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Globaler Konsensus verlangt bessere medizinische Versorgung des diabetischen Fusses

London (ots/PRNewswire) - Ein in der Ausgabe von Diabetic Medicine dieses Monats veröffentlichter globaler Konsensus zielt darauf ab, an Diabetes erkrankten Menschen, die gegenwärtig ein geringes Risiko von Fusskomplikationen aufweisen, bei der Durchführung eines Basis-Fusspflegeprogramms zu helfen. Damit soll die Wahrscheinlichkeit verringert werden, dass in Zukunft zu ernsthaften Komplikationen der Füsse kommt. Erarbeitet wurde der Konsensus von zehn globalen Meinungsführern und liefert einen praktischen Fortbildungsrahmen für alle Angehörigen der Gesundheitsberufe, die Diabetespatienten behandeln.

Gegenwärtig ist der Umfang an Informationen über Fussgesundheit und selbst durchgeführte Fusspflege für Menschen mit Diabetes, die ein geringes Risiko für das diabetische Fusssyndrom aufweisen, sehr begrenzt. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Konsensus die Implementierung eines vier Schritte umfassenden Pflegeprogramms zur besseren Aufrechterhaltung der Fussgesundheit:

- gute Kontrolle des Blutzuckerspiegels (je nach Empfehlung durch den medizinischen Betreuer)

- Teilnahme an einer jährlichen Fussuntersuchung durch medizinische Betreuer

- umgehende Information des medizinischen Betreuers über alle Veränderungen von sensorischer Empfindung, Hautfarbe, Hautläsionen, Schwellungen oder Schmerzen am Fuss

- Durchführung eines einfachen täglichen Fusspflegeprogramms mit Waschen und Abtrocknen zwischen den Zehen, feuchtigkeitsspendender Pflege und Kontrolle auf Anomalitäten.

"Der Konsensus sollte zur Leitlinie für Angehörige der Gesundheitsberufe werden, die sie dabei unterstützt, allen Menschen mit Diabetes bewusst zu machen, wie wichtig die selbst durchgeführt Basispflege der Füsse für sie ist, besonders für diejenigen, der gegenwärtig ein geringes Risiko für Fusskomplikationen aufweisen", kommentiert der Autor des Konsensus, Alistair McInnes von der University of Brighton. "Basis-Fusspflege ist einfach, schnell und befähigt den Patienten zu einer aktiveren Aufrechterhaltung ihrer Fussgesundheit und kann dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von späteren Komplikationen zu verringern."

Angehörige der Gesundheitsberufe benötigen Leitlinien, wie sie Menschen mit Diabetes am besten aufklären und unterstützen, damit diese ihre Füsse selbst pflegen. Es ist wichtig, dass Menschen mit Diabetes in der Lage sind, beizeiten für ihre Fussgesundheit zu sorgen, um ein späteres Risiko für Fusskomplikationen zu verringern. Diabetiker, die gegenwärtig ein niedriges Risikoprofil haben, können relativ schnell ernsthafte Fusskomplikationen entwickeln, wenn ihr Blutzucker nicht gut kontrolliert wird und wenn sie nicht selbst regelmässig ihre Füsse pflegen, da sie Veränderungen der Füsse dann nicht schnell genug bemerken. Diabetes kann dazu führen, dass es zu Fusskomplikationen kommt, und aufgrund von peripherer Neuropathie (Nervenschädigung) und Durchblutungsproblemen steigt das Risiko von Ulzerationen.

Fusskomplikationen stellen eine signifikante Belastung für die Gesundheitssysteme in der ganzen Welt dar und sind der Grund für mehr Krankenhaustage als alle anderen diabetischen Komplikationen zusammengenommen.1 Fussulzera und Amputationen sind ein beträchtliches Problem: 12% der Menschen mit Diabetes, bei denen ein Fussgeschwür abgeheilt ist, müssen innerhalb von fünf Jahren amputiert werden.2

Hinweise an die Redaktion:

Das Think Feet'-Programm von Scholl wurde entwickelt, um die vorbeugende Fusspflege stärker ins Bewusstsein zu rücken und diesbezüglich besser aufzuklären. Scholl arbeitet gemeinsam mit an Diabetes erkrankten Menschen, mit Medizinern, Meinungsführern und Verbänden für Diabetes und Podiatrie aktiv an der Erarbeitung von Aufklärungsmaterial, das zu einer besseren vorbeugenden Fusspflege beitragen und Menschen dabei unterstützen soll, etwas für ihre Fussgesundheit zu tun.

Literaturhinweise:

1. Joseph WS, Lipsky BA. Medical therapy of diabetic foot infections. J Am Podiatr Med Assoc;100(5):395-400.

2. Hunt D. Diabetes: foot ulcers and amputations. BMJ: Clinical Evidence: BMJ, 2009.

Kontakt:

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an: TarniaRoss, 
tarnia.ross@90ten.co.uk, +44(0)20-7627-0990; James
Humphreys,james.humphreys@90ten.co.uk, +44(0)20-7627-0990


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