Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Tempoüberwachung im Straßenverkehr

Osnabrück (ots) - Ideale Lösung

Diskussionen um die Tempoüberwachung im Straßenverkehr sind an Scheinheiligkeit fast nicht zu übertreffen. Das zeigt sich jetzt auch wieder bei der Debatte um fünf neue Radaranlagen an der A 2.

Die Kommunen wollen mit den Blitzern lediglich ihre leeren Kassen füllen, sagen die Kritiker. Mehr Kontrolle bringt mehr Sicherheit in den Straßenverkehr, behaupten die Befürworter.

Die Wahrheit liegt dazwischen: Fakt ist, dass die Unfallzahlen im Umfeld von neu installierten Blitzanlagen sinken. Diese Geräte bringen damit ein zusätzliches Plus an Sicherheit auf die Straße.

Ebenso wenig darf aber verschwiegen werden, dass die Radaranlagen für die meisten Kommunen zu einer unverzichtbaren Einnahmequelle geworden sind. Hunderte Städte und Landkreise haben die erwarteten Einnahmen ihrer Blitzer bereits zu Jahresbeginn fest verplant - bevor auch nur ein einziger Raser erwischt wurde. Die Städte und Gemeinden sind auf das Bußgeld der Raser angewiesen. Nur gibt das keiner öffentlich zu.

Nicht nur in Niedersachsen sind die Kassen derzeit so leer, dass fast jede Einnahmequelle willkommen ist. Aber warum auch nicht? Wenn Radarfallen die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig zusätzliches Geld in die Rathäuser bringen, ist das einfach ideal. Zumal mit den Rasern nur die zahlen müssen, die auch eine Strafe verdient haben.

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