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Kommentar zur Syrien- und Iran-Politik des Westens

Berlin (ots) - Längst hätte eine konsistente Nahost-Politik auf Einhegung potenziell gefährlicher Regime wie des iranischen mit gewaltlosen Mitteln umschalten müsse. Dazu gehören Verhandlungen, die sich nicht im Austausch von Vorbedingungen erschöpfen. Dazu gehören Sanktionen. Dazu gehört die Förderung demokratischer Bewegungen, unabhängig davon, ob sie sich gegen einen "befreundeten" oder einen "feindlichen" Diktator richten. All das hat der Westen seit Jahren weitgehend versäumt - und sich stattdessen mit großer humanitärer Geste in Militärabenteuer gestürzt, wenn die Feindbilder klar und die Risiken vermeintlich beherrschbar waren. Noch besteht die Chance, dass Syrien zum Anfang vom Ende dieser verfehlten Politik wird.

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