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Verbot von privaten Ferienwohnungen in Berlin - Leitartikel von Christine Richter

Berlin (ots) - Die Wohnungsnot, das merkt jeder, der eine kostengünstige Wohnung in Berlin sucht, hat zugenommen. Gerade in den Innenstadtbezirken, dort, wo auch die vielen neuen Ferienwohnungen entstanden sind. Durch diese Angebote für Touristen wurde und wird der Wohnraum in attraktiven Lagen zusätzlich verknappt. (...)

Deshalb ist es gut, dass der Senat und das Abgeordnetenhaus nun Konsequenzen ziehen und die rasante Zunahme von Ferienwohnungen per Gesetz eindämmen.

Aber natürlich muss es auch künftig in der Hauptstadt möglich sein, eine Wohnung an Berlin-Besucher zu vermieten. Die Bezirke, die für die Genehmigung von Ferienwohnungen zuständig sind, müssen deshalb mit Augenmaß vorgehen - und sich hüten, wirtschaftliche Existenzen einfach so zu vernichten. Auch in den Außenbezirken spricht nichts gegen Ferienunterkünfte. Sie gehören in einer Großstadt zum Angebot dazu - wie Hostels, Pensionen oder Viersternehotels auch.

So richtig es ist, den Wildwuchs von Ferienwohnungen in Berlin zu verhindern, so wichtig ist es auch, zu wissen: Mit dem neuen Gesetz ist noch nicht eine neue, preisgünstige Wohnung in der Innenstadt entstanden. Die Wohnungsnot in Berlin wird damit auch nicht gelöst. Ein jeder hüte sich deshalb vor Illusionen.

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