Luzerner Kantonsspital

Luzerner Kantonsspital: Erste "Radialis-Lounge" der Schweiz

Luzern (ots) - Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) eröffnet die schweizweit erste "Radialis-Lounge". Diese ermöglicht die schnellere Mobilisation von Patienten, die an den Herzkranzgefässen behandelt worden sind.

Untersuchungen und Eingriffe an den Herzkranzgefässen nehmen stetig zu. Gleichermassen entwickeln sich die ambulanten Möglichkeiten in Diagnose und Therapie weiter. Die neu eröffnete "Radialis-Lounge" geht auf die Bedürfnisse dieser ambulanten Patienten ein.

Sichere Mobilisation

Die "Radialis-Lounge" verfügt über vier Sessel, die Patientinnen und Patienten nach einer Untersuchung oder einem Eingriff an den Herzkranzgefässen zur Verfügung stehen. Die Herzkatheter-Untersuchung erfolgt über den sogenannten Radialis-Zugang, der über den Arm gelegt wird. Dieser wird ambulant durchgeführt und setzt keine Vollnarkose voraus. Der Patient verweilt nach dem Eingriff sechs Stunden zur Beobachtung in der "Radialis-Lounge", kann sich aber frei bewegen und muss nicht im Bett liegen wie beispielsweise beim Zugang über die Leiste. "Es ist wichtig, dass der Patient bereits kurz nach dem Eingriff aufsteht und sich bewegt", erklärt Dr. med. Florim Cuculi, Oberarzt m. b. F. Kardiologie, LUKS Luzern. Die Verwendung von Sesseln statt gewohnten Spitalbetten animiert den Patienten, sich freier zu bewegen. Dies ermöglicht dem Patienten das Austesten von Möglichkeiten und Grenzen in einer überwachten Umgebung. Damit setzt das LUKS neue Massstäbe in der Betreuung der Patienten nach der Herzkatheter-Untersuchung.

Modernes Verfahren

Die Fachspezialisten der Kardiologie führen den radialen Zugang routinemässig seit drei Jahren am LUKS durch, mit steigender Tendenz. Bisher wurde für diese Untersuchung ein Zugang durch die Leiste gewählt. "Die Punktion der Arteria Radialis am Arm ermöglicht eine geringere Komplikationsrate", erklärt Florim Cuculi die Vorteile des neuen Verfahrens. Ziel ist das Erweitern verengter Herzkranzgefässe, damit der Herzmuskel wieder ausreichend mit Blut versorgt und einem Herzinfarkt vorgebeugt wird. Die Aufdehnung der verengten Arterie mit einem Ballonkatheter und die Implantation einer Metall-Stütze, eines sogenannten Stents, sind über den Arm-Zugang in den meisten Fällen möglich. Bei Patienten mit verengten oder verschlossenen Beingefässen ist der Radialis-Zugang oft die einzige Möglichkeit, die Untersuchung und Behandlung überhaupt durchzuführen. Bildmaterial finden Sie unter: https://www.luks.ch/index.php?id=3220. Bei Fragen steht Ihnen das LUKS gerne zur Verfügung.

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) umfasst das Zentrumsspital Luzern, die beiden Grundversorgungsspitäler Sursee und Wolhusen sowie die Luzerner Höhenklinik Montana. Im Luzerner Kantonsspital sorgen über 5'860 Mitarbeitende rund um die Uhr für das Wohl der Patientinnen und Patienten. Es versorgt ein Einzugsgebiet mit rund 700'000 Einwohnern bei 830 Akutbetten. Das LUKS behandelt jährlich 38'250 stationäre Patientinnen und Patienten und verfügt über 493'000 ambulante Patientenkontakte. Das Zentrumsspital der Zentralschweiz ist das grösste nichtuniversitäre Spital der Schweiz. Seine Kliniken und Institute bieten medizinische Leistungen von höchster Qualität

Kontakt:

Ramona Helfenberger
Kommunikation & Marketing
Luzerner Kantonsspital
Tel: 041 205 43 03

ramona.helfenberger@luks.ch
www.luks.ch



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