FAiR - Für eine Aufwertung des Zürichseeufers im Recht

Überparteiliches Komitee gegen die Seeuferweg-Vorlagen gegründet

Zürich (ots) - Unter dem Präsidium von Ruedi Jeker formiert sich ein überparteiliches Komitee, das die Vorlagen für einen durchgehenden Seeuferweg rund um den Zürichsee an der Urne bekämpfen wird.

Die Kosten des in diesen drei Vorlagen vorgesehenen Luxusweges von 250 Mio. Franken bzw. mit einem Laufmeterpreis von mehr als 3000 Franken, liegen in einer Zeit der knappen Mittel völlig quer in der Landschaft. Nur wenige Tage alt ist die Hiobsbotschaft der Regierung, dass sie sich gezwungen sieht, wegen drohender Defizite im Staatshaushalt den Steuerfuss um 7 Prozent zu erhöhen. Soll es so weit kommen, dass wegen Luxusprojekten die Steuern noch weiter erhöht werden müssen?

Ausserdem wird mit dem Begehren eines durchgehenden Seeuferwegs Privateigentum in staatspolitisch bedenklicher Weise eingeschränkt oder ist sogar von Enteignungen bedroht. Von einem übergeordnetem Interesse für Staat und Bevölkerung kann im Zusammenhang mit diesem Luxusprojekt sicher nicht gesprochen werden.

Auch aus landschafts- und naturschützerischen Gründen wäre ein durchgehender Seeuferweg fatal. Schon heute sind der See und viele Uferpartien übernutzt. Flora und Fauna, insbesondere die Kinderstuben der Fische sind arg unter Druck. Ausserdem würde ein durchgehender Seeuferweg viele der von Privaten liebevoll und aufwändig gepflegten Uferpartien zerstören. Die Öffentlichkeit (Gemeinden und Kanton) wäre aus finanziellen Gründen gar nicht in der Lage, diese im selben Ausmass zu pflegen.

Ein durchgehender Uferseeweg ist deshalb aus ökonomischen, staatspolitischen und ökologischen Gründen ein Unsinn.

Kontakt:

Kurt Zollinger
Vizepräsident von FAiR
Mobile: +41/79/414'59'31


Das könnte Sie auch interessieren: