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Für Chancengleichheit - Leitartikel von Regina Köhler

Berlin (ots) - Soziale Herkunft entscheidet über Zukunft - wie sehr diese Aussage stimmt, wissen wir spätestens seit es die Pisa-Studien gibt. So besuchen Kinder aus Akademikerhaushalten hierzulande dreimal so oft ein Gymnasium wie Kinder aus nicht akademischen Familien. Es ist deshalb begrüßenswert, dass sich die verantwortlichen Politiker in Berlin vor einem Jahr endlich aufgemacht haben, dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzten. Der Berliner Senat hat also ein Bonusprogramm aufgelegt. Das ist ausdrücklich für Schulen gedacht, an denen mehr als die Hälfte der Schüler von der Zuzahlung für Lernmittel befreit sind.

Soweit so gut. Viel besser wäre es allerdings, wenn sich die Politiker dazu durchringen könnten, den sozial schwachen Schülern dauerhaft zu helfen. Das Bonusprogramm hingegen ist erst einmal nur für sechs Jahre ausgelegt. Ob und wie es danach weiter geht, ist ungewiss. Und außerdem abhängig davon, welche Partei künftig regieren wird. Das darf nicht sein. Die Schulen brauchen eine stetige, verlässliche Unterstützung, statt Sonderprogrammen, die jederzeit wieder abgeschafft werden können.

Den vollständigen Leitartikel im Internet unter www.morgenpost.de/141673972

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