gefahr erkannt heißt aber noch lange nicht: Gefahr gebannt. Es bleibt viel zu tun, auf dem Arbeitsmarkt ebenso wie mit Blick aufs Rentenalter. Bildung, Qualifizierung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie lauten einige Stichworte. Welch große Defizite es hier gibt, zeigt die weiterhin starke Unterversorgung mit Kita-Plätzen. Auch die Altersvorsorge wird in der Diskussion bleiben. Bevor allerdings eine Rente mit 69 angepeilt wird, gilt es erst einmal, die Rente mit 67 fair und sozial umzusetzen. Denn noch immer gibt es nicht genug Jobs für Ältere. Eines ist klar: Stellt sich die Politik nicht schnell und entschlossen den Problemen, droht eine deutliche Dämpfung des Wirtschaftswachstums.

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