VDA Verband der Automobilindustrie e.V.

Wissmann: IAA wird mit über 900.000 Besuchern ein voller Erfolg!

Frankfurt am Main (ots) - "Diese 64. IAA Pkw ist eine starke IAA! Die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse hat starke Zeichen gesetzt und sich - 60 Jahre nach ihrem ersten Auftritt hier in Frankfurt am Main - in neuer Qualität präsentiert. Von ihr gingen - gerade in diesen Zeiten unruhiger Finanzmärkte - starke Signale der realwirtschaftlichen Stabilität und des automobilen Wachstums aus. Für die Politik wurde hier sichtbar und greifbar, wie stark die Realwirtschaft ist und welche Innovationskraft für die Zukunft diese Industrie kennzeichnet", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der IAA-Abschluss-Pressekonferenz in Frankfurt am Main.

Gerade in diesem Jahr sei die Bedeutung der IAA als Plattform für den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft "größer und wichtiger denn je". So konnte der VDA-Präsident auf der IAA Bundeskanzlerin Angela Merkel, mehrere Mitglieder der Bundesregierung sowie zahlreiche Ministerpräsidenten und Landespolitiker begrüßen. "Auch Brüssel konnte sich - mit EU-Kommissar Oettinger an der Spitze - von der Qualität der IAA überzeugen", sagte Wissmann.

"Wenn eine dynamische Wirtschaft und eine zielorientierte Politik gemeinsam handeln, bin ich überzeugt: Wir finden Wege, damit Europa seine Aufgaben mit mehr Entschlossenheit, Kraft und Konsequenz bewältigt. Die Finanzmärkte müssen wieder Diener der Realwirtschaft werden. Wir brauchen offensichtlich transparente Spielregeln, sprich: eine weltweite Regulierung dieses Sektors", so Wissmann.

Die Automobilindustrie habe hier in Frankfurt mit der Qualität ihrer Exponate und Innovationen gezeigt, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht hat. Sie biete in der Tat "Zukunft serienmäßig". Wissmann unterstrich: "Die 64. IAA Pkw setzt starke Zeichen mit mehr Ausstellern (1.012), mehr Fläche (235.000 Quadratmeter), mehr Weltpremieren (183) und mehr Besuchern als 2009." Die IAA habe gezeigt: "Die Menschen wollen Auto und sie wollen Innovation. Sie wollen Internet und individuelle Mobilität. Sie wollen effiziente Fahrzeuge, die gleichzeitig den hohen Ansprüchen an Sicherheit, Komfort, Qualität und Design gerecht werden - und das zu bezahlbaren Preisen."

Die IAA habe mit ihren Weltpremieren ein Innovationsfeuerwerk gezündet, das "offensichtlich bei den IAA-Besuchern sehr gut ankommt": "Wir werden - diese Schätzung können wir heute schon abgeben - am Ende dieser IAA mehr als 900.000 IAA-Besucher zählen. Wir erwarten damit ein Plus von mindestens 7 bis 10 Prozent Besuchern gegenüber der IAA 2009. Dieses Besucherinteresse liegt deutlich über unseren Erwartungen. Das Wahlergebnis dieser 'Abstimmung mit den Füßen' belegt eindeutig: Die 'Faszination Auto' ist - entgegen mancher Aussagen mancher so genannter Experten - stark ausgeprägt, gerade auch bei jungen Menschen. Auch das werten wir als starkes Signal der 64. IAA Pkw", betonte Wissmann. Individuelle Mobilität - also das eigene Auto - bleibe wesentliches Grundbedürfnis individueller Freiheit: "Diese praktische Erfahrung prägt jede neue Generation neu."

