Ahmadiyya Muslim Association UK

9/11: Bewältigung von internationalem Extremismus zehn Jahre später

London (ots/PRNewswire) - Debatte im europäischen Parlament über das Aufkommen von religiösem Extremismus und seine Auswirkungen in Europa

Während die Welt den 10. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 verzeichnet, legt eine führende muslimische Gruppe das Problem des ansteigenden religiösen Extremismus dem europäischen Parlament vor und warnt, dass die aktuellen Massnahmen unzureichend sind.

Die Debatte am 20. September, die den Namen "Mord im Namen Gottes" trägt, konzentriert sich auf die Ideologie, die den religiösen Extremismus und die Gewalt in Übersee schürt, sowie auf die wachsende Intoleranz und den Extremismus in Europa. Die Angriffe auf westliche Ziele sind nur die Spitze des Eisbergs, aber stehen im Fokus der zahlreichen Gegenmassnahmen zum Terrorismus in den letzten 10 Jahren.

Das zugrundeliegende Problem des religiösen Extremismus beeinträchtigt das Leben von Millionen von Minderheiten, einschliesslich der Moslems und der Christen, deren bedrängte Lage oft als "sektiererisch" abgetan wird oder, was noch schlimmer ist, als "innere Angelegenheit". Diese Nachrichten erreichen sehr selten die nationalen oder gar internationalen Schlagzeilen.

Rafiq Hayat, Nationaler Präsident der Moslemgemeinde Ahmadiyya im Vereinigten Königreich, sagte:

"Religiöser Fundamentalismus ist ein globales Problem, aber die Ursprünge sind örtlich und manifestieren sich durch das Abzielen auf Minderheiten. Diese Fundamentalisten befinden sich auf einer Reise. Sie lassen ihre Muskeln spielen, indem sie zum Beispiel Moscheen von Ahmadi-Moslems oder Shia-Moslems oder einen Tempel, eine Synagoge oder eine Kirche ins Visier nehmen. Im Grossen und Ganzen wird das von der Welt ignoriert. Ermutigt von ihren Taten und aufgrund der mangelnden Autorität gegen sie nehmen Fundamentalisten andere Ziele in Angriff.

"Wir waren Zeugen des Wachstums dieses Krebsgeschwürs des Terrors durch die Angriffe auf unsere Gemeinde: Von kleinen Boykotts bis hin zu Angriffen auf unsere Moscheen in Pakistan mit Gewehren und Granaten und den Massenausschreitungen in Indonesien."

"Es ist reine Torheit, wenn der Westen glaubt, dass die Terroristen bei einer Gemeinde halt machen werden - denn das ist nur der Anfang. Die Ideologie breitet sich bereits per Internet und Satelliten nach Europa aus, und es muss mehr unternommen werden, um den Hass zu beenden, der diesen Extremismus schürt."

"Wir rufen Parlamentarier auf, Verstösse gegen die Menschenrechte und Angriffe auf Minderheiten als Teil des globalen Terrorproblems zu untersuchen. Man braucht kein Glaubensbekenntnis zu vertreten, um sich vorstellen zu können, dass ein Mörder in Pakistan auch in Paris ein Mörder sein kann. Das ist nur eine Angelegenheit von Geographie und Zeit."

"Gerade in diesem Monat wurde in Faisalabad ein 55-jähriger Ahmadi-Moslem erschossen, nachdem Flugblätter mit einer Abschussliste von Ahmadi-Moslems mit dem Versprechen verteilt worden waren, man würde einen Platz im Himmel bekommen, wenn man die auf der Liste genannten Personen töten würde. Man muss sich fragen, warum das nicht für einen internationalen Aufschrei gesorgt hat - denn das ist genau die Mentalität, die den Terroanschlägen vom 11. September 2001 den Nährboden gab."

Dr. Charles Tannock MEP sagte:

"Die Ideologie, die gewalttätigen Extremismus und reaktiven gewalttätigen Extremismus hervorbringt, hat ihre Wurzeln in einer verzerrten Interpretation der Religion. Egal ob es sich um den Islam, das Christentum oder eine andere Religion handelt.

"Manchmal sind die Verbindungen zur Religion direkt und unverhohlen, in anderen Fällen sind sie subtil und verdeckt, aber in allen Fällen werden sie dazu verwendet, um kaltblütigem Mord im Namen Gottes einen moralischen Sinn zu geben."

"Internationale Erfahrung und die vor kurzem stattgefundenen tragischen Ereignisse in Norwegen haben gezeigt, dass religiöse Ideologie von Extremisten für ihre eigenen Zwecke an sich gerissen wird, und Europa ist dabei keine Ausnahme. Die Frage ist, ob ausreichend unternommen wird, um die Verbreitung solcher Ausschreitungen zu überwachen und ihre Wurzeln zu neutralisieren."

Sofia Lemmetyinen von "Christian Solidarity Worldwide" sagte:

"Durch Religion motivierte Gewalt oder Extremismus sind eine globale und grenzüberschreitende Herausforderung, welche die Prinzipien des Pluralismus, fundamentaler Freiheiten und die Rechte von Minderheiten bedroht. Die Staaten haben eine Verantwortung, den Extremismus anzugehen, indem sie die Täter vor Gericht stellen, die Opfer solcher Gewalt entschädigen und Initiativen für einen bedeutungsvollen kommunalen Dialog fördern. Wir benötigen ein langfristiges Engagement, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, und die Bereitschaft, die zugrundeliegenden Ursachen und soziopolitischen und wirtschaftlichen Missstände zu verstehen, welche die Denkweise von Extremisten potentiell fördern."

Die Debatte wird von Dr. Charles Tannock MEP und der "UK All Party Parliamentary Group" für die moslemische Ahmadiyya-Gemeinde veranstaltet.

Die Sprecher:

Dr. Charles Tannock MEP, Mitglied des Kommitees für Menschenrechte, Komitee für auswärtige Angelegenheiten und Vizepräsident der EP Delegation der Parlamentarischen Versammlung der NATO.

Dr. John Bew, Co-Direktor, Internationales Zentrum zur Studie der Radikalisierung

Shehrbano Taseer, Journalistin und Tochter des verstorbenen Gouverneurs von Punjab (Pakistan) Salmaan Taseer, der von religiösen Extremisten ermordet wurde

Sofia Lemmetyinen, EU-Verbindungsfrau für Christian Solidarity Worldwide

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