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Zur Neuordnung des Organspendeverfahrens:

Berlin (ots) - Die neusten Daten über die Zahlen der Organspender sprechen eine andere Sprache. Der Vertrauensverlust in der Bevölkerung ist nach wie vor riesig. Das liegt aber nicht an Hess, das liegt am Unwillen der schwarz-gelben Koalition, das System Organspende tatsächlich auf eine demokratisch legitimiert Grundlage zu stellen. Der neue Stiftungsrat ist nichts als Kosmetik, er ändert am Grundproblem nichts: Die Akteure beaufsichtigen sich selbst. Es bleibt absurd, dass in Fragen von Leben und Tod eine privatrechtlich organisierte Stiftung agiert. Nötig ist ein öffentlich-rechtliches Gremium, das der Rechtsaufsicht von Ministerien des Bundes oder der Länder unterliegt und das verpflichtet ist, den Regierungen, den Landtagen, dem Bundestag und der Öffentlichkeit Auskunft über seine Arbeit zu geben.

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