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Osnabrück (ots) - Abkehr vom Geplapper

Leben wir im Zeitalter der Eitelkeiten, des Konsums und der Gier? Ja, vielleicht. Aber in Wirklichkeit leben wir in einer Zeit der neuen Nachdenklichkeit. Die überraschende Konjunktur für Philosophie belegt diese Diagnose nachdrücklich. Dabei geht es nicht allein um Themen, sondern auch um Haltung. Nachdenklichkeit ist nicht an schnellen Slogans interessiert. Jenseits des Geplappers der Talkshows stellt sie ernstere Fragen, zielt auf Antworten mit mehr Substanz.

Kein Wunder. Denn der Abschied von einem sorglosen Leben im Bewusstsein unbegrenzter Möglichkeiten hat gerade begonnen. Menschen spüren wieder Endlichkeit. Und sie stellen Sinnfragen, die sich nicht länger mit Shopping überdecken lassen. Das ist positiv. Nun kommt es darauf an, sich der Philosophie mit echtem Interesse zuzuwenden, und nicht nur den nächsten Modetrend zu kreieren.

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