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Timesharing und Ferienwohnrechte: Dichtung und Wahrheit

Berlin (ots) - Bei den Wörtern Timesharing oder Ferienwohnrechte schalten deutsche Verbraucherschützer auf Rot, verfallen in hektische Umtriebe und stellen sich schützend vor ihre Schutzbefohlenen. Alle Jahre wieder - pünktlich wie der Vogelzug - lässt sich dieses Ritual beobachten. Kaum beginnt die Hauptreisesaison, erscheinen in verbraucherschutzeigenen Publikationen und deutschen Tageszeitungen Schlagzeilen wie "Urlaub lebenslänglich", "Schuldenfalle Timesharing", "Ferien zum Abgewöhnen", "Timesharing - Betrug ohne Ende?". Diese Liste ließe sich fortsetzen. Warum aber werden den Verbrauchern seit Jahren Informationen über das sinnvolle und nachhaltige Wirtschaftsmodell des Timesharings vorenthalten?

Seit Jahren wird in Deutschland ein ganzer Wirtschaftssektor negativ thematisiert: Timesharing, die gemeinsame und zeitlich gesplittete Nutzung von Immobilien. Dieses Modell der Ressourcenteilung wird aus der einseitig festgefahrenen Optik der Verbraucherschützer unter dem Vorwurf "unlauterer" Vertriebsmethoden gerne kriminalisiert, während das gleiche Prinzip etwa beim Car-Sharing nicht hoch genug gelobt werden kann. Timesharing bietet wie kaum ein anderer Tourismuszweig sowohl den Teilnehmern als auch den Standortregionen ein ganzes Bündel von ökonomischen und ökologischen Vorteilen.

Wer die Texte unter diesen Schlagzeilen liest, fühlt sich um 15 bis 20 Jahre zurück versetzt. Als Leser stellt man rasch fest, dass zum Thema Timesharing die fast wortgleichen Argumente und Standpunkte ins Feld geführt werden wie vor zwei Jahrzehnten, als auf den Kanarischen Inseln und anderenorts leichtgläubige und naive Mitbürger zu Opfern fragwürdiger Verkaufsmethoden von Teilzeitwohnrechten wurden. Die Argumente der Kritiker des Timeshare sind bis heute die gleichen geblieben. In fast allen Beiträgen werden diese Argumente gebetsmühlenartig wiederholt. Nicht wenige Journalisten und Redaktionen müssen sich hier den Vorwurf gefallen lassen, Copy & Paste einer der unvoreingenommenen Recherche vorzuziehen.

Seriöse Verbraucherinformationen aber sollten auf zeitnahe Recherchen und aktuellen Fakten beruhen. Beim Thema Timeshare ist man davon weit entfernt. Niemand stellt den gesellschaftlichen Auftrag und die Verantwortung der Verbraucherschutz-Organisationen in Frage. Sie sind eine Errungenschaft unserer Demokratie und Ausdruck der Mündigkeit der Konsumenten. Daran soll hier kein Zweifel aufkommen.

Weshalb also werden den Verbrauchern seit Jahren Informationen über das sinnvolle und nachhaltige Wirtschaftsmodell des Timesharings vorenthalten? Es ist an der Zeit, auch einmal einen unvoreingenommenen Blick auf die Branche zu werfen.

Wenn man Eigentümer von Teilzeitwohnrechten befragt, wie sie es mit ihrem Investment halten, sind laut einer vom Europäischen Timeshare Verband (RDO) durchgeführten Umfrage über 75 % zufrieden bis sehr zufrieden. Mehr als 1,4 Millionen zufriedene Familien verbringen in Europa ihre Ferien im Timesharing. 2009 gab es in Europa weniger als 250 Beschwerden über Timesharing. Juristen der Verbraucherzentrale Berlin bestätigen diese relativ geringe Zahl. Sie hätten es kaum noch mit Beschwerden zu tun. (Der Tagesspiegel, 22.07.2010, Miriam Schröder, "Kein Stück vom Glück", Berlin)

Viele beliebte Feriendestination sehen sich heute mit einer sehr ernsthaften ökologischen Problematik konfrontiert, über die es bezeichnenderweise auch keine Verbraucherinformationen gibt: dem ungebändigten Boom an Zweit- und Ferienwohnungen! Das Resultat sind «kalte Betten» - Domizile, die durchschnittlich 315 Tage im Jahr leer stehen. Sie sorgen für heftige Diskussionen und politische Auseinandersetzungen. Lösungen sind gefragt, die verschiedenen Aspekten Rechnung tragen, wie etwa der Nachhaltigkeit und der Wirtschaftlichkeit zugleich.

Das im europäischen Markt für Teilzeitwohnrechte führende Unternehmen Hapimag bietet mit seinem Modell eine echte Alternative. Sein Wohnrechtssystem gewährleistet einerseits eine sehr hohe Belegung und generiert andererseits eine beachtliche Wertschöpfung für die 57 verschiedenen Standortregionen. Deshalb werden Anlagen dieser Art in Urlaubsdestinationen oder in Städten als wirtschaftlich sinnvolle und von der Grundidee her umweltfreundliche Investitionen grundsätzlich begrüsst.

Dies waren auch die entscheidenden Gründe der Gemeindevertretung des bekannten Ostseebades Binz, einem Investitionsvorhaben von Hapimag in ihrem Ort die Zustimmung zu geben. Bürgermeister Horst Schaumann bringt das Problem schnell auf den Punkt: "Wir müssen die Balance zwischen Infrastruktur und Übernachtungsangeboten halten. An diese Prämisse haben sich auch Investitionen zu halten, um kein Überangebot an Betten produzieren. Hapimag hat dieses Problem sofort verstanden. Der Umbau einer ehemaligen FDGB-Ferienanlage und Neubau von weiteren Bettenhäusern schuf zwar neue Übernachtungskapazitäten, aber dadurch, dass Hapimag seine Mitglieder als zusätzliche Gäste nach Binz bringt, bleibt die Balance zwischen Infrastruktur und Bettenangebot erhalten. Hapimag ist auch mit grossem Verständnis auf unsere Forderung eingegangen, keine eigenen gastronomischen Einrichtungen in Betrieb zu nehmen. Davon profitieren heute unsere Bäcker, Kaufhallen und Gastronomen. Wie ich verstanden habe, entspricht dies auch dem Verständnis von Hapimag, seinen Gästen stets die regionale Besonderheiten und Köstlichkeiten zugänglich zu machen. Nicht unerwähnt lassen will ich die gute Zusammenarbeit mit dem Chef des Resorts, Burkhard Herzberg. Sie ist seit Jahren ungetrübt. Das Resort ist für unser Ostseebad eine grosse Bereicherung."

Seit Jahren ist die Timeshare-Branche ein weltweit prosperierender Wirtschaftszweig. Sie hat in den letzten Jahren vor allem im Vertrieb auch dazugelernt und Schwarze Schafe isoliert. Hapimag ist sehr froh über die neue EU-Richtlinie zum Schutz der Timesharing-Käufer, die seit Februar 2011 in allen EU-Mitgliedsstaaten gültig ist. Ein glaubwürdiger Verbraucherschutz liegt im ureigensten Interesse der Timesharing-Branche.

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