Zur Qualität dieser IAA zähle auch ihre Internationalität. Jeder fünfte Besucher reist aus dem Ausland nach Frankfurt. Bereits jeder fünfte internationale Gast kommt aus Asien - vor zwei Jahren war es erst jeder achte. Weltweit ist das Interesse an Informationen von dieser IAA hoch - aus 98 Ländern kamen über 12.000 Journalisten, um über die 64. IAA zu berichten. Wissmann sagte: "Qualitativ noch entscheidender aber ist die gewachsene Zufriedenheit unserer Kunden: Die IAA-Besucher in diesem Jahr zeigen sich noch zufriedener mit dieser Messe als vor zwei Jahren. Fast 70 Prozent geben der IAA die Note 1 oder 2. Auch alle Reaktionen der Aussteller von den Messeständen geben uns entsprechende Bewertungen. Das wird uns für die nächste IAA besonders anspornen." Mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren sei der IAA-Besucher gegenüber der letzten IAA um ein Jahr jünger geworden.

Wissmann wies darauf hin, dass diese Mobilitätsmesse wesentliche automobile Trends deutlich gemacht habe: "Premium ist weiter auf dem Vormarsch, die Position der deutschen Hersteller ist mit einem Weltmarktanteil von 80 Prozent sehr stark." Das sportliche Auto - ob Roadster, Cabrio, Coupé oder Limousine, ob Zwei- oder Viersitzer - sei "quicklebendig". Mehr Modelle denn je sind auf dieser IAA zu sehen, etwa Porsche 911, Audi R8 Spyder GT, Mercedes SLS AMG Roadster, BMW M5 sowie die Neuheiten von Aston Martin, Ferrari, Jaguar und anderen Importeuren. Für alle Segmente gelte: Die Fahrzeuge werden immer effizienter und sparsamer im Verbrauch - und "schonen damit den Geldbeutel des Autofahrers bei jedem Tankstopp". Die CO2-Minderung finde im gesamten Antriebsstrang statt - aber zunehmend auch durch Leichtbau und neue Werkstoffe, wie beispielsweise die BMW i3 Concept und i8 Concept mit Karbonfaser zeigten. Das intelligente Auto, das sich mit seinem Umfeld vernetzt, sei nicht mehr Utopie, sondern bei den Herstellern als Realität zu sehen - und schaffe für den Kunden ein Mehr an Sicherheit und Komfort. Gleichzeitig werde das Angebot im Einstiegssegment mit "pfiffigen neuen Lösungen" erweitert, das gerade für die urbane Mobilität "wie maßgeschneidert passt - und zudem ein sehr attraktives Preisschild" hat. Ein Beispiel hierfür sei der VW up!, der von vielen Journalisten als ein Star dieser IAA angesehen werde. Auch das Publikumsinteresse an diesen Modellen sei groß.

"Die deutschen Hersteller zeigen mit dieser IAA, wie innovativ sie gerade auch im Klein- und Kompaktwagensegment vorangehen. Natürlich ist die Elektromobilität ein Schwergewicht für die Qualität dieser IAA. Die Halle der Elektromobilität war ein voller Erfolg. Auch hier können wir feststellen: Das Interesse beschränkt sich keineswegs auf die Medien, auch der Autofahrer und IAA-Besucher überlegt, ab wann er emissionsfrei fahren kann", so Wissmann. Das Angebot umfasse alle alternativen Antriebsarten: Mild Hybrid, Plug-in-Hybrid, Range-Extender, rein batteriebetriebene Fahrzeuge. Die Zukunftsvision Wasserstoff und Brennstoffzelle sei bei dieser Messe - z. B. durch Mercedes - eindrucksvoll heraus gearbeitet worden. Auch in dieser Hinsicht passe das IAA-Motto "Zukunft serienmäßig": "Denn ab diesem Jahr und dann 2012 und 2013 kommen alle deutschen Hersteller mit Elektroautos auf den Markt", so Wissmann.

