Luzerner Kantonsspital

Luzerner Kantonsspital operiert mit neustem Roboter im Kampf gegen Prostata-Krebs

Luzern (ots) - Am Luzerner Kantonsspitals (LUKS) wurde vor kurzem die neuste Generation des OP-Roboters «Da Vinci» in Betrieb genommen. Diese roboterassistierten Technologie gehört am LUKS seit 2008 zum Standard der Urologie. Inzwischen wurden weit über 500 Eingriffe mit dem Roboter durchgeführt und grosses Fachwissen am LUKS erarbeitet. Damit nimmt das LUKS in Bezug auf die roboter-unterstützte Chirurgie die führende Rolle - als das Kompetenzzentrum in der Zentralschweiz - ein.

Rund 6000 Männer werden jährlich in der Schweiz mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert. Prostatakrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern. Optimale Resultate im Kampf gegen diese Form von Krebs kann mit der roboter-unterstützten Chirurgie erreicht werden. Mit der Anschaffung der neusten Generation des Operationsroboters stellt das Luzerner Kantonsspital (LUKS) die kontinuierliche Weiterentwicklung der medizinischen Infrastruktur sicher.

LUKS ist das Kompetenzzentrum in der roboterassistieren Chirurgie

Da das LUKS bereits seit Jahren mit dem Operationsroboter «Da Vinci» operiert, hat man enorm grosse Erfahrung und sehr gute Ergebnisse zu verzeichnen. «Wir haben weit über 500 Eingriffe bei Patienten durchgeführt und operieren seit Jahren mit dem gleichen und etablierten OP-Team. Unser Know How wird über die Kantonsgrenze hinweg von Kolleginnen und Kollegen anderer Spitäler angefragt», sagt Agostino Mattei, Chefarzt Urologie am LUKS. So hat der Spezialist des LUKS die Einführung dieser Technologie auch in anderen Spitälern u.a. Kantonsspital St. Gallen (KSSG) und am Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) begleitet.

Neben der Urologie - vielfältige Einsatzgebiete

Der neue OP-Roboter ist mit vier computergesteuerten Armen und einer HD-Steuer-Konsole ausgestattet. Dadurch ist es möglich, hochkomplexe Eingriffe in feinsten Organ- und Gewebestrukturen auszuführen. Der neue Da Vinci löst ein 2008 angeschafftes Modell ab, mit dem vorrangig die Chirurgen der Urologie operiert hatten. Vor allem für Prostata-Krebspatienten wurde der «Da Vinci» genutzt. Mit dem neuen Modell werden erstmals auch Patienten der Klinik für Viszeral- und Gynäkologie operiert. Der Vorteil des neuen Roboters liegt u.a. darin, dass es durch die längeren Instrumente auch möglich ist, besonders feste und korpulente Patienten zu operieren.

Besonderheiten des neuen Roboters

Bei der Da-Vinci-Technologie überträgt ein Operationsroboter die Handbewegung des Operateurs auf Instrumente, die durch kleine Schnitte im Bauch des Patienten platziert worden sind (Schlüsselloch-Chirurgie). Der Operateur kontrolliert die Bewegungen der Instrumente über eine dreidimensionale HD-Videodarstellung mit bis zu 10-facher Vergrösserung, was zu sicheren Operationsresultaten bei hoher Präzision führt.

Vereint mit der grossen Erfahrung der Operateure wird so eine onkologische Heilung mit sehr guten Resultaten erzielt. Dies insbesondere im Hinblick auf die Kontinenz und Potenz bei Prostatakrebs. Weniger Schmerzen und eine schnellere Wundheilung tragen zu einer Verkürzung des Spitalaufenthaltes bei.

Neuer Leiter Roboter Chirurgie

Mit den Anschaffung des neuen Gerätes geht am LUKS auch eine Wahl durch den Spitalrat des LUKS einher: Der Spitalrat wählt PD Dr. med. Agostino Mattei, der bis anhin Leiter der Roboter Chirurgie war, zum Chefarzt Urologie am LUKS.

Agostino Mattei ist bereits seit 2006 am LUKS Luzern und bringt eine langjährige Erfahrung in der roboter-assistierten, lapraskopischen und onkologischen Chirurgie mit. «Seit der Einführung dieser modernen Technik durch das LUKS haben wir wesentlich daran mitgearbeitet, die Roboterchirurgie weiterzuentwickeln und zu optimieren. Mit unseren heutigen verfügbaren Systemen nehmen wir die führende Rolle in der Zentralschweiz weiterhin war. Dies ermöglicht unseren Patientinnen und Patienten spezifische Beratungen, eine individuelle Therapie und optimale Resultate», sagt Agostino Mattei.

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) umfasst das Zentrumsspital Luzern, die beiden Grundversorgungsspitäler Sursee und Wolhusen sowie die Luzerner Höhenklinik Montana. Im Luzerner Kantonsspital sorgen über 6'070 Mitarbeitende rund um die Uhr für das Wohl der Patientinnen und Patienten. Es versorgt ein Einzugsgebiet mit rund 700'000 Einwohnern bei 851 Akutbetten. Das LUKS behandelt jährlich 39'464 stationäre Patientinnen und Patienten und verfügt über 516'630 ambulante Patientenkontakte. Das Zentrumsspital der Zentralschweiz ist das grösste nichtuniversitäre Spital der Schweiz. Seine Kliniken und Institute bieten medizinische Leistungen von höchster Qualität

Kontakt:

Ramona Helfenberger
Unternehmenskommunikation
Luzerner Kantonsspital
Tel: 041 205 43 03 / ramona.helfenberger@luks.ch
www.luks.ch



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