Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Kultur
Kunstfest
Weimar

Osnabrück (ots) - Nutzlose Appelle

Bleibt am Ende wieder nur ein Rettungsschirm? Der Appell aus Weimar Richtung Berlin zielt in diese Richtung. Dabei war von Anfang an klar, dass die großzügig bemessene Förderung des Kunstfestes durch die Kulturstiftung des Bundes nur temporär wirksam sein würde. Jetzt soll der Bund das Kunstfest als Institution dauerhaft fördern. Den Machern des Kunstfestes wie den Thüringer Politikern muss hingegen klar sein, dass dies niemals geschehen wird. Der Bund reagiert auf solche Anfragen mit gutem Grund zurückhaltend. Das war schon im Fall der Berliner Staatsoper so.

Wie kreativ das Kunstfest Weimar auch gestaltet sein mag, eine nationale Bedeutung wird ihm dennoch nicht zuzuschreiben sein. In diesem Fall könnten auch viele andere Kulturprojekte und -einrichtungen eine nationale Relevanz für sich reklamieren. Wer zieht dann wo die Grenze? Während Politiker nun nutzlose Appelle formulieren, werden die Macher des Kunstfestes betreiben, was einzig weiterhilft: Sie werden Sponsoren, besser noch Mäzene suchen. Neues ist gefragt, ebenso wie im künstlerischen Programm des Festes.

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