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Nadja Uhl: "Ich bin froh, einen Mann zu haben, der ein ganzer Kerl ist"

Hamburg (ots) - "Es ist auch eine Art von Sexualerziehung, wenn der Papa der Mama mal ordentlich an den Hintern fasst und Mama sich darüber freut", sagt Nadja Uhl im Interview mit dem Frauenmagazin EMOTION (Ausgabe 4/2013 ab morgen im Handel, www.emotion.de) - auch wenn sie weiß, dass sie von manch einem für diese Aussage "bestimmt gelyncht werde". Aber die Schauspielerin steht zu ihrer Meinung - und zu ihrem Partner: "Ich bin jedenfalls froh, einen Mann zu haben, der ein ganzer Kerl ist. Und trotzdem einfühlsam."

Emanzipation sei kein so großes Thema für Frauen aus dem Osten, meint Nadja Uhl, die in Mecklenburg-Vorpommern geboren und aufgewachsen ist. "Mich wundern Pseudodiskussionen wie die um Brüderle und das Dekolleté. Eine souveräne Frau kann damit umgehen, wenn sie hört, dass ihr Busen in ein Dirndl passt. Wenn Frauen über so etwas verbittern, ist alles verloren", sagt die 40-Jährige.

Ihre Mutter - eine "selbstbewusste DDR-Frau" - war Nadja Uhl schon früh ein Vorbild. "Sie konnte ihr Leben selbst finanzieren, sie konnte sich einen Mann aussuchen, den sie liebt, nicht einen, der ihr das Leben bezahlt. Es lief auf Augenhöhe mit den Männern! Die Männer wiederum konnten starke Frauen ertragen", erzählt die Wahl-Potsdamerin. "Meine Mutter fand sich selbst immer attraktiv. Auch als sie schon älter war". Vielleicht empfand Uhl ihren 40. Geburtstag in 2012 auch deswegen als "Befreiung". "Jung und knackig zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, glücklicher zu sein", weiß die erfolgreiche Kino- und Filmschauspielerin, die den Jugendwahn kritisiert: "Ich mag es nicht, dass in unserem Beruf immer der Fokus aufs Äußerliche gelegt wird." Sie versucht, sich dem zu verweigern, denn sie kennt den Druck, den Frauen empfinden: "Ich muss mich nur lange genug mit meinem Äußeren beschäftigen und ich fühle mich wie ein durch den Fleischwolf gedrehtes Nichts!" Dagegen setzt sie sich jedoch zur Wehr. "Für mich kommt da Würde ins Spiel, wo ich für einen öffentlichen Auftritt in ein Kleid für eine 20-Jährige gesteckt werden soll. Das mache ich nicht mit."

Maskeraden und Fassaden akzeptiert sie heute nicht mehr ¬- weder auf dem roten Teppich noch im Privaten: "Als ich jünger war, sah meine Wohnung immer perfekt aus. Jetzt darf auch Besuch kommen, wenn Staubmäuse im Haus sind. Der Abschied von der Perfektion hat mir sehr gutgetan. Wenn für den Besuch nichts im Kühlschrank ist, schmieren wir eben 'ne Schmalzstulle", sagt die zweifache Mutter, die am Ostermontag im ZDF-Film "Ein weites Herz" eine Nonne spielt.

Kontakt:

Simone Lönker
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Tel.: 040/20 93 30 850
E-Mail: simone.loenker@emotion.de

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