EUWIFO AG

EUWIFO-Marktforschung beleuchtet Folgen der Atom-Katastrophe

Zürich (ots) -

Unternehmer wünschen Umdenken in der deutschen Atompolitik / 
Steigende Betriebskosten durch die Katastrophe in Japan erwartet 

Rund zwei Drittel der deutschen Unternehmer sprechen sich für ein Umdenken in der deutschen Atompolitik aus. Das ergab eine Marktforschungs-Umfrage des European Economic Research Institutes (EUWIFO) mit Sitz in der Schweiz vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe in Japan. Die meisten der 300 befragten geschäftsführenden Gesellschafter in Deutschland (36 Prozent) plädieren dafür, die alten Atomkraftwerke abzuschalten, die neueren jedoch - wie derzeit geplant - weiter zu betreiben. 23 Prozent sprechen sich für eine kompromisslose Abkehr von der Kernenergie aus. Etwa drei Viertel der geschäftsführenden Gesellschafter geben an, dass der Atomunfall Auswirkungen auf die Betriebskosten ihres Unternehmens haben wird.

Welche Handlungsoptionen der Bundesregierung präferieren geschäftsführende Gesellschafter vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe in Japan und welche Auswirkungen erwarten sie im Bezug auf die Betriebskosten ihres Unternehmens?

Diese aktuellen Fragen stellte EUWIFO, ein auf Markt- und Wirtschaftsforschung mit geschäftsführenden Gesellschaftern spezialisiertes Forschungsunternehmen aus Zürich, 300 repräsentative selektierten deutschen Unternehmern im Rahmen ihrer regelmäßigen Befragungen zur konjunkturellen Entwicklung.

Das Meinungsbild über mögliche Handlungsoptionen der Bundesregierung vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe in Japan gestaltet sich wie folgt:

- Etwa zwei Drittel der Befragten sind für ein Umdenken in der 
deutschen Atompolitik.

- Ein Viertel der geschäftsführenden Gesellschafter in Deutschland 
vertritt die Meinung, dass Deutschland sofort und kompromisslos aus 
der Atomenergiegewinnung aussteigen sollte.

- Mehr als ein Drittel stimmt dafür, nur die alten Atomkraftwerke 
abzuschalten und die neueren wie geplant weiter zu betreiben.

- Knapp ein Drittel der Befragten würde - wie vor der Katastrophe in 
Japan vorgesehen - an der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken 
festhalten, aber in den nächsten Jahren die Etablierung regenerativer
Energien fördern, um die Atomkraft durch diese zu ersetzen.

- Die Zahl derjenigen, die einen systematischen Ausbau der 
Atomenergiegewinnung bevorzugen, ist äußerst gering.

- Jeder 14. der Befragten vertritt die Meinung, dass Deutschland neue
und wesentlich sicherere Atomkraftwerke bauen, alle bestehenden 
dagegen abschalten sollte. 

Was die Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan auf die Betriebskosten ihres Unternehmens angeht, verteilen sich die Meinungen der geschäftsführenden Gesellschafter in Deutschland wie folgt:

- Etwa drei Viertel denken, dass die Atomkatastrophe in Japan 
Auswirkungen auf die Betriebskosten ihres Unternehmens haben       
wird.

- Davon meint mehr als die Hälfte, dass die Auswirkungen eher gering 
und etwa ein Drittel, dass die Auswirkungen spürbar sein werden. Dass
die Auswirkungen substanziell sein werden, denkt nicht einmal jeder 
20. derjenigen, die meinen, dass die Atomkatastrophe Auswirkungen auf
die Betriebskosten ihres Unternehmens haben wird.

- Etwa jeder Fünfte der Befragten ist der Meinung, dass die 
Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar sind.

- Die Zahl derjenigen, die zu dem Thema keine Meinung haben, ist 
äußerst gering. 

EUWIFO, das Europäische Wirtschaftsforschungs-Institut in Zürich, ist ein auf Markt- und Wirtschaftsforschung spezialiertes Unternehmen mit der Zielgruppe geschäftsführende Gesellschafter und Private-Banking-Kunden weltweit.

Kontakt:

EUWIFO AG
Stefan James Lang
Tel.: +41/44/344'56'81
Mobile: +41/79/373'79'19
E-Mail:stefan.lang@euwifo.ch
Internet: www.euwifo.ch



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