Auf dieser IAA sei das Interesse an der Innovationskraft der Zulieferer, die mit 94 Weltpremieren auftreten, größer denn je: "Wie mir auf meinen Rundgängen bestätigt wurde, kamen manche Mitarbeiter bis zum ersten IAA-Wochenende kaum für eine Minute weg vom Stand, so zahlreich und intensiv waren die Kundengespräche. Die Kompetenzen der Zulieferer auch im Bereich der Elektromobilität waren besonders gefragt. Insgesamt wurden überaus zahlreiche und erfolgreiche Fachgespräche geführt, auch in der zweiten Woche." Dazu hätten auch zahlreiche Technologie-Rundgänge mit Entwicklern und Einkäufern der deutschen Hersteller beigetragen. Die deutschen Hersteller hatten insgesamt über 5.000 Entwickler und gut 2.000 Einkäufer zur IAA entsandt.

"Zu den 25 IAA-Fachveranstaltungen kamen in diesem Jahr erstmals zwei Premieren hinzu: Der Fachkongress Elektromobilität am 21. September mit über 500 Gästen, und der carIT-Kongress am 22. September mit weit über 300 Teilnehmern. Beide Veranstaltungen waren hochrangig besetzt. Der VDA als Veranstalter hat damit auch thematisch die richtigen Schwerpunkte gesetzt", betonte Wissmann. Die IAA habe nach Aussagen der Aussteller erneut gezeigt, welchen hohen Stellenwert sie als weltweit bedeutendste Schau der gesamten automobilen Kompetenz besitze. Der Schwerpunkt Elektromobilität, verbunden mit dem erwähnten Fachkongress, habe zweifellos zum Erfolg dieser IAA beigetragen. Auch bei den insgesamt über 100 Rundgängen mit Politikern aus Brüssel, Berlin und den Bundesländern standen die Zulieferer auf dem Programm.

Sehr erfolgreich sei auch die Bilanz im Bereich der Nachwuchsförderungsprogramme. So nahmen an GoIng, das sich an die gymnasiale Oberstufe wendet, 900 Schüler und deren Lehrer teil, doppelt so viele wie 2009. Die Aktion WorkING mit Studierenden war ebenfalls gut besucht. Die Schulklassenaktion erzielte mit über 28.000 Schülerinnen und Schülern ein Wachstum um ein Viertel gegenüber 2009. Wissmann sagte: "Die Kultusminister der Länder sollten sich dadurch ermutigen lassen, das Thema Technik und Mobilität offensiver in Lehrplänen zu verankern. Hier gibt es großes Potenzial, das genutzt werden sollte." Die Probefahrten, der Offroad-Parcours, die Kartbahn wurden ebenfalls sehr gut angenommen. Das gelte auch für die Oldtimer-Ausstellung "125 Jahre Automobil". Abschließend betonte Wissmann: "Die IAA 2011 hat unsere Erwartungen in allen Punkten übertroffen. Es ist eine starke IAA - mit mehr Premieren, mehr Ausstellern, mehr Fläche und mehr Besuchern. Die Innovationskraft dieser Industrie ist hier in Frankfurt eindrucksvoller denn je zu sehen. Ebenso der ausgeprägte Wunsch nach individueller Mobilität. Das Motto 'Zukunft serienmäßig' ist auf dieser IAA Programm! Beispiel Elektromobilität: Was vor zwei Jahren mit einzelnen Concept Cars begann, ist mit der IAA 2011 fester Bestandteil der Messe geworden."

Der VDA-Präsident dankte der Messe Frankfurt, der Polizei, der Feuerwehr und allen anderen Organisationen und Dienstleistern, die "diese IAA unterstützt und tatkräftig dazu beigetragen haben, diese Mobilitätsmesse zum Erfolg zu führen". Die Vorbereitungen zur nächsten IAA laufen bereits: Die 64. IAA Nutzfahrzeuge findet vom 20. bis 27. September 2012 in Hannover statt, die 65. IAA Pkw findet vom 12. bis 22. September 2013 wieder in Frankfurt am Main statt.

Kontakt:

Eckehart Rotter
VDA/Abteilung Presse
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