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Ukraine will ihr angereichertes Uran loswerden

Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) - Mykola Azarov, der Premierminister der Ukraine, teilte mit, dass die Ukraine nahezu alle ihrer Verpflichtungen hinsichtlich der Entfernung ihres angereicherten Urans aus dem Land erfüllt habe. Im April 2010 übernahm Viktor Yanukovych, der Präsident der Ukraine, die Verantwortung für die Entfernung des verbleibenden Urans; als Gegenleistung sollte die USA die hierfür notwendige technische und finanzielle Unterstützung leisten.

"Die Ukraine hat ihre Verpflichtungen zur Entfernung ihres angereicherten Urans praktisch erfüllt", sagte Mykola Azarov nach seinem Treffen mit Yukiya Amano, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation. Der Premierminister betrachtet dies als den Beitrag der Ukraine zur weltweiten nuklearen Sicherheit.

2010 exportierte die Ukraine insgesamt 106 kg nukleares Material. Im Austausch für hoch angereichertes Uran erhielten ukrainische Forschungsinstitute niedrig angereichertes Uran für Forschungszwecke sowie finanzielle Unterstützung für andere wissenschaftliche Projekte. Das verbleibende hoch angereicherte Uran soll bis April 2012, noch vor Beginn des Nuclear Security Summit in Seoul, ausser Landes gebracht werden.

Robert Gibbs, der Pressesprecher des Weissen Hauses, hatte kürzlich verlauten lassen, dass die Menge des 2010 aus der Ukraine exportierten Urans für den Bau "mehrerer Atombomben" ausreiche. John Brennan, der Heimatschutz- und Antiterrorismusberater des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, hatte zuvor gewarnt, dass Al Qaida seit mehr als 15 Jahren versuche, angereichertes Uran zu kaufen.

2010 erklärte der ukrainische Aussenminister, keiner der Leiter der Kernforschungsinstitute der Ukraine habe erklärt, er brauche angereichertes Uran zu Forschungszwecken. Derartiges Uran werde als Abfall gelagert, jedoch nicht für die Forschung genutzt.

Im Dezember 1994 war die Ukraine dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten und hatte ihren Verzicht auf Kernwaffen erklärt. Die Ukraine bestätigte diesen Verzicht erneut in ihrer Verfassung und ihrer Souveränitätserklärung.

1996 wurde der letzte Atomsprengkopf von der Ukraine nach Russland transportiert; eine beträchtliche Menge angereicherten Urans lagerte jedoch nach wie vor am Kernforschungsinstitut in Kiew, dem Kharkiv Institut für Physik und Technologie sowie der Nationalen Universität für Kernenergie und Industrie in Sevastopol.

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