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Kuration und Prävention: Welche Qualitätsdaten braucht es?

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Seengen (ots) - Im Juni fand der achte Workshop der allianz q unter dem Titel «Qualitätsdaten im Gesundheitswesen» statt. Diskutiert wurde, wie Qualitätsdaten aufbereitet sein müssen, um die Wirkung von kurativen und präventiven Massnahmen zu messen. Und wo steht die Schweiz bei der Datenerfassung und -auswertung von Gesundheitsdaten im internationalen Vergleich? Die allianz q veröffentlicht die daraus gewonnenen Erkenntnisse jetzt in einer zusammenfassenden Broschüre.

Am diesjährigen Workshop diskutierten die Teilnehmenden, welche quantitativen und qualitativen Qualitätsparameter bei verschiedenen chronischen Krankheiten wichtig sind und ob die verschiedenen Stakeholder im Gesundheitswesen bereit sind, allfällige Daten zur Verfügung zu stellen. Gesundheitsdaten können die Transparenz zwar erhöhen, sie verbessern aber nicht per se die Qualität. Entscheidend ist, dass die relevanten Daten in guter Qualität verfügbar gemacht werden. «Ausdruck von Relevanz ist auch die Validierbarkeit und Verlinkung von Daten», betont Prof. Marcel Zwahlen vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern.

«Qualitätsdaten fordern auch eine Schulung von Health Professionals und den Patienten, um eine Über- oder Unterbehandlung zu vermeiden», führt Prof. Jörg Leuppi, Chefarzt der Medizinischen Universitätsklinik am Kantonsspital Baselland, aus. Dies, um Diagnose und Kontrollen durch Ärzte und dem Gesundheitspersonal zu optimieren und die Patienten zu befähigen, im Alltag und in möglichen Notsituationen adäquat und therapiekonform zu reagieren.

In der Diskussion war man sich einig, dass die Qualität der Behandlung und der Daten von der Branche - den ÄrztInnen respektive den involvierten Medizinalpersonen - sichergestellt werden muss. Dies, weil nur medizinische Fachpersonen in der Lage sind, diese zu beurteilen. Das gilt auch für Register wie das von Prof. Michele Genoni vorgestellte Herzchirurgie-Register. «Es bestehen viele gute Bottom-up-Ansätze und erfolgversprechend sind einzig Lösungen, die von der Basis angedacht und getragen werden», erklärt Doris Fischer-Taeschler, die Präsidentin der allianz q. Für einmal gibt es also keine zusätzlichen Forderungen an Staat und Verwaltung, sondern gewünscht wird vielmehr eine aktive Unterstützung der bestehenden Bottom-up-Projekte.

Der Innovationspreis 2017 der allianz q geht an den Kanton Aargau, der eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung anstrebt. Dies geschieht über die physische Vernetzung von Menschen entlang des gesamten Behandlungspfades und über die digitale Unterstützung dieser Vernetzungsprozesse. Für den einen Weg steht der Masterplan Integrierte Versorgung (MIVAG), für den anderen das Programm eHealth Aargau. Der Leitgedanke lautet: «Den Fokus auf die Bürger/Versicherten/Patienten legen und ihre Kompetenz fördern», erläutert Urs Zanoni, Projektleiter im Kanton Aargau.

Über die Allianz q / Informationen zum Anlass:

Die allianz q ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus dem Gesundheitswesen und wurde im Januar 2010 gegründet. Das vordringlichste Anliegen der allianz q sind die Verankerung und die laufende Verbesserung der Qualität im Gesundheitswesen. Weitere Informationen zum diesjährigen Anlass auf dem Stoos sowie alle Präsentationen sind auf der Website www.allianzq.ch zu finden. Die Broschüre steht auch als PDF zum Download zur Verfügung. Druckexemplare können auf Deutsch und Französisch auf www.allianzq.ch über das Kontaktformular bezogen werden.

Kontakt:

Doris Fischer-Taeschler
Präsidentin der allianz q
Riedweg 16
5707 Seengen



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