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Ukraine investiert in energiewirtschaftliche Unabhängigkeit

Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) - Am 1. Mai 2012 wird die Hubinsel zur Förderung von Erdöl und Erdgas im Festlandsockel des Schwarzen Meeres in die Hoheitsgewässer der Ukraine einlaufen. Diese Massnahme ist Teil der politischen Entscheidung der Ukraine, durch eine Steigerung der inländischen Energieproduktion energiewirtschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen. Die zwei vor kurzem erworbenen Hubinseln werden der Ukraine eine zusätzliche Erdgasgewinnung von 250 Millionen Kubikmetern bis Ende 2012 ermöglichen, sagte Minister Bojko.

Um das Ziel einer energiewirtschaftlichen Unabhängigkeit der Ukraine von ausländischen Zulieferern umsetzen zu können, erwarb das staatliche Unternehmen Chornomornaftogaz zwei Hubinseln von Herstellern aus Singapur. Der Kauf der zwei mobilen Plattformen wird das Land mit zusätzlichen drei Milliarden Kubikmetern Erdgas bis Ende 2014 versorgen, so der ukrainische Energieminister Jurij Bojko. Die erste Hubinsel wird im Juni 2012 in den verbundenen Ölfeldern Odeske/Bezimenne im Festlandsockel des Schwarzen Meeres installiert.

Die von Chornomornaftogaz derzeit verwendete Ausrüstung ermöglicht Bohrtiefen von bis zu 100 Metern. Die neue Hubinsel ist hingegen für Quellen in einer Tiefe von 100-120 Metern unter dem Meeresspiegel geeignet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für den Abbau der Erdgasreserven auf dem Festlandsockel. Die neue Ausrüstung ist ausserdem in der Lage, 9 Kilometer tief in den Festlandsockel zu bohren. Zuvor war lediglich eine Bohrtiefe von 4,5-5 Kilometern möglich gewesen.

Anfang 2012 betrieb Chornomornaftogaz 17 Bohrlöcher, darunter 11 Erdgasbohrlöcher. Die geschätzten Gesamtreserven belaufen sich laut Uaenergy auf 58,56 Milliarden Kubikmeter Erdgas, 1,231 Millionen Tonnen Erdgaskondensat sowie 2,53 Millionen Tonnen Öl.

Zusätzlich zur steigenden Energiegewinnung im Inland will die Ukraine ihren Energiesektor durch neue Öl- und Gaszulieferer diversifizieren. Sie zeigte sich interessiert an Projekten zur Gasversorgung aus Aserbaidschan, dem Irak, Norwegen, Rumänien und der Türkei. Zudem plant die Ukraine die Errichtung eines LNG-Terminals mit einer jährlichen Kapazität von 10 Milliarden Kubikmetern an der Schwarzmeerküste. Das Bauvorhaben soll bis 2014 abgeschlossen sein.

Anfang 2012 hatte die Ukraine bekanntgegeben, 27 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland kaufen zu wollen, während es 2011 über 40 Milliarden Kubikmeter gewesen waren. Ukrainische Regierungsvertreter betonen, dass die Ukraine jährlich 4 bis 5 Milliarden US-Dollar zu viel für russisches Gas bezahlt.

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