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Zur Abhöraffäre:

Berlin (ots) - Dass internationale Konferenzen abgehört werden, dass es Teilnehmer gibt, die nicht nur für das Öffentlichwerden von Geheimprotokollen sorgen, sondern auch solche, die das eine Land vertreten und ein anderes mit Informationen versorgen, ist so alt wie die Geheimdiplomatie. Dass die Dienste zu einem Gutteil mit der gegenseitigen Beobachtung beschäftigt sind, damit ist heute in Wahrheit doch niemand mehr zu verblüffen. Würden die geheimen Gespräche, die am Rande des gegenwärtigen G8-Gipfels stattfinden werden, wirklich geheimbleiben - das wäre eine Überraschung. Natürlich ist das Gegenteil von geheim nicht öffentlich. Die Dienste hören einander ab, schöpfen einander ab, aber sie machen das nicht öffentlich. Das widerspricht ihrem Lebenszweck.